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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-06-01 - 2022-05-31

Die Themen Kombinationshaltung/Laufstallhaltung /Weidehaltung werden sowohl in der biologischen als auch in der konventionellen Milchviehhaltung derzeit stark diskutiert. In speziellen Lebensmitte-leinzelhandelsmarken-Programmen (Bio-Zurück zum Ursprung (ZZU), Ja-Natürlich etc.) werden Zu-schläge nur mehr für Laufstall- oder Auslaufstallsysteme gezahlt bzw. werden dazu Fristen diskutiert. Vor allem im Berggebiet (Hanglage/kleine Betriebsgrößen etc.) setzen traditionellerweise viele Be-triebe derzeit auf Kombinationshaltung (Weide+Auslauf+vorübergehende Anbindehaltung) und stehen auf Grund der Marktsignale sowie den betrieblichen und betriebswirtschaftlichen Gegebenheiten vor sehr großen Herausforderungen. Die Verunsicherung ist hoch - Umbaulösungen sind kostspielig, müs-sen gut durchdacht werden und benötigen darüber hinaus auch betriebsindividuelle Lösungsansätze. Stallbaufirmen haben für diese kleinen Betriebe zumeist keine passenden kostengünstigen Lösungen bzw. können/wollen diese nicht bedienen. Auf der Offizialberatung lastet ein großer Druck und es müssen innovative Lösungen (Bau bzw. Betriebsentwicklung) gemeinsam mit Praxis, Beratung und Forschung gesucht werden. Auch ein Ausstieg aus der Milchviehhaltung ist auf manchen Betrieben ein Thema und muss zur Absicherung der Bewirtschaftung bzw. der Betriebe „gut überlegt und beglei-tet werden“. Das Projekt soll einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung dieser kleinbäuerlichen Be-triebe im benachteiligen Gebiet leisten, um die Multifunktionalität der Berglandwirtschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse des Projektes tragen zur wirtschaftlichen Absicherung und Modernisierung sowie zur Verbesserung der Tierhaltung bei und unterstützen die Betriebsentwicklung im Berggebiet. Ein Nicht-Ziel des Projektes ist die Abschaffung der verbesserten Kombinationshal-tung im Berggebiet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-07-01 - 2021-06-30

Lenksysteme können im gleichen Umfang auch in anderen Bundesländern genutzt werden. Limitierende Faktoren sind hier die Mobilfunkabdeckung und mangelnder GPS-Empfang in Bergregionen. Auch die Feldgröße und die Mechanisierung fließen mit in das Einsparungspotential ein. Zusätzlich soll ein Überblick über die Verbreitung der Technik in Österreich geschaffen werden, um das Potential in der Landwirtschaft abzuschätzen. Diese länderspezifischen Faktoren sollen im Rahmen einer Masterarbeit recherchiert werden und für eine Einreichung bei der Österreichischen Energieagentur aufbereitet werden. In vorhergehenden Forschungsarbeiten wurde aufgezeigt, dass das Einsparungspotential von Lenksystemen abhängig von Arbeitsbreite, Feldform und der Fahrstrategie ist, weshalb dies mit einem sehr konservativen Einsparungsfaktor modelliert wurde. Um das Potential genauer zu erfassen, sollen auf Basis der bereits recherchierten Literaturwerte, auch AMA-Felddaten und die verwendeten Arbeitsbreiten in die Berechnung integriert werden. Dafür sollen feldspezifisch Befahrungsstrategien modelliert werden und darauf aufbauend das Einsparungspotential berechnet werden. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2018 zeigte, dass bei höheren Arbeitsbreiten und kleinen Schlägen der Nutzen von Lenkautomaten nur durch Teilbreitenschaltungen gegeben ist. Auf Basis des Modells können der Nutzung einer Teilbreitenschaltung modelliert werden und ein Einsparungspotential an Mineraldünger ermittelt werden. Eine Validierung der Modelle soll auf Basis von Spurplanungsdaten und Maschinendaten von ausgewählten LandwirtInnen erfolgen. Dabei sollen besonders abweichende Fahrstrategien aufgrund von Logistikrahmenbedingungen berücksichtig werden, um eine Modellabweichung abschätzen zu können. Die Einsparung an Mineraldüngern und Treibstoff bringt nicht nur ökonomische Vorteile, sondern bedingt auch einen Rückgang der Umweltauswirkungen. Eine geeignete Methode zur Erhebung dieses Potentials ist die Ökobilanzierung (engl. Life Cycle Assessment): Hierbei werden die potentiellen Ressourcenverbräuche und Umweltwirkungen eines Produkts oder Dienstleistung bewertet. Einsparungspotentiale werden z.B. in CO2-Äquivalenten (Einfluss auf den Treibhauseffekt und damit die Klimawirksamkeit), in Energie oder als Eutrophierungspotential (Überdüngungspotential) angegeben. Eine positive Wirkung von Lenksystemen/Teilbreitenschaltung lässt sich so wissenschaftlich belegen und kann damit als fundierte Entscheidungsgrundlage für das Ministerium in Bezug auf eine Förderstruktur dienen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2022-11-30

Digitalisierung nimmt in allen Bereichen des alltäglichen Lebens zunehmend eine sehr große Rolle ein und auch in der Landwirtschaft gewinnt sie stark an Bedeutung. Die Digitalisierung kann einen Beitrag leisten, um Herausforderungen, wie den Klimawandel oder steigende Anforderungen seitens der Gesetzgebung und der Gesellschaft, zu bewältigen und einen zunehmenden Kostendruck der landwirtschaftlichen Produktion auffangen zu können. Dabei spielen die Arbeitsbereiche Sensorik, Robotik, Automation und Künstliche Intelligenz eine wesentliche Rolle (BMEL, 2017). Das Projekt „DiLaAg – Digitalisierungs- und Innovationslabor in den Agrarwissenschaften“ mit Standort Tulln Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) verfolgt das Hauptziel, in einer Kooperation zwischen dem Forum Morgen Privatstiftung und der Universität für Bodenkultur Wien und deren KonsortialpartnernInnen Technische Universität Wien und Veterinärmedizinische Universität Wien einen wissenschaftlichen Nukleus im Bereich der Digitalisierung in der Landwirtschaft zu bilden, der sowohl die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch ein Doktorats Kolleg beinhaltet als auch eine Plattform für Forschung, Entwicklung, Ausbildung und Beratung im Bereich der Digitalisierung schafft (Innovationsplattform „Digital Agriculture Lab“), die auch dem interessierten Publikum offen steht und eine Begegnungsstätte für den gesellschaftlichen Diskurs zum Thema darstellen soll.

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