818053 Methoden und Konzepte der Risikoforschung II (in Eng.)


Art
Seminar
Semesterstunden
1
Vortragende/r (Mitwirkende/r)
Kromp, Wolfgang
Organisation
Angeboten im Semester
Sommersemester 2022
Unterrichts-/ Lehrsprachen
Deutsch

Lehrinhalt

Teil II dieser Vorlesung betrifft dieselben Themen wie Teil I, orientiert sich aber an weiteren Beispielen. Für ihr Verständnis wichtige, im Teil I behandelte Aspekte werden im Teil II wiederholt, weshalb Teil II unabhängig von Teil I besucht werden kann.
Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung werden in Fortführung des Stoffes des ersten Semesters ebenfalls Diskussionsrunden und Vorträge zu verschiedenen Themen der Risikowissenschaften veranstaltet. Thematisiert werden wieder vor allem Risiken vom Typus "Low probability - high consequences", darunter wieder vornehmlich "kollektive" Risiken, die die menschliche Gesellschaft in größeren Teilen oder als Ganzes zum Unterschied von "individuellen Risiken", die einzelne Personen oder Gruppierungen (wie Firmen) betreffen, ebenso wie Fragen der Wertung. Zur Diskussion steht unverändert, inwieweit bestimmte Risikoarten Zusammenhänge in einer Art Hierarchie bilden, voneinander abhängen oder einander bedingen: Weitere Verfolgung von Risikobeispielen , bei denen weitreichende negative Konsequenzen zu befürchten sind, wie solche von Natur- und Technikkatastrophen, Artenschwund, Klimawandel, Seuchen, Hunger, Krieg und Terror einerseits, sowie die Zunahme der Erdbevölkerung, die Zunahme des Ressourcenmangels und die Zunahme der Verteilungsungerechtigkeit andererseits.
Das Erfassen von Risiken der obigen Art erfordert besondere Methoden des Umgangs mit komplexen Systemen, wie beispielsweise anhand von Frederic Vesters biokybernetischem Denkansatz und Sensitivitätsmodell plausibel gemacht wird. Darüber hinaus wird versucht, riskante, Nachhaltigkeit und Resilienz unserer Zivilisation bedrohende Verhaltensweisen durch interdisziplinäre Betrachtungsweise, beispielsweise anhand von Erkenntnissen aus ethologischer und evolutionstheoretischer Forschung über den Menschen und seiner näheren Verwandten, verständlich zu machen. Diskutiert werden zum Zeitpunkt des Seminars im Sommersemester aktuell gewordene Beispiele.

Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)

Maturakenntnisse

Lehrziel

Vermehrung des Wissens und Verständnissens um in den Risikowissenschaften verwendeten Begriffe, Definitionen und Parameter sowie Schaffung von Einblicken in die Möglichkeiten und Grenzen der Ein- und Abschätzung von Risiken sowie Methoden zu deren Verringerung. Verständnis für die interdisziplinäre und auf den Menschen ausgerichtete Natur des Risikobegriffes
Noch mehr Informationen zur Lehrveranstaltung, wie Termine oder Informationen zu Prüfungen, usw. finden Sie auf der Lehrveranstaltungsseite in BOKUonline.