OEKB100210 Holzbiologie
- Art
- nicht prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
- Semesterstunden
- 3
- Vortragende/r (Mitwirkende/r)
- Rosner, Sabine
- Organisation
- Botanik
- Angeboten im Semester
- Sommersemester 2026
- Unterrichts-/ Lehrsprachen
- Deutsch
- Lehrinhalt
-
Die Vorlesung „Holzbiologie“ beginnt mit einem Statusbericht über unsere Wälder und Forstwirtschaft sowie über die Ansprüche der derzeit wirtschaftlich wichtigen Baumarten. Anschließend wird die entwicklungsgeschichtliche Entstehung von Holz besprochen und welche verschiedenen Bauprinzipien sich im Laufe der Evolution entwickelt haben. Diese Bauprinzipien - in Verbindung mit den biologischen Prozessen bei der Jahrringbildung, Holzalterung und Wundheilung- werden hinsichtlich ihrer physiologischen und biomechanischen Funktionalität für das Überleben eines Gehölzes bei Trockenheit, Überflutung, Frost, Sturm, mechanischen Verletzungen sowie bei Befall von Pathogenen und Fraßschädlingen analysiert. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die biologische Optimierung des Holzkörpers und der Rinde in den Ästen, dem Hauptstamm und den Wurzeln innerhalb eines Baumes gelegt, um die strukturelle Variabilität und sog. „Fehler“ des Werkstoffes Holz zu verstehen. Das Programm wird mit aktueller thematisch bezogener Literatur zum Thema „Globaler Wandel“ abgerundet.
- Inhaltliche Voraussetzungen (erwartete Kenntnisse)
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Kennstnisse in allgemeiner Botanik
- Lehrziel
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Absolvent*innen des Moduls können den Aufbau und die Funktionen verholzter pflanzlicher Gewebe beschreiben. Sie sind in der Lage die verschiedenen Bauprinzipien einer Pflanze, und im Besonderen des Holzes, hinsichtlich der biologischen Funktionen im lebenden Baum zu erklären. Absolvent*innen des Moduls können die funktionell bedingte Variabilität der Holzanatomie innerhalb eines Baumes und bei verschiedenen Gehölzarten als auch die Prozesse bei der Jahrringbildung, Holzalterung und Wundheilung beschreiben und deren Konsequenz für das Überleben nach abiotischen und biotischen Stresssituationen erläutern. Sie können mit diesem Wissen die Variabilität in der Holzqualität hinsichtlich Festigkeit, Quellen und Schwinden, Tränkbarkeit, Farbe und Dauerhaftigkeit sowie „Fehler“ auf biologischer Basis erklären. Nach erfolgreicher Absolvierung des gesamten Moduls (inkl. der Übungen!) können die Studierenden die wichtigsten einheimischen Holzarten und deren Eigenschaften sowie Verwendungsmöglichkeiten beschreiben, miteinander vergleichen und gegenüberstellen (kontrastieren) und dadurch die Vor- und Nachteile, Stärken und Schwächen einer jeden Holzart für bestimmte Verwendungszwecke schildern.
Die Absolvent*innen dieses Moduls kennen die biologischen Prozesse des Baumwachstums und die Auswirkungen auf den Rohstoff Holz. Sie können die wichtigsten einheimischen Holzarten identifizieren und mögliche biologische Modifikationen sowie Holzfehler analysieren und verfügen darüber hinaus über die fachliche Kompetenz die adäquate Verwendung einer Holzart für bestimmte Produkte zu finden.
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