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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2024-05-01 - 2026-04-30

Durch angepasstes APV/LW Management/Produktion sowie die Förderung der Entwicklung artenreicher Habitatstrukturen können wertvolle, multifunktionale Ökosysteme geschaffen werden die gleichzeitig Energie erzeugen. Im Projekt sollen erstmals zwei Fallstudienbeispiele (EWS Sonnenfeld in Bruck/Leitha und Öko-Solar-Biotop Pöchlarn) von Agriphotovoltaik (APV), also Flächen auf welchen parallel eine landwirtschaftliche und Stromproduktion stattfindet, unter den gleichen Gesichtspunkten untersucht werden. Bereits vor dem Projekt vorhandene Messaufbauten werden harmonisiert, um eine größere Datengrundlage zu schaffen, was zu einer verbesserten Interpretation der Daten für die Praxis ermöglicht. Im Projekt werden zuerst mikroklimatische Parameter in beiden APV-Anlagen mit den unterschiedlichen Landnutzungsformen (Ackerbau, Obstbau und Grünland mit Beweidung) erfasst, die landwirtschaftliche Produktion auf Ackerland dokumentiert und optimiert und die Bewirtschaftung unter den PV-Modulen und eine Optimierung dieser im Projekt untersucht. Ein weiterer Fokus liegt auf der Untersuchung der Habitatstrukturen im Bereich von APV-Anlagen. bzw. von Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt und Biodiversität. Mittels Ökobilanz sollen die beiden Standorte bezüglich ihrer Umweltauswirkungen bewertet werden und Hotspots, also Prozesse, welche besonders zu Umweltauswirkungen beitragen, identifiziert werden. Durch die Abhaltung eines Workshops für relevante Stakeholder soll die Vernetzung innerhalb der APV-Community, aber auch der Erfahrungsaustausch gefördert werden. Schlussendlich sollen die Erkenntnisse des Projekts in einem Leitfaden bzw. einem Praxishandbuch festgehalten werden und unter anderem Handlungsempfehlungen für die Politik, Landwirt*innen und Energieunternehmen beinhalten. Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen wird das Projekt "SoLAgri" signifikant zu einer nachhaltigen, ressourceneffizienten und ökologisch ausgewogenen Entwicklung von APV-Anlagen in Österreich beitragen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2023-09-01 - 2024-06-30

Das Ziel der Untersuchung ist es, jene Biogasanlagen zu ermitteln, welche regional verfügbare biogene Rest- und Abfallstoffe nutzen könnten und bei denen eine gleichzeitig eine Biomethan-Produktion durch entsprechende Nähe zum Gasnetz möglich wäre. Es sollen anhand von drei bis vier Modellregionen in Österreich die Biogasanlagendaten erhoben und die verfügbaren und realisierbaren Potentiale an biogenen Rest- und Abfallstoffen auf Gemeinde- sowie auf Schlagebene ermittelt werden. Des Weiteren wird eine Erhebung für die Nutzung als Biomethan sowie eine möglichen Gaseinspeisung erfolgen. Das Konzept soll so ausgearbeitet sein, dass es sich auf alle österreichischen Regionen übertragen lässt. Mit der Geoinformationssoftware QGIS soll ein graphisches Modell entwickelt werden, das als Ergebnis eine visuelle Darstellung der in Frage kommenden Biogasanlagen anzeigt und sich ebenso auf andere Regionen übertragbar lässt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2023-02-01 - 2024-10-31

Teilprojekt A) Machbarkeitsstudie zur Erfassung der Fleischqualität mittels Kameramethode im Routinebetrieb von Schlachthöfen bei Rindern in Österreich: Das Fleckvieh ist die häufigste Rinderrasse in Österreich. Aufgrund ihrer Doppelnutzungseignung sind sowohl Milch- als auch Fleischleistungsmerkmale im Zuchtziel inkludiert. Merkmale zur Fleischqualität werden im Zuchtziel aktuell allerdings nicht berücksichtigt. Der begrenzende Faktor hierfür ist die limitierte Verfügbarkeit geeigneter Informationen der jeweiligen Phänotypen. Ziel dieses Projektes ist die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur Routineerhebung von Fleischqualität bei Rindern mittels Kameramethode im Schlachthof. Dabei wird eine Logistik bzw. Ablaufkette zur Erhebung der Fleischqualität mit Kamerametode im Routinebetrieb erarbeitet, sowie eine bereits am Markt verfügbare Hyperspektralkamera zur Erhebung von Fleischqualitätsmerkmalen (Marmorierungsklasse, Fleisch- und Fettfarbe, Rückenmuskelfläche) für österreichische Bedingungen getestet. Basierend auf den Forschungsergebnissen wird eine Empfehlung zur Routineerhebung von Fleischqualitätsmerkmalen am Schlachthof mit Kameramethode erstellt, die Rinderzuchtorganisationen und Fleischkontrollstellen als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Entwicklungen in diesem Bereich dient. Teilprojekt B) Bewirtschaftung von Agri-Photovoltaik-Anlagen Unter APV versteht man die Kombination von landwirtschaftlicher Produktion und Energieproduktion mittels Photovoltaik. Im Gegensatz zu PV-Freiflächenanlagen soll dabei die landwirtschaftliche Produktion weiterhin ermöglicht werden, wobei angestrebt werden soll, dass zumindest 70% der Erträge im Vergleich zu den Erträgen vor der Installation der APV-Anlage erzielt werden. Die Bewirtschaftung von Flächen mit APV ist aufgrund der technischen Einrichtungen am Feld herausfordernder. Insbesondere die Bewirtschaftung der Bereiche unter den PV-Modulen bedarf einer präzisen Arbeitsweise, um Beschädigungen an diesen sowie an Geräten und Maschinen zu vermeiden. Daher ist der Einsatz von GPS gestützten Systemen von Vorteil. Mithilfe moderner digitaler Methoden sollen einfache Lösungskonzepte geboten werden, welche auch leicht in einen Betrieb integriert werden können. Im Rahmen des Projektes sollen in einem ersten Schritt verfahrenstechnische Parameter erhoben werden, inwieweit sich eine Bewirtschaftung einer APV-Anlage im Vergleich zu unbebautem Ackerland unterscheidet. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf Parametern, welche eine möglichst effiziente Bewirtschaftung der Fläche ermöglichen. In einem zweiten Schritt wird eine verfahrenstechnische Optimierung der Bewirtschaftung entwickelt, wobei das Potential der vorhandenen landwirtschaftlichen Geräte im Bezug auf Automatisierung und Landwirtschaft 4.0 möglichst vollständig ausgenutzt werden soll. Aus den Ergebnissen sollen weitere Optimierungen einer Bewirtschaftung zwischen als auch unter den PV-Modulen abgeleitet und ansatzweise umgesetzt werden.

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