Beanspruchung der Schieneninfrastruktur aufgrund von Eisenbahnkunstbauten
Methode: Experimentelle – Nichtlineare Numerische Verifikation Die Interaktion zwischen Tragwerken und Gleisen infolge von Anfahr- und Bremskräften und von Temperaturdifferenzenlängenänderungen zwischen Tragwerk und Oberbau verursachen unter anderem Schienenzwangsspannungen, welche nach den gültigen normspezifischen Nachweismodellen häufig Schienenauszugsvorrichtungen zur Folge haben. Auf Basis von zeitlich und räumlich umfangreichen messtechnisch erhobenen Daten an Mehrfeldbrückensystemen aus Stahl-, Stahlbeton- und Verbundtragwerken wird bei realen Tragwerken die reale Tragwerk-Schieneninteraktion rekonstruiert und die normspezifischen Nachweismodelle auf ihre Anwendungsgrenzen und den Anpassungsbedarf hin analysiert. In dieser Masterarbeit werden an einem existierenden nichtlinearen numerischen Modell die Effekte auf die Schienenspannungen der unterschiedlichen Lagerungsarten der Schienen auf den Brücken aus den Brückenbewegungen analysiert. Es werden aber auch die Beobachtungsdaten aus den Monitoringergebnissen herangezogen, um die realen Schienenspannungen- und die Schienenverschiebungen zu rekonstruieren. Diese Arbeit ist von hohem Interesse für Eisenbahninfrastrukturbetreiber, da die reale Abbildung der vorhandenen Schienenspannungen eine Entscheidungsbasis für die Anordnung von Schienenauszugsvorrichtungen bildet, welche mit zusätzlichen Wartungskosten und Lärmentwicklungen verbunden sind. Die Ausarbeitung der Masterarbeit erfolgt gemeinsam mit OEBB Infrastruktur im Zuge des Projektes MARGIT „Monitoring Basierte Lebenszyklusbewertung von Betonstrukturen“. Betreut durch: S. Karimi, A. Strauss University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna, A-1190, Austria. H. Kari OEBB, 1020 Wien, Austria.