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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-01-01 - 2027-01-31

Dieses Projekt nutzt die Expertise und Erfahrung der EKLIPSE-MEG-Mitglieder, um Best-Practice-Leitlinien für Methoden und Methodenkombinationen zu entwickeln, die eine Reihe aktueller Umweltherausforderungen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik adressieren. Aufbauend auf einer etablierten Methodentypologie (literatur- oder datenbasiert; partizipativ; Entscheidungsunterstützung; Politikbewertung; Zukunftsszenarien und Narrative) werden 10 ausgewählte Instrumente durch eine Kombination aus schneller Evidenzprüfung, Expertenmeinung und KI-gestützter Analyse identifiziert. Künstliche Intelligenz unterstützt die schnelle Prüfung, indem sie Muster erkennt und Erkenntnisse aus großen Mengen an Literatur und Politikdokumenten extrahiert. Mithilfe eines angewandten Policy-Delphi über vier Runden werden die finalen Methoden priorisiert; KI-gestützte Datenanalysen dienen der Synthese der Expertenbeiträge und der Erkennung von aufkommendem Konsens oder Divergenzen, worauf aufbauend Best-Practice-Leitlinien entworfen und validiert werden. In Anerkennung der Tatsache, dass Werkzeuge selten isoliert eingesetzt werden, entwickeln wir Leitlinien zur Auswahl von Werkzeugkombinationen und den zugehörigen Prozesspfaden, unterstützt durch KI-basierte Entscheidungsrahmen, um vielfältige Umweltprobleme anzugehen. Die genehmigten Leitlinien für einzelne und gebündelte Anwendungen werden anschließend anhand vergangener und aktueller EKLIPSE-Anfragen sowie einer dringenden Anfrage der Science Service for Biodiversity (von BioAgora) getestet. Der Delphi-Prozess umfasst von Beginn an die Einrichtung eines Netzwerks zum Wissensaustausch über Methoden; eine KI-gestützte Plattform zur Förderung des dynamischen Wissensaustauschs ist als zentraler Bestandteil des Projektvermächtnisses vorgesehen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-02-01 - 2029-01-31

Der Goldschakal (Canis aureus) breitet sich in vielen Teilen Europas aus und nutzt ein breites Spektrum an Ressourcen, wodurch Interaktionen mit Wildtiergemeinschaften, aber auch mit der Nutztierhaltung zunehmen. Auch anthropogene Nahrungsquellen (Abfall, Aas, Jagdabfälle) werden genutzt. Für Management und Naturschutz fehlen jedoch häufig standardisierte, regional vergleichbare Daten zur Nahrungszusammensetzung sowie zu potenziellen Effekten auf die Biodiversität. Dieses Projekt untersucht die Nahrungsökologie des Goldschakals in einem harmonisierten Design durch die Kombination von Methoden: standardisierte Mageninhaltsanalysen (nach Hatlauf & Lanszki 2024) sowie Spürhund-gestützte Losungssuche entlang systematischer Transekts (nach Hatlauf et al. 2021) mit genetischer Artbestimmung zur Qualitätssicherung (in Kooperation mit FIWI). Bereits verfügbare Proben aus Südtirol, Polen und Österreich werden integriert und die räumliche Erweiterung wird angestrebt. Analysiert werden Nischenbreite und Nahrungsüberlappung entlang von Gradienten der Landnutzung, Siedlungsnähe und Ressourcenverfügbarkeit, einschließlich des Vergleichs mit sympatrischen Arten (z. B. Rotfuchs). Der Anteil anthropogener Ressourcen wird quantifiziert und Nahrungsergebnisse werden mit Fragen in Hinblick auf den Einfluss auf Biodiversität verknüpft, insbesondere bezüglich sensibler Artengruppen (z.B. Kleinsäuger, Hasenartige, Bodenbrüter) sowie Indikatoren für Aas-/Abfallzugang. Die Nahrungsbestandteile werden morphologisch bestimmt; optional wird DNA-Metabarcoding zur höheren taxonomischen Auflösung ergänzt. Die Auswertung erfolgt mittels Häufigkeits- und Biomassemetriken sowie Methodenvergleiche (morphologisch vs. genetisch).
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2025-11-20 - 2045-12-31

Das Forschungsprojekt in La Gamba, Costa Rica, zielt darauf ab, ein langfristiges Wildtiermonitoring mit einem Fokus auf Säugetiere und Vögel zu etablieren. Es werden unter anderem Audiogeräte und Kamerafallen zur Erhebung der Daten eingesetzt. Das Projekt wird auf den Grundstücken der Tropenstation La Gamba durchgeführt, die am Rande des „Regenwalds der Österreicher“ liegt und sich über etwa 570 Hektar im Biologischen Korridor La Gamba (COBIGA) erstreckt. Die Tropenstation La Gamba, eine Forschungs- und Lehreinrichtung der Universität Wien, spielt eine zentrale Rolle in der Regenwaldforschung und der Sensibilisierung für den Regenwaldschutz. Sie bietet nach vorheriger Absprache Zugang zu ihren Grundstücken für Forschungszwecke. Die untersuchten Flächen decken verschiedene Lebensraumtypen ab, darunter Primärregenwald, Wiederaufforstungsgebiete unterschiedlichen Alters, offene Strauchlandschaften und Ölpalm-Plantagen. Das Projekt wird dazu beitragen, die Verbreitung und das Verhalten von Wildtieren in diesen Lebensräumen besser zu verstehen, den Naturschutz zu unterstützen und das Wissen über tropische Ökosysteme zu fördern.

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