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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-10-01 - 2022-09-30

Das Projekt PA³C³ untersucht das Potential von AgroVoltaics in Österreich im Kontext des Klimawandels. Es konzentriert sich auf die kombinierte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für die Produktion von Nahrungsmitteln/Futtermitteln und Solarstrom als Gegenmaßnahme zu zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels sowie auf die Maximierung der Flächennutzung. Die kommenden Jahrzehnte werden die Herausforderung darstellen, sowohl die steigende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten als auch die Stromversorgung zu decken, welche durch die veränderten Bedingungen aufgrund des Klimawandels erschwert wird. Der erwartete Anstieg der Durchschnittstemperatur, Austrocknungstendenzen gepaart mit extremen Niederschlagsereignissen und andere klimatische Veränderungen zwingen das landwirtschaftliche Management zur Anpassung. AgroVoltaik ist ein vielversprechender Weg zur Anpassung. Die elektrische Energie kann möglicherweise die reduzierte landwirtschaftliche Produktion von Produkten substituieren. Darüber hinaus können die Photovoltaikmodule einen positiven Effekt auf die darunter liegenden Pflanzen haben, z.B. die Verringerung der Sonneneinstrahlungsspitzen und des Bewässerungsbedarfs, was eine Gegenmaßnahme zu den negativen Auswirkungen des Klimawandels darstellt. Der Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung hat auch Auswirkungen auf die Umweltauswirkungen. Neben den agrartechnischen und wirtschaftlichen Herausforderungen eines sich ändernden Managements ist aufgrund der dezentralen Struktur von AgroVoltaics eine breite Beteiligung der Interessengruppen von entscheidender Bedeutung. Um diese komplexen Zusammenhänge zu untersuchen, kombiniert PA³C³ die wichtigen Aspekte für eine erfolgreiche Umsetzung von AgroVoltaics in Österreich. Zu diesem Zweck werden drei Szenarien erstellt: (1) unmodifiziertes landwirtschaftliches Management simuliert mit EPIC, (2) vollständige Substitution der Landwirtschaft durch Photovoltaik simuliert mit PV-GIS, (3) kombinierte Landnutzung, d.h. AgroVoltaics, untersucht mit einer Lebenszyklusanalyse. Die Szenarien werden für die Basisjahre 2020 und 2050 unter Berücksichtigung der prognostizierten Klimaauswirkungen verglichen. Da die Verlässlichkeit der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung stark von den lokalen Gegebenheiten abhängig ist, werden die Ergebnisse auf einem 500-Meter-Raster über Österreich aufgelöst, basierend auf GIS-Daten wie topographische Attribute, Bodenbeschaffenheit, aktuelle Bewirtschaftung, Wetterdaten, etc. Die Akzeptanz dieser Szenarien durch die Beteiligten wird mit einem "serious gaming"-Ansatz untersucht. Kombiniert man die Ergebnisse aller untersuchten Aspekte, kann das Potential für AgroVoltaics mit einer hohen geographischen Auflösung klassifiziert werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-01 - 2023-12-31

Die Digitalisierung in der Landwirtschaft vollzieht sich bereits in rasanter Geschwindigkeit: Immer mehr autonome Maschinen werden entwickelt und eingesetzt, maschinelle Lernalgorithmen werden für isolierte Aufgaben eingesetzt, Daten von Sensoren werden gesammelt und die Fernerkundung hilft bei der Entscheidungsfindung. In vielen Fällen geschieht dieser Digitalisierungsprozess stark getrieben von internationalen Unternehmen. Ziel dieses Projektes ist der Aufbau von zukunftsweisender Versuchsinfrastruktur im Rahmen von Digitalen Versuchsfarmen als „Digitale Zwillinge“, um die Forschung und Lehre auf internationalem Niveau etablieren zu können und um Lösungen zu erarbeiten, die als Referenz für die Partneruniversitäten und nachfolgende Nutzungen durch andere universitäre Einrichtungen dienen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-06-01 - 2022-05-31

Die Themen Kombinationshaltung/Laufstallhaltung /Weidehaltung werden sowohl in der biologischen als auch in der konventionellen Milchviehhaltung derzeit stark diskutiert. In speziellen Lebensmitte-leinzelhandelsmarken-Programmen (Bio-Zurück zum Ursprung (ZZU), Ja-Natürlich etc.) werden Zu-schläge nur mehr für Laufstall- oder Auslaufstallsysteme gezahlt bzw. werden dazu Fristen diskutiert. Vor allem im Berggebiet (Hanglage/kleine Betriebsgrößen etc.) setzen traditionellerweise viele Be-triebe derzeit auf Kombinationshaltung (Weide+Auslauf+vorübergehende Anbindehaltung) und stehen auf Grund der Marktsignale sowie den betrieblichen und betriebswirtschaftlichen Gegebenheiten vor sehr großen Herausforderungen. Die Verunsicherung ist hoch - Umbaulösungen sind kostspielig, müs-sen gut durchdacht werden und benötigen darüber hinaus auch betriebsindividuelle Lösungsansätze. Stallbaufirmen haben für diese kleinen Betriebe zumeist keine passenden kostengünstigen Lösungen bzw. können/wollen diese nicht bedienen. Auf der Offizialberatung lastet ein großer Druck und es müssen innovative Lösungen (Bau bzw. Betriebsentwicklung) gemeinsam mit Praxis, Beratung und Forschung gesucht werden. Auch ein Ausstieg aus der Milchviehhaltung ist auf manchen Betrieben ein Thema und muss zur Absicherung der Bewirtschaftung bzw. der Betriebe „gut überlegt und beglei-tet werden“. Das Projekt soll einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung dieser kleinbäuerlichen Be-triebe im benachteiligen Gebiet leisten, um die Multifunktionalität der Berglandwirtschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse des Projektes tragen zur wirtschaftlichen Absicherung und Modernisierung sowie zur Verbesserung der Tierhaltung bei und unterstützen die Betriebsentwicklung im Berggebiet. Ein Nicht-Ziel des Projektes ist die Abschaffung der verbesserten Kombinationshal-tung im Berggebiet.

Betreute Hochschulschriften