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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-01-01 - 2027-01-31
Dieses Projekt nutzt die Expertise und Erfahrung der EKLIPSE-MEG-Mitglieder, um Best-Practice-Leitlinien für Methoden und Methodenkombinationen zu entwickeln, die eine Reihe aktueller Umweltherausforderungen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik adressieren. Aufbauend auf einer etablierten Methodentypologie (literatur- oder datenbasiert; partizipativ; Entscheidungsunterstützung; Politikbewertung; Zukunftsszenarien und Narrative) werden 10 ausgewählte Instrumente durch eine Kombination aus schneller Evidenzprüfung, Expertenmeinung und KI-gestützter Analyse identifiziert. Künstliche Intelligenz unterstützt die schnelle Prüfung, indem sie Muster erkennt und Erkenntnisse aus großen Mengen an Literatur und Politikdokumenten extrahiert. Mithilfe eines angewandten Policy-Delphi über vier Runden werden die finalen Methoden priorisiert; KI-gestützte Datenanalysen dienen der Synthese der Expertenbeiträge und der Erkennung von aufkommendem Konsens oder Divergenzen, worauf aufbauend Best-Practice-Leitlinien entworfen und validiert werden. In Anerkennung der Tatsache, dass Werkzeuge selten isoliert eingesetzt werden, entwickeln wir Leitlinien zur Auswahl von Werkzeugkombinationen und den zugehörigen Prozesspfaden, unterstützt durch KI-basierte Entscheidungsrahmen, um vielfältige Umweltprobleme anzugehen. Die genehmigten Leitlinien für einzelne und gebündelte Anwendungen werden anschließend anhand vergangener und aktueller EKLIPSE-Anfragen sowie einer dringenden Anfrage der Science Service for Biodiversity (von BioAgora) getestet. Der Delphi-Prozess umfasst von Beginn an die Einrichtung eines Netzwerks zum Wissensaustausch über Methoden; eine KI-gestützte Plattform zur Förderung des dynamischen Wissensaustauschs ist als zentraler Bestandteil des Projektvermächtnisses vorgesehen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2025-11-20 - 2045-12-31
Das Forschungsprojekt in La Gamba, Costa Rica, zielt darauf ab, ein langfristiges Wildtiermonitoring mit einem Fokus auf Säugetiere und Vögel zu etablieren. Es werden unter anderem Audiogeräte und Kamerafallen zur Erhebung der Daten eingesetzt. Das Projekt wird auf den Grundstücken der Tropenstation La Gamba durchgeführt, die am Rande des „Regenwalds der Österreicher“ liegt und sich über etwa 570 Hektar im Biologischen Korridor La Gamba (COBIGA) erstreckt. Die Tropenstation La Gamba, eine Forschungs- und Lehreinrichtung der Universität Wien, spielt eine zentrale Rolle in der Regenwaldforschung und der Sensibilisierung für den Regenwaldschutz. Sie bietet nach vorheriger Absprache Zugang zu ihren Grundstücken für Forschungszwecke. Die untersuchten Flächen decken verschiedene Lebensraumtypen ab, darunter Primärregenwald, Wiederaufforstungsgebiete unterschiedlichen Alters, offene Strauchlandschaften und Ölpalm-Plantagen. Das Projekt wird dazu beitragen, die Verbreitung und das Verhalten von Wildtieren in diesen Lebensräumen besser zu verstehen, den Naturschutz zu unterstützen und das Wissen über tropische Ökosysteme zu fördern.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2025-12-01 - 2026-03-31
Das Auerhuhn (Tetrao urogallus) besiedelt weltweit noch ein großes Areal, in West- und Mitteleuropa sind viele Populationen sind bereits verschwunden oder stark zurückgegangen. Das hat zufolge, dass die Art im Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie gelistet ist, was einen besonderen europaweiten Schutzstatus bedeutet. Zudem gilt das Auerhuhn in Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz als „streng geschützte Art“. Im Schwarzwald, Südwest-Deutschland, wurde die Auerhuhn-Population erstmals 1971 mittels flächendeckender Balzplatzzählungen geschätzt. Seit 1983 wurden diese Zählungen jährlich durchgeführt und dokumentieren einen stark negativen Populationstrend: Die Zahl balzender Hähne sank von 570 Hähne auf nur noch 97 Hähne in 2022, seitdem blieb die Jährliche gezählte Anzahl auf einem niedrigen Niveau.
Die genetische Differenzierung zwischen den Teilpopulationen hat zugenommen, was ein Hinweis auf fehlende Vernetzung und damit fehlenden genetischen Austausch ist. Im aktuellen Forschungsprojekt ist nun eine erneute Erhebung der Genetik vorgesehen, um den Trend zu erheben. Die vordergründigen Forschungsfragen dabei sind, (1) wie sich die genetische Diversität der Population im Schwarzwald darstellt, und (2) ob der negative Trend in der genetischen Differenzierung weiter anhält.