737314 Land use and global change: Socio-ecological interactions (in Eng.)


Art
Vorlesung und Seminar
Semesterstunden
2
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Erb, Karlheinz , Haberl, Helmut
Organisation
Angeboten im Semester
Wintersemester 2020/21
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Englisch

Lehrinhalt

Die Landnutzung ist eine allgegenwärtige Triebkraft für globale Umweltveränderungen und trägt erheblich zum Klimawandel, zum Verlust der biologischen Vielfalt, zur Bodendegradation und zu vielen anderen ökologischen Beeinträchtigungen bei. Gleichzeitig stellen die Landökosysteme aber auch wichtige Ressourcen für die Gesellschaft bereit, wie Nahrungsmittel, Brennstoffe und Fasern, einschließlich wirksamer Mittel zur Eindämmung des Klimawandels, und stellen somit eine wichtige Grundlage für die Ernährungssicherheit und das menschliche Wohlergehen dar. Der Kurs führt in das wissenschaftliche Feld der Landsystemforschung im Kontext der Nachhaltigkeitswissenschaften und der Sozialen Ökologie ein. Er stellt die grundlegenden konzeptionellen Ansätze der sozial-ökologischen Landsystemforschung vor, wie z.B. die Konzepte des "sozialen Metabolismus" und der "Kolonisierung von Ökosystemen" mit besonderem Schwerpunkt auf ihrem Beitrag zu den vorherrschenden Forschungsgrenzen im Zusammenhang mit dem globalen Wandel und der Landnutzung. Der Kurs stellt Indikatorrahmen zur Bewertung der sozio-ökologischen Dimensionen der Landnutzung vor, untersucht Ansätze zum Zusammenhang von Landnutzung und Klimawandel sowie Landnutzung und Biodiversität. Ein zentrales Thema sind systemische Zusammenhänge, wie z.B. Trade-offs in den globalen Landsystemen, mit besonderem Schwerpunkt auf den Potenzialen und Vorbehalten, die sich auf die Bekämpfung des Klimawandels an Land beziehen. Im Seminar werden sozio-ökologische Ansätze der Landsystemwissenschaft vorgestellt, und auf der Grundlage von wegweisenden Forschungsartikeln und einflussreichen Berichten analysieren und präsentieren die Studenten Einsichten in den aktuellen Mainstream der Forschung einschließlich der vorherrschenden Forschungsgrenzen.

Lehrziel

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Lehrveranstaltung
•kennen die Studierenden die grundlegenden Konzepte, Theorien und Methoden der Landnutzungsforschung und der zentralen Beiträge der „Soziale Ökologie“ und ihrer Anwendung in der Nachhaltigkeitsforschung.
•sie verfügen über ein Grundverständnis von globaler Landnutzung und dessen Zusammenhang mit Umweltveränderungen im Kontext von Fragen nachhaltiger Entwicklung.
•sie verfügen über Kompetenzen, sozial-ökologische Konzepte und Methoden zur Analyse von Landnutzungsveränderungen, deren Antriebskräfte und Auswirkungen, anzuwenden und kritisch zu reflektieren.
•Verfügen die Studierenden über die Fähigkeit, aktuelle Forschungsliteratur, Politikdokumente und Sachstandsberichte kritisch zu lesen, zu analysieren, zu interpretieren und an Diskussionen über derartige Literatur konstruktiv und sachverständig teilzunehmen.
Noch mehr Informationen zur Lehrveranstaltung, wie Termine oder Informationen zu Prüfungen, usw. finden Sie auf der Lehrveranstaltungsseite in BOKUonline.