Die Forschung im Bereich der Pflanzenökophysiologie reicht bis zu den Anfängen der BOKU zurück und konzentriert sich seit jeher auf den Wasserhaushalt der Pflanzen. Darüber hinaus untersuchen wir die Pflanzenstruktur (Anatomie) und können so den Zusammenhang zwischen Struktur und Funktion sehr eingehend erforschen. Das Verständnis der physiologischen und strukturellen Anpassungen von Pflanzen an die Umwelt sowie der Auswirkungen von Umweltstress auf die Leistungsfähigkeit der Pflanzen ist angesichts des Klimawandels von großer Bedeutung und trägt ganz allgemein zum Verständnis und zum Umgang mit Pflanzen und Ökosystemen bei.

 

Im Laufe der Jahre haben wir Methoden zur Messung des Wasserhaushalts von Pflanzen verbessert und weiterentwickelt und verschiedene Aspekte der Ökophysiologie und Pflanzenanatomie untersucht. Derzeit arbeiten wir an folgenden Themen:

Wasserhaushalt von Pflanzen (Wassertransport, hydraulische Vulnerabilität, Gasaustausch, Wasserpotenzial, Isotopenmarkierung)

Holzanatomie (in engem Zusammenhang mit dem Wasserhaushalt, der Biomechanik und der Abwehr)

Photosynthese (Gasaustausch, Chlorophyllfluoreszenz, Isotopenmarkierung)

Blattanatomie (in engem Zusammenhang mit Gasaustausch und physiologischer Blattaktivität)

Rindenphysiologie (Gasaustausch) und Rindenanatomie

Stress und Toleranz bei hohen und niedrigen Temperaturen

Pflanzenwachstum und Kohlenstoffbindung

Funktionelle Merkmale als vereinfachtes Maß für Anpassungen und als Prädiktoren für Reaktionen

In diesen Bereichen arbeiten wir außerdem daran, Methoden zur Messung von ökophysiologischer Leistungsfähigkeit und Anpassungen weiterzuentwickeln

Unsere Untersuchungssysteme sind hauptsächlich Wälder der gemäßigten Zone, einzelne Pflanzen (vorwiegend Bäume) im Labor, in Wachstumskammern und im Gewächshaus sowie alpine Vegetation und tropische Wälder.


Kontakt:
Univ.Prof. Dr. Peter Hietz (Leitung), Assoc.Prof. Dr. Daniel Tholen (Stv.)