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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-01 - 2021-12-31

Das Projekt beinhaltet die Analyse von Minderungspotenzialen, die für Treibhausgas- und Luftschadstoff- Emissionen aus der Nutztierhaltung unter besonderer Berücksichtigung ernährungsbezogener Faktoren realisiert werden können. Neben einer Optimierung von Fütterungsaspekten sind vor allem auch eine Steigerung der Nährstoffeffizienz sowie eine Reduktion der Ausscheidungen an Stickstoff und potenziell flüchtigen Kohlenstoffverbindungen relevant. Konkret geht es um die Ermittlung valider und repräsentativer Aktivitätsdaten zu Fütterung und Ausscheidungen und um dazupassende und dem aktuellen Stand der Wissenschaft und der internationalen Abkommen (Richtlinien) entsprechende Berechnungsmethoden und Emissionsfaktoren. Methodisch stützt sich das geplante Vorhaben auf die Zusammenführung verschiedener Datengrundlagen und eine anschließende Modellierung der Minderungspotenziale nach Emissions-Stoffgruppen und Maßnahmen(paketen). Eine konsolidierte Datenbasis berücksichtigt u.a. diverse internationale und nationale Richtlinien zur Ermittlung von Emissionen und inkludiert nationale statistische Daten, nationale und internationale Fachliteratur, repräsentative Daten von Erzeugerverbänden, von Futtermittelanalysen und von Rationsberechnungen für Praxisbetriebe durch Konsortialpartner der Futtermittelwirtschaft (Fa. Fixkraft). Diese Datenbasis kann im Bedarfsfall durch Experteninterviews mit u.a. mit den Fütterungsberatern der Landwirtschaftskammern, Arbeitskreis-Betreuer/inne/n und zusätzliche Datenerhebungen auf landwirtschaftlichen Betrieben erweitert werden. Erwartete Ergebnisse umfassen aktualisierte, repräsentative und valide Werte zu aufgenommenen Stickstoff (N)- und Futterenergiemengen, ausgeschiedenen N-Mengen (nitrogen excreted, Nex) und ausgeschiedenen Mengen an potenziell flüchtigen Kohlenstoffverbindungen (volatile solids excreted, VSex). Minderungspotenziale für NH3-, NOX-, N2O- und CH4-Emissionen aus Wirtschaftsdüngeranfall und enterogener Fermentation werden abgeschätzt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-02-12 - 2020-02-11

Das Unternehmen FERAGEN GmbH trat mit dem Institut für Nutztierwissenschaften in Kontakt um eine Erweiterung bioinformatischer Analysen basierend SNP-Markern (Single Nucleotide Polymorphisms) beim Hund zu testen und wissenschaftlich auf ihre Validität zu prüfen. Erste Analysen von solchen SNP-Arrays bei Hunden wurden bereits im Jahr 2016 mit einem Innovationsscheck, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nutztierwissenschaften, abgeschlossen. Da sich die Anforderungen in der Hundezucht ebenso weiterentwickeln, wie der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn in der Tierzucht, sollen weitere wichtige und bioinformatische Analysen auf ihre Funktionalität und einen möglichen praktischen Einsatz in der modernen Hundezucht, getestet werden. Das Institut für Nutztierwissenschaften verfügt über eine hervorragende Expertise im Bereich der Tierzucht und soll dementsprechend die wissenschaftliche Evaluierung der verschiedenen bioinformatischen Auswertungen basierend auf DNA Daten übernehmen. Der sich daraus ergebende Nutzen für das Unternehmen liegt ganz klar darin, sollte sich die Praktikabilität der Auswertung im Zuge dieses Projektes bestätigen, besteht erstmalig die Möglichkeit detaillierte Informationen zum genetischen Status eines zu erheben und diese sinnvoll in einem zukunftsorientierten, innovativen und DNA-basierten Zuchtmanagement einzusetzen. Solche Verfahren sind gerade in der Hundezucht von wesentlicher Bedeutung und langfristig betrachtet unumgänglich für den Erhalt und der Gesundheit von Rassehunden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2021-09-30

Für alle Schaf- und Ziegenrassen, für die bereits jetzt eine Routinezuchtwertschätzung durchgeführt wird und die damit eine entsprechende Populationsgröße aufweisen, wird eine Zuchtwertschätzung für Nutzungsdauer entwickelt. Für Milchschafe und Milchziegen erfolgt dies in Anlehnung an die Routinezuchtwertschätzung beim Milchrind; für Fleisch-, Berg- und Landschafrassen sowie für weitere Ziegenrassen müssen jedoch unterschiedliche Definitionen der leistungsbedingten Merzung berücksichtigt bzw. erarbeitet werden. In einem weiteren Schritt wird auch eine Zuchtwertschätzung für Merkmale der linearen Beschreibung für die Rassen Gämsfärbige Gebirgsziege, Saanenziege, Tiroler Bergschaf, Merinoland und Jura entwickelt. Die Schätzung der genetischen Korrelationen zwischen Nutzungsdauer und Merkmalen der linearen Beschreibung sowie zu anderen Merkmalen, für die bereits Zuchtwerte geschätzt werden, wird auf der im Rahmen eines Vorgängerprojektes erarbeiteten Methodik, Verwendung von deregressierten Zuchtwerten bzw. yield deviations, beruhen. Ausgewählte Merkmale der linearen Beschreibung können auch als Hilfsmerkmale für die Nutzungsdauer fungieren. In einem letzten Schritt erfolgen Zuchtfortschrittsberechnungen um die Basis für die neuen Gewichtungen der Merkmale im Fitnesswert sowie im Gesamtzuchtwert zu liefern. Folgende Hypothesen werden u.a. untersucht: - Der Gesamtzuchtwert als mathematische Definition des Zuchtziels kann bei Schaf- und Ziegenrassen durch Berücksichtigung der Nutzungsdauer deutlich verbessert werden - Merkmale der linearen Beschreibung weisen eine höhere Objektivität gegenüber Merkmalen, die mit Wertnoten beschrieben wurden, auf. Sie eignen sich daher besser für die Zuchtwertschätzung und können auch als Hilfsmerkmale für die Nutzungsdauer bzw. zukünftig auch für andere Merkmale (z.B. Eutergesundheit) genutzt werden.

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