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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-04-01 - 2029-02-28

Die Nachhaltigkeitsbewertung der Kernenergie stellt eine besondere methodische Herausforderung dar, weil nukleare Technologien Wirkungen haben, die sich auf sehr unterschiedlichen zeitlichen und räumlichen Ebenen abspielen, und sich auch bezüglich ihrer Wahrscheinlichkeiten und institutionellen Voraussetzungen stark unterscheiden. Dies führt zu Divergenzen und Inkonsistenzen in bisherigen Nachhaltigkeitsbewertungen. Die zentrale Herausforderung besteht vor allem in der methodischen Integration unterschiedlicher Wirkungstypen und normativer Anforderungen. In diesem Vorhaben wird daher eine methodisch robuste, wissenschaftliche, umfassende und nachvollziehbare sowie durch Beteiligung legitimierte Vorgehensweise entwickelt, mit der sich Nachhaltigkeit im Kernenergiebereich systematisch bewerten lässt. Dabei müssen soziale und Governance-Aspekte, wie etwa Partizipation, Risikobewusstsein, intergenerationelle Verantwortung oder institutionelle Stabilität, gleichberechtigt neben ökologischen und ökonomischen Kriterien berücksichtigt werden. Der Bewertungsrahmen muss auch ausreichend differenziert sein, um die nuklearspezifische Nachhaltigkeitsrisiken der schweren Unfälle, der Endlagerung radioaktiver Abfälle und Proliferationsrisiken angemessen abzubilden. Auf dieser Grundlage wird im Vorhaben schließlich die nuklearen Wertschöpfungskette im Vergleich mit einer Vergleichstechnologie wissenschaftlich tragfähig analysiert.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-05-01 - 2027-04-30

Der Übergang zur Klimaneutralität bis 2040 in Österreich erfordert innovative Ansätze für das Management flexibler Energiesysteme, darunter Photovoltaik (PV), Batteriespeichersysteme, Elektrofahrzeuge (EV) und Wärmepumpen. Eine Schlüsselkomponente dieses Übergangs ist die Integration dezentraler Energieerzeuger und -verbraucher in Energiegemeinschaften (EC). Die Erreichung einer optimalen Energienutzung und Netzstabilität in EC erfordert jedoch fortschrittliche Betriebsstrategien, die untrennbar mit den Verhaltensmustern der Nutzer verbunden sind und erhebliche Herausforderungen in Bezug auf Datenschutz, Sicherheit und Vertrauen mit sich bringen. Die TRUST-EC-Machbarkeitsstudie untersucht das transformative Potenzial verantwortungsbewusster und ethischer künstlicher Intelligenz (KI) zur Optimierung des Energiemanagements und zur Verbesserung der Funktionalität von EC. Diese Studie verfolgt einen explorativen Ansatz, um kritische Unsicherheiten und Risiken – in technischer, regulatorischer und nachhaltigkeitsbezogener Hinsicht – anzugehen, die derzeit den Einsatz von KI-gesteuerten Lösungen in ECs behindern. Durch die systematische Untersuchung dieser Hindernisse soll das Projekt die Grundlage für eine zukünftige Forschungs- und Entwicklungsinitiative (F&E) schaffen, die über den aktuellen Stand der Technik hinausgeht.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-05-01 - 2027-04-30

Prospektive Ansätze der Risikobewertung haben über den Bereich der Technikfolgenabschätzung hinaus an Bedeutung gewonnen und werden mittlerweile auch auf regulatorischer Ebene aufgegriffen und gefördert. Ihr besonderer Vorteil besteht darin, dass sie das Risikopotenzial bereits in frühen Phasen von Innovationsprozessen abschätzen. Auf diese Weise ermöglichen sie es, Sicherheitsbewertungen zu fokussieren bzw. Technologien risikomindernd zu gestalten. Um eine prospektive Risikobewertung so früh wie möglich im Entwicklungsprozess zu ermöglichen, wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Methoden entwickelt. Diese berücksichtigen ein möglichst breites Spektrum risikorelevanter Eigenschaften von Nanomaterialien und Advanced Materials, ohne dass umfangreiche experimentelle Tests dieser Materialien erforderlich sind. Im Projekt sollen diese Verfahren weiterentwickelt bzw. an die Anforderungen bestimmter Materialien wie Nanocarrier oder Mikro- und Nanoplastikpartikel angepasst werden.

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