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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-05-14 - 2023-05-13

Das Anliegen des Auftraggebers Salzburg Milch GmbH bezüglich einer Ökobilanzierung ihrer Haupt-Milchsorten und einer Bewertung der Ökosystemleistungen der zuliefernden milchviehhaltenden Betriebe wurde vorab in einigen Besprechungen gemeinsam erörtert. Mit dem vorliegenden Projekt sollte dieses Anliegen wissenschaftlich fundiert umgesetzt werden. Das Projekt mit besonderem Forschungsinteresse beim Auftragnehmer hinsichtlich Bearbeitung der Forschungsfragen zu Ökosystemleistungen und deren Implementierung in Ökobilanzen wird in ein Dissertationsprojekt eingebettet. Neben der Berechnung von Umweltwirkungen in Wirkungskategorien wie Treibhausgasemissionspotenzial oder Versauerungspotential für die (Roh-) Milchsorten der Salzburg Milch und für teilnehmende Betriebe sowie neben der Identifikation von Optimierungsmaßnahmen im Bereich der Rohmilcherzeugung werden auch Umweltwirkungen in der Molkerei bis hin zum Handel abgeschätzt. Für die Rohmilcherzeugung werden internationale Referenz-Milchproduktionssysteme (Deutschland, Dänemark) recherchiert und deren Umweltwirkungen modelliert. Der Projektschwerpunkt liegt in der Ermittlung geeigneter Methoden zu betrieblichen sowie Milchsorten-spezifischen Vorteilen bei Ökosystemleistungen. Solche Ökosystemleistungen sind neben der Bereitstellung der Haupt- und Nebenprodukte Milch, Rindfleisch, Kälber oder Wirtschaftsdünger vor allem im Bereich der regulierenden und erhaltenden Funktionen (Boden- und Wasserschutz, Kohlenstoffspeicherung, Bereitstellung sauberes Trinkwasser, Bestäubung, biolog. Schädlingskontrolle, Stickstofffixierung, etc.) und in kulturellen Leistungen (Landschaftsästhetik und Erholungswert in der Natur, usw.) zu finden Zur Absicherung der entwickelten und angewendeten Methoden und deren Ergebnisse wird eine wissenschaftliche Publikation in einem internationalen (englischsprachigen) Journal mit externer Evaluierung ("peer review") erstellt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-04-15 - 2021-08-14

Das Anliegen des Auftraggebers ZuchtData ist die Entwicklung eines Konzepts für eine Analysemethode, die den schon entwickelten "Effizienz-Check" um die Bewertung von Umweltwirkungen der Milcherzeugung erweitert. Im Forschungsprojekt wird daher ein Konzept für eine neue, aufwandsreduzierte Umweltwirkungs-Berechnungsmethode entwickelt und in einer MS Excel-Anwendung umgesetzt. Die Entwicklung der Methode erfolgt auf der Basis von Vorarbeiten beim Auftragnehmer und dem Auftraggeber (Ökobilanzmodelle und -auswertungen beim Auftragnehmer, Forschungsprojekt „Efficient cow“ sowie Modul „Effizienz-Check“ der ZuchtData). Die Methode wird so konzipiert, dass vorhandene Daten rinderhaltender Betriebe (im Rinderdatenverbund RDV erfasst) bestmöglich genutzt werden und um zusätzliche Daten für eine Analyse und Bewertung von Umweltwirkungen, v.a. in den Bereichen Tierhaltung und hofeigene Futterbereitstellung, ergänzt werden. Berechnungsmethoden, Algorithmen und Emissionsfaktoren werden so gewählt, dass teilnehmende milchviehhaltende Betriebe ohne großen Aufwand für die Betriebsleiter analysiert und bewertet werden können. Weiters wird im Projekt die neue, aufwandsreduzierte Berechnungsmethode mit einer hinsichtlich Datenbedarf umfangreicheren, detaillierteren Berechnungsmethode (teil-) validiert. Darüber hinaus wird neben einem Projektbericht ein Tagungsbeitrag erstellt, sodass noch während oder nach Abschluss des Projektes die neu entwickelte Berechnungsmethode in der wissenschaftlichen Gemeinschaft diskutiert werden kann.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-10-01 - 2024-09-30

Die Agrarsysteme in Europa stehen vor Herausforderungen in Bezug auf die wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Leistungsfähigkeit. Angesichts des Klimawandels ist es notwendig, die Widerstandsfähigkeit der europäischen landwirtschaftlichen Produktionssysteme zu stärken und gleichzeitig die Effizienz der Produktion im Hinblick auf die Nutzung von Ressourcen wie Wasser, Nährstoffen, Land und Ökosystemleistungen zu gewährleisten - und so ein Gleichgewicht und Synergien zwischen Effizienz und Widerstandsfähigkeit zu schaffen. Es wird erwartet, dass mehr gemischte Landwirtschafts- und Agroforstsysteme (MiFAS) Teil der Lösung sein könnten und erforscht werden sollten. Aus einer ganzheitlichen Perspektive definieren wir Effizienz als die Fähigkeit, gleichzeitig die Produktion zu steigern, den Einsatz von Betriebsmitteln zu verringern und die ökologischen und sozialen Auswirkungen zu reduzieren. Dabei berücksichtigen wir auch die Auswirkungen von Schocks und Belastungen, um die Robustheit von Systemen einschließlich der Anpassungs- und Transformationsfähigkeit zu beurteilen. Wir definieren die Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Systeme als ihre Fähigkeit, die Bereitstellung von Systemfunktionen angesichts zunehmend komplexer und sich akkumulierender wirtschaftlicher, sozialer, ökologischer und institutioneller Schocks und Belastungen durch Kapazitäten der Robustheit, Anpassungsfähigkeit und Transformationsfähigkeit zu gewährleisten. Effizienz und Widerstandsfähigkeit müssen mit den Bäuerinnen bzw. Bauern und in den Kontexten entwickelt werden, in denen landwirtschaftliche Betriebe, bäuerliche Organisationen, Dienstleistungsanbieter und Akteur*innen der Wertschöpfungskette tätig sind. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, die Entwicklung von europäischen gemischten Landwirtschafts- und Agroforstsystemen (MiFAS) voranzutreiben, die Effizienz und Ressourcennutzung zu optimieren, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel aufzuweisen. Dafür müssen agronomische, technische, ökologische, wirtschaftliche, institutionelle, infrastrukturelle und soziale Vorteile und Einschränkungen berücksichtigt werden. Durch einen Multi-Akteur*innen- und transdisziplinären Ansatz wird das Projekt die erwarteten Resultate erzielen, indem es die spezifischen Ziele erreicht, die unter vier Hauptthemen organisiert sind: 1) Gemeinsame Schaffung von Wissen und Innovationen für verbesserte gemischte Landwirtschafts- und Agroforstsysteme (MiFAS); 2) Entwicklung und Bewertung von MiFAS; 3) Entscheidungsunterstützung für MiFAS; 4) Verbreitung und Kommunikation.

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