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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-01-01 - 2027-02-28
Die Nichtverbreitung von Kernmaterial und der langfristige Schutz von Mensch und Umwelt sind zentrale Aufgaben des nuklearen Regulierungsrahmens. Im Kontext der Endlagerung sind Safeguards-Maßnahmen erforderlich, um die Unversehrtheit und Unzugänglichkeit von Abfällen mit nuklearem Material verlässlich zu verifizieren. Das Vorhaben erfasst systematisch den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik zu Safeguards-Überwachungstechniken für Endlager und bereitet diesen auf, mit Schwerpunkt auf Technologien, die zur Überwachung von Endlagern eingesetzt werden können.
Darauf aufbauend werden die sicherheitstechnisch relevanten potenziellen Einflüsse dieser Überwachungsmaßnahmen auf das Endlagersystem qualitativ bewertet und den entsprechenden Einträgen in FEP-Katalogen (Features, Events, Processes) zugeordnet. Ziel ist es, eine Methodik zu entwickeln, mit der Safeguards-Überwachungsmaßnahmen in Verfahren der Langzeitsicherheitsanalyse integriert werden können. Dabei wird untersucht, welche sicherheitsbezogenen Aussagen in den einzelnen Schritten einer Sicherheitsanalyse möglich sind, wenn die Maßnahmen über FEP-Kataloge methodisch berücksichtigt werden.
Abschließend wird die entwickelte Methodik exemplarisch auf ausgewählte Safeguards-Überwachungsmaßnahmen sowie auf ein dokumentiertes Endlagersystem in einem spezifischen Wirtsgestein angewendet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-01-01 - 2027-12-31
Die sichere Endlagerung hochradioaktiver Abfälle ist eine vielschichtige technische, gesellschaftliche und kommunikative Aufgabe. Eine zentrale Frage lautet, wie geologische Endlager über Zehntausende von Jahren so gekennzeichnet werden können, dass zukünftige Generationen wirksam vor den Gefahren gewarnt werden und das Wissen über Standort, Zweck und Risiken erhalten bleibt. Diese Herausforderung berührt naturwissenschaftlich-technische, semiotische, rechtliche und soziokulturelle Dimensionen. Trotz intensiver internationaler Forschung bleiben zentrale Fragen offen: Welche Materialien und Gestaltungen sind über geologische Zeiträume stabil? Wie lässt sich Verständlichkeit trotz kulturellen Wandels sichern? Und wie können Markierungssysteme sinnvoll mit anderen Formen der Wissensbewahrung kombiniert werden? Der Beitrag der BOKU im Projekt liegt hierbei insbesondere in der Analyse möglicher Szenarien menschlichen Eindringens in Endlager sowie in der systematischen Gegenüberstellung und Bewertung unterschiedlicher Markierungsarten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2025-12-01 - 2026-12-31
Hochradioaktiver Abfall bleibt eine ungelöste Herausforderung, die der Menschheit langfristige Verpflichtungen auferlegt. Unter den verschiedenen Ansätzen, die zur Quantifizierung seiner Gefährlichkeit vorgeschlagen wurden, ist die Radiotoxizität auf der Grundlage einer potenziellen Aufnahme in den Körper als Maßstab für die Bewertung der Abfallsicherheit und den Vergleich von Entsorgungsstrategien weit verbreitet. Diese Arbeit gibt einen kurzen historischen Überblick darüber, wie Radiotoxizität bei der Bewertung von nuklearem Abfall angewendet wurde, und untersucht kritisch die Annahmen, die ihrer Darstellung zugrunde liegen. Indem wir diese Annahmen explizit machen, wollen wir verdeutlichen, wie Radiotoxizitätsmetriken die Wahrnehmung von Sicherheit beeinflussen.