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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-01-01 - 2026-12-31
Straßennetze machen 47 % der versiegelten Fläche in Niederösterreich aus und stellen damit einen zentralen Bestandteil der Kulturlandschaft dar. Straßen sind einerseits eine unverzichtbare Grundlage für unser gesellschaftliches Leben, andererseits haben sie erhebliche Auswirkungen auf die Biodiversität. Niederösterreich führt die offiziellen Statistiken zu Wildunfällen auf Straßen in Österreich an. Dennoch fehlen nach wie vor umfassende Daten zu überfahrenen Tieren, die nicht zum jagdbaren Wild zählen.
Im Citizen-Science-Projekt Roadkill der BOKU University haben seit 2013 über 1.000 Citizen Scientists Daten zu überfahrenen Wirbeltieren in Österreich gesammelt. Bisher wurden dabei ausschließlich Präsenzdaten erhoben. Im Rahmen des vorliegenden Projekts soll diese Methodik durch die Erhebung von Präsenz-Absenzdaten durch Citizen Scientists erweitert werden. Die zentrale Frage dabei ist, wo werden Tiere nicht überfahren. Als Modellorganismus dient die Gattung Igel (Erinaceus sp.). Dabei werden öffentlichkeitswirksame Kampagnen in etablierten Social Media Kanälen der Projektpartner, aber auch ein Zeichenwettbewerb, Vortragsabende in ländlichen Gemeinden und nicht zuletzt Veranstaltungen im Museum Niederösterreich zur Sensibilisierung der Bevölkerung durchgeführt.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden nicht nur das wissenschaftliche Verständnis der Einflussfaktoren auf Igel-Roadkills vertiefen, sondern auch eine evidenzbasierte Grundlage für die Planung und Umsetzung gezielter Schutzmaßnahmen schaffen. Langfristig ist geplant, die entwickelte Methodik auf weitere Tierarten zu übertragen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-01-01 - 2027-12-31
Bestäuber, insbesondere Bienen, sind für die Artenvielfalt in städtischen und anderen
Landschaften von entscheidender Bedeutung. Wien ist ein Hotspot der Wildbienenvielfalt,
gleichzeitig erfreut sich die urbane Imkerei zunehmender Beliebtheit. Im Rahmen
von BeEcoVIE I haben wir über 12.000 Wildbienenaufzeichnungen aus der Literatur und
verschiedenen wissenschaftlichen und Citizen Science-Datenbanken gesammelt. Wir haben
Gebiete mit hoher Bienenvielfalt und potenzielle Konkurrenzzonen zwischen wilden und
domestizierten Bienen anhand der Ähnlichkeit funktionaler Bienenmerkmale
identifiziert. Das Projekt BeEcoVIE II hat das Ziel tiefer auf diese Problematik einzugehen,
indem es den aktuellen Wildbienenbestand Wiens anhand generierter Daten neu bewertet und
die ökologische Tragfähigkeit der Stadt für Bienen modelliert. BeEcoVie II
wird BeEcoVie I durch drei Hauptziele erweitern: eine umfassende Untersuchung von
Wildbienen in wenig erforschten Gebieten, insbesondere Naturschutzgebieten (z. B. Natura 2000, Biosphärenreservat-Nationalpark), die Modellierung der Bienentragfähigkeit auf der Grundlage verfügbarer Nahrungsressourcen und der Lebensraumstruktur sowie die Entwicklung eines frei zugänglichen Tools, hive.city. hive.city wird im Zuge eines cokreativen Prozesses für nachhaltige, städtische Imkerei entwickelt soll
Imker:innen, Stadtplaner:innen, Behörden und anderen Entscheidungsträger:innen helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen mit dem Ziel den inter- und
intrakompetitiven Konkurrenzdruck zu verringern und den Wildbienenschutz zu verbessern.
Durch die Förderung evidenzbasierter Strategien zielt das Projekt darauf ab, die städtische Bienenhaltung mit der Erhaltung der Wildbienenpopulationen in Einklang zu bringen und Wien als Vorreiter im städtischen Bienenschutz und in der nachhaltigen ökologischen Planung zu positionieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2024-04-01 - 2027-07-31
Das Projekt REGRASS 3 baut auf den Erkenntnissen der vorangegangenen Projekte REGRASS 1 und 2 auf. Es dient dem Erhalt von im Jahre 2016 angelegten 10 m breiten Wiesen in den Jahren 2024-26. Dies ist unerlässlich, um im Jahre 2026 die vergleichende Erfassung von Pflanzen und Tieren in den 2016 neu angelegten Wiesen und ÖPUL-geförderten Biodiversitätsflächen durchzuführen.
Diese Erfassungen sind erforderlich um zu sehen, wie sich der Beitrag zur Förderung der Insektenbiodiversität der angelegten Wiesen 10 Jahre nach Ansaat weiterentwickelt. Die durchgängige intensive Beobachtung eines biodiversitäts-fördernden Landschaftselements über 10 Jahre ist einzigartig und erlaubt Aussagen über den langfristigen Erfolg. REGRASS 3 dient dazu, Management- und Handlungsempfehlungen zu geben, um die in REGRASS entwickelten Blühmischungen auf ÖPUL-Tauglichkeit zu prüfen. Letztlich soll der Mehrwert des Erhalts eines biodiversitäts-fördernden Landschaftselements über 10 Jahre dargestellt werden.