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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-10-01 - 2024-09-30

Die Agrarsysteme in Europa stehen vor Herausforderungen in Bezug auf die wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Leistungsfähigkeit. Angesichts des Klimawandels ist es notwendig, die Widerstandsfähigkeit der europäischen landwirtschaftlichen Produktionssysteme zu stärken und gleichzeitig die Effizienz der Produktion im Hinblick auf die Nutzung von Ressourcen wie Wasser, Nährstoffen, Land und Ökosystemleistungen zu gewährleisten - und so ein Gleichgewicht und Synergien zwischen Effizienz und Widerstandsfähigkeit zu schaffen. Es wird erwartet, dass mehr gemischte Landwirtschafts- und Agroforstsysteme (MiFAS) Teil der Lösung sein könnten und erforscht werden sollten. Aus einer ganzheitlichen Perspektive definieren wir Effizienz als die Fähigkeit, gleichzeitig die Produktion zu steigern, den Einsatz von Betriebsmitteln zu verringern und die ökologischen und sozialen Auswirkungen zu reduzieren. Dabei berücksichtigen wir auch die Auswirkungen von Schocks und Belastungen, um die Robustheit von Systemen einschließlich der Anpassungs- und Transformationsfähigkeit zu beurteilen. Wir definieren die Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Systeme als ihre Fähigkeit, die Bereitstellung von Systemfunktionen angesichts zunehmend komplexer und sich akkumulierender wirtschaftlicher, sozialer, ökologischer und institutioneller Schocks und Belastungen durch Kapazitäten der Robustheit, Anpassungsfähigkeit und Transformationsfähigkeit zu gewährleisten. Effizienz und Widerstandsfähigkeit müssen mit den Bäuerinnen bzw. Bauern und in den Kontexten entwickelt werden, in denen landwirtschaftliche Betriebe, bäuerliche Organisationen, Dienstleistungsanbieter und Akteur*innen der Wertschöpfungskette tätig sind. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, die Entwicklung von europäischen gemischten Landwirtschafts- und Agroforstsystemen (MiFAS) voranzutreiben, die Effizienz und Ressourcennutzung zu optimieren, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel aufzuweisen. Dafür müssen agronomische, technische, ökologische, wirtschaftliche, institutionelle, infrastrukturelle und soziale Vorteile und Einschränkungen berücksichtigt werden. Durch einen Multi-Akteur*innen- und transdisziplinären Ansatz wird das Projekt die erwarteten Resultate erzielen, indem es die spezifischen Ziele erreicht, die unter vier Hauptthemen organisiert sind: 1) Gemeinsame Schaffung von Wissen und Innovationen für verbesserte gemischte Landwirtschafts- und Agroforstsysteme (MiFAS); 2) Entwicklung und Bewertung von MiFAS; 3) Entscheidungsunterstützung für MiFAS; 4) Verbreitung und Kommunikation.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-01 - 2021-12-31

Das Projekt beinhaltet die Analyse von Minderungspotenzialen, die für Treibhausgas- und Luftschadstoff- Emissionen aus der Nutztierhaltung unter besonderer Berücksichtigung ernährungsbezogener Faktoren realisiert werden können. Neben einer Optimierung von Fütterungsaspekten sind vor allem auch eine Steigerung der Nährstoffeffizienz sowie eine Reduktion der Ausscheidungen an Stickstoff und potenziell flüchtigen Kohlenstoffverbindungen relevant. Konkret geht es um die Ermittlung valider und repräsentativer Aktivitätsdaten zu Fütterung und Ausscheidungen und um dazupassende und dem aktuellen Stand der Wissenschaft und der internationalen Abkommen (Richtlinien) entsprechende Berechnungsmethoden und Emissionsfaktoren. Methodisch stützt sich das geplante Vorhaben auf die Zusammenführung verschiedener Datengrundlagen und eine anschließende Modellierung der Minderungspotenziale nach Emissions-Stoffgruppen und Maßnahmen(paketen). Eine konsolidierte Datenbasis berücksichtigt u.a. diverse internationale und nationale Richtlinien zur Ermittlung von Emissionen und inkludiert nationale statistische Daten, nationale und internationale Fachliteratur, repräsentative Daten von Erzeugerverbänden, von Futtermittelanalysen und von Rationsberechnungen für Praxisbetriebe durch Konsortialpartner der Futtermittelwirtschaft (Fa. Fixkraft). Diese Datenbasis kann im Bedarfsfall durch Experteninterviews mit u.a. mit den Fütterungsberatern der Landwirtschaftskammern, Arbeitskreis-Betreuer/inne/n und zusätzliche Datenerhebungen auf landwirtschaftlichen Betrieben erweitert werden. Erwartete Ergebnisse umfassen aktualisierte, repräsentative und valide Werte zu aufgenommenen Stickstoff (N)- und Futterenergiemengen, ausgeschiedenen N-Mengen (nitrogen excreted, Nex) und ausgeschiedenen Mengen an potenziell flüchtigen Kohlenstoffverbindungen (volatile solids excreted, VSex). Minderungspotenziale für NH3-, NOX-, N2O- und CH4-Emissionen aus Wirtschaftsdüngeranfall und enterogener Fermentation werden abgeschätzt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-02-12 - 2020-02-11

Das Unternehmen FERAGEN GmbH trat mit dem Institut für Nutztierwissenschaften in Kontakt um eine Erweiterung bioinformatischer Analysen basierend SNP-Markern (Single Nucleotide Polymorphisms) beim Hund zu testen und wissenschaftlich auf ihre Validität zu prüfen. Erste Analysen von solchen SNP-Arrays bei Hunden wurden bereits im Jahr 2016 mit einem Innovationsscheck, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nutztierwissenschaften, abgeschlossen. Da sich die Anforderungen in der Hundezucht ebenso weiterentwickeln, wie der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn in der Tierzucht, sollen weitere wichtige und bioinformatische Analysen auf ihre Funktionalität und einen möglichen praktischen Einsatz in der modernen Hundezucht, getestet werden. Das Institut für Nutztierwissenschaften verfügt über eine hervorragende Expertise im Bereich der Tierzucht und soll dementsprechend die wissenschaftliche Evaluierung der verschiedenen bioinformatischen Auswertungen basierend auf DNA Daten übernehmen. Der sich daraus ergebende Nutzen für das Unternehmen liegt ganz klar darin, sollte sich die Praktikabilität der Auswertung im Zuge dieses Projektes bestätigen, besteht erstmalig die Möglichkeit detaillierte Informationen zum genetischen Status eines zu erheben und diese sinnvoll in einem zukunftsorientierten, innovativen und DNA-basierten Zuchtmanagement einzusetzen. Solche Verfahren sind gerade in der Hundezucht von wesentlicher Bedeutung und langfristig betrachtet unumgänglich für den Erhalt und der Gesundheit von Rassehunden.

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