736321 Umwelt- und Pflanzenschutzrecht


Art
Vorlesung
Semesterstunden
2
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Putz, Jasmin , Damjanovic, Dragana , Eisenberger, Iris
Organisation
Angeboten im Semester
Wintersemester 2019/20
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Deutsch

Lehrinhalt

Die Vorlesung bietet eine Einführung in die rechtlichen Grundlagen des Umweltschutzes und eine nähere Erörterung des Pflanzenschutzrechts.

Das Pflanzenschutzrecht umfasst rechtliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen (zB Feuerbrand, Maiswurzelbohrer) an Pflanzen und insbesondere Vorschriften über die Zulassung und den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln Dargestellt werden im Einzelnen: die Zuständigkeiten von EU und Mitgliedstaaten im Bereich des Pflanzenschutzrechts, die Entscheidungsfindung auf EU-Ebene (Organe, Mitentscheidungsverfahren, Delegierte Akte, Durchführungsakte, "Komitologie") und nationale Spielräume. Es wird das Verfahren über die Zulassung von Wirkstoffen und Pflanzenschutzmitteln (zB Glyphosat) auf unionsrechtlicher und nationaler Ebene behandelt. Besprochen werden zudem die Vorschriften betreffend die Einfuhr, Ausfuhr und Verbringung von Pflanzen in der Union, sowie die verschiedenen Pflanzenquarantänemaßnahmen. Außerdem wird die Organisation des Amtlichen Österreichischen Pflanzenschutzdienstes vermittelt.

Abgerundet wird die Lehrveranstaltung durch die Erörterung von Rechtsbereichen, die mit dem Pflanzenschutzrecht eng verknüpft sind: zB das Bodenschutzrecht, bei welchem ua der Einsatz von Düngemitteln behandelt wird, oder das Gentechnikrecht, bei welchem insbesondere die rechtlichen Grundlagen für die grüne Gentechnik relevant sind. Die GAP (Gemeinsame Agrarpolitik) hat ebenfalls einen Einfluss auf den Pflanzenschutzbereich: das Instrument der Betriebsprämie, Cross Compliance, ÖPUL und Integrierte Produktion werden erklärt.

Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

Es werden keine facheinschlägigen Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Lehrziel

Nach Abschluss der Lehrveranstaltung sind die Studierenden imstande:
- wesentliche Funktionen der Europäischen Union zu beschreiben, die Entscheidungsfindung auf EU-Ebene sowie das Zusammenwirken von Unions- und nationalem Recht zu erklären;
- Regelungen auf unions- und nationalrechtlicher Ebene in den Bereichen Pflanzenschutzmittel und Pflanzengesundheit zu verstehen;
- das Verfahren über die Zulassung von Wirkstoffen und Pflanzenschutzmitteln auf unions- und nationalrechtlicher Ebene zu skizzieren;
- die verschiedenen Rechtsinstrumente im Bereich der Schädlingsbekämpfung zu erörtern;
- grundlegende rechtliche Kenntnisse in den Bereichen Bodenschutz und Gentechnik wiederzugeben;
- spezifische rechtliche Regelungen im Rahmen der GAP (Gemeinsame Agrarpolitik) in Bezug auf Pflanzenschutz und Düngung zu erkennen;
- das erworbene rechtliche Wissen zur Beurteilung und Beantwortung praxisnaher Fragestellungen heranzuziehen.
Noch mehr Informationen zur Lehrveranstaltung, wie Termine oder Informationen zu Prüfungen, usw. finden Sie auf der Lehrveranstaltungsseite in BOKUonline.