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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-02-12 - 2020-02-11

Das Unternehmen FERAGEN GmbH trat mit dem Institut für Nutztierwissenschaften in Kontakt um eine Erweiterung bioinformatischer Analysen basierend SNP-Markern (Single Nucleotide Polymorphisms) beim Hund zu testen und wissenschaftlich auf ihre Validität zu prüfen. Erste Analysen von solchen SNP-Arrays bei Hunden wurden bereits im Jahr 2016 mit einem Innovationsscheck, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nutztierwissenschaften, abgeschlossen. Da sich die Anforderungen in der Hundezucht ebenso weiterentwickeln, wie der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn in der Tierzucht, sollen weitere wichtige und bioinformatische Analysen auf ihre Funktionalität und einen möglichen praktischen Einsatz in der modernen Hundezucht, getestet werden. Das Institut für Nutztierwissenschaften verfügt über eine hervorragende Expertise im Bereich der Tierzucht und soll dementsprechend die wissenschaftliche Evaluierung der verschiedenen bioinformatischen Auswertungen basierend auf DNA Daten übernehmen. Der sich daraus ergebende Nutzen für das Unternehmen liegt ganz klar darin, sollte sich die Praktikabilität der Auswertung im Zuge dieses Projektes bestätigen, besteht erstmalig die Möglichkeit detaillierte Informationen zum genetischen Status eines zu erheben und diese sinnvoll in einem zukunftsorientierten, innovativen und DNA-basierten Zuchtmanagement einzusetzen. Solche Verfahren sind gerade in der Hundezucht von wesentlicher Bedeutung und langfristig betrachtet unumgänglich für den Erhalt und der Gesundheit von Rassehunden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2021-09-30

Für alle Schaf- und Ziegenrassen, für die bereits jetzt eine Routinezuchtwertschätzung durchgeführt wird und die damit eine entsprechende Populationsgröße aufweisen, wird eine Zuchtwertschätzung für Nutzungsdauer entwickelt. Für Milchschafe und Milchziegen erfolgt dies in Anlehnung an die Routinezuchtwertschätzung beim Milchrind; für Fleisch-, Berg- und Landschafrassen sowie für weitere Ziegenrassen müssen jedoch unterschiedliche Definitionen der leistungsbedingten Merzung berücksichtigt bzw. erarbeitet werden. In einem weiteren Schritt wird auch eine Zuchtwertschätzung für Merkmale der linearen Beschreibung für die Rassen Gämsfärbige Gebirgsziege, Saanenziege, Tiroler Bergschaf, Merinoland und Jura entwickelt. Die Schätzung der genetischen Korrelationen zwischen Nutzungsdauer und Merkmalen der linearen Beschreibung sowie zu anderen Merkmalen, für die bereits Zuchtwerte geschätzt werden, wird auf der im Rahmen eines Vorgängerprojektes erarbeiteten Methodik, Verwendung von deregressierten Zuchtwerten bzw. yield deviations, beruhen. Ausgewählte Merkmale der linearen Beschreibung können auch als Hilfsmerkmale für die Nutzungsdauer fungieren. In einem letzten Schritt erfolgen Zuchtfortschrittsberechnungen um die Basis für die neuen Gewichtungen der Merkmale im Fitnesswert sowie im Gesamtzuchtwert zu liefern. Folgende Hypothesen werden u.a. untersucht: - Der Gesamtzuchtwert als mathematische Definition des Zuchtziels kann bei Schaf- und Ziegenrassen durch Berücksichtigung der Nutzungsdauer deutlich verbessert werden - Merkmale der linearen Beschreibung weisen eine höhere Objektivität gegenüber Merkmalen, die mit Wertnoten beschrieben wurden, auf. Sie eignen sich daher besser für die Zuchtwertschätzung und können auch als Hilfsmerkmale für die Nutzungsdauer bzw. zukünftig auch für andere Merkmale (z.B. Eutergesundheit) genutzt werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2022-09-30

Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die massive und diverse Menge an Daten, die an den landwirtschaftlichen Betriebstätten und den nachgelagerten Verarbeitungsstufen der Milchkette theoretisch bereit stehen, a) zu erfassen, b) zusammenzuführen und zu integrieren, c) komplexen, fortgeschrittenen Analysen zu unterziehen und d) die aus der Analyse gewonnenen Informationen einer umfassenden Nutzung im Sinne eines, wenn möglich und sinnvoll sogar automatisierten Decision Supports durch vielschichtige neue und innovative Anwendungen zuzuführen. Oberste Priorität im Projekt hat die Schaffung von Mehrwert für die Optimierung verschiedener Prozesse basierend auf Daten aus neuen Technologien in der Milchwirtschaft in Österreich. Durch Weiterentwicklung und Erschließung von neuen Datenquellen wird ein integrierter Datenpool geschaffen, aus dem mit neuen Analysemethoden und digitalen Technologien Risikofaktoren für die Entstehung von Erkrankungen erforscht, Parameter für die Früherkennung als auch Qualitätssicherungskonzepte entwickelt werden. Digitale Werkzeuge zur Unterstützung der Landwirte, Tierärzte und Berater und weiterer Stakeholder bei der Optimierung der Produktionsumwelt mit dem Fokus auf verbesserte Tiergesundheit und Tierwohl, Reduktion des Antibiotikaeinsatzes und der damit einhergehenden Resistenzen als auch zur Positionierung der österreichischen Milchwirtschaft werden entwickelt. Das Projekt basiert auf folgendem Konzept: • Digitalisierung: Optimierung der Produktionsprozesse in der Milchwirtschaft entlang der Wertschöpfungskette bei Nutzung der neuen digitalen Möglichkeiten • Datenintegration: Integration von Daten am Betrieb und weiterer Integration von externen Daten mit dem Ziel der Schaffung von aussagekräftigen Tools für die Vorsorge und Produktionssteuerung, Qualitätssicherung aber auch zur Arbeitserleichterung. • Detection (Entdeckung): Mit neuen Methoden (Big-Data-Analysen) und Analysenergebnissen (Infrarot-Spektren der Milch, Resistenzuntersuchungen) können Daten zur Erforschung von Risikofaktoren genutzt und aussagekräftige Parametern zur Früherkennung von Erkrankungen abgeleitet werden • Decision making (Unterstützung für Entscheidungsfindung): Daten basierte Entscheidungshilfen werden entwickelt; zB elektronischer Vorschlag, ob eine Behandlung mit Antibiotika nötig ist (Datengrundlage zur Erregerstatus am Betrieb, Krankengeschichte des Tiers, Umweltfaktoren, etc. werden elektronisch aufbereitet und ein Vorschlag für den Tierarzt erstellt).

Betreute Hochschulschriften