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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-05-01 - 2027-04-30
Prospektive Ansätze der Risikobewertung haben über den Bereich der Technikfolgenabschätzung hinaus an Bedeutung gewonnen und werden mittlerweile auch auf regulatorischer Ebene aufgegriffen und gefördert. Ihr besonderer Vorteil besteht darin, dass sie das Risikopotenzial bereits in frühen Phasen von Innovationsprozessen abschätzen. Auf diese Weise ermöglichen sie es, Sicherheitsbewertungen zu fokussieren bzw. Technologien risikomindernd zu gestalten. Um eine prospektive Risikobewertung so früh wie möglich im Entwicklungsprozess zu ermöglichen, wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Methoden entwickelt. Diese berücksichtigen ein möglichst breites Spektrum risikorelevanter Eigenschaften von Nanomaterialien und Advanced Materials, ohne dass umfangreiche experimentelle Tests dieser Materialien erforderlich sind. Im Projekt sollen diese Verfahren weiterentwickelt bzw. an die Anforderungen bestimmter Materialien wie Nanocarrier oder Mikro- und Nanoplastikpartikel angepasst werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-01-01 - 2027-02-28
Die Nichtverbreitung von Kernmaterial und der langfristige Schutz von Mensch und Umwelt sind zentrale Aufgaben des nuklearen Regulierungsrahmens. Im Kontext der Endlagerung sind Safeguards-Maßnahmen erforderlich, um die Unversehrtheit und Unzugänglichkeit von Abfällen mit nuklearem Material verlässlich zu verifizieren. Das Vorhaben erfasst systematisch den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik zu Safeguards-Überwachungstechniken für Endlager und bereitet diesen auf, mit Schwerpunkt auf Technologien, die zur Überwachung von Endlagern eingesetzt werden können.
Darauf aufbauend werden die sicherheitstechnisch relevanten potenziellen Einflüsse dieser Überwachungsmaßnahmen auf das Endlagersystem qualitativ bewertet und den entsprechenden Einträgen in FEP-Katalogen (Features, Events, Processes) zugeordnet. Ziel ist es, eine Methodik zu entwickeln, mit der Safeguards-Überwachungsmaßnahmen in Verfahren der Langzeitsicherheitsanalyse integriert werden können. Dabei wird untersucht, welche sicherheitsbezogenen Aussagen in den einzelnen Schritten einer Sicherheitsanalyse möglich sind, wenn die Maßnahmen über FEP-Kataloge methodisch berücksichtigt werden.
Abschließend wird die entwickelte Methodik exemplarisch auf ausgewählte Safeguards-Überwachungsmaßnahmen sowie auf ein dokumentiertes Endlagersystem in einem spezifischen Wirtsgestein angewendet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-01-01 - 2027-12-31
Die sichere Endlagerung hochradioaktiver Abfälle ist eine vielschichtige technische, gesellschaftliche und kommunikative Aufgabe. Eine zentrale Frage lautet, wie geologische Endlager über Zehntausende von Jahren so gekennzeichnet werden können, dass zukünftige Generationen wirksam vor den Gefahren gewarnt werden und das Wissen über Standort, Zweck und Risiken erhalten bleibt. Diese Herausforderung berührt naturwissenschaftlich-technische, semiotische, rechtliche und soziokulturelle Dimensionen. Trotz intensiver internationaler Forschung bleiben zentrale Fragen offen: Welche Materialien und Gestaltungen sind über geologische Zeiträume stabil? Wie lässt sich Verständlichkeit trotz kulturellen Wandels sichern? Und wie können Markierungssysteme sinnvoll mit anderen Formen der Wissensbewahrung kombiniert werden? Der Beitrag der BOKU im Projekt liegt hierbei insbesondere in der Analyse möglicher Szenarien menschlichen Eindringens in Endlager sowie in der systematischen Gegenüberstellung und Bewertung unterschiedlicher Markierungsarten.