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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-09-15 - 2023-07-14

Viele Städte bemühen sich, die Grünstrukturen in der Stadt zu verbessern. Auch die EU Mission misst diesem Thema eine wichtige Bedeutung zu und sucht nach Möglichkeiten die notwendige Transition zu erreichen. Dabei prägen Fragen der Flächenkonkurrenz, der Refinanzierung und des gewünschten Typs an Grünstrukturen die Diskussion. Die EU Mission weist darauf hin, dass die Beteiligung der Bevölkerung und die Beachtung ihrer Bedürfnisse eine entscheidende Rolle für die Umsetzung spielen. Ziel des vorliegenden Antrags ist es daher, durch eine repräsentative Onlinebefragung das erforderliche strategische Hintergrundwissen zu einer verbesserten, maßgeschneiderten und breiten Umsetzung von Stadtgrün in Österreich zu liefern und die Ergebnisse mit ausgewählten Stakeholdergruppen anzuwenden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-07-01 - 2026-06-30

NaturaConnect zielt darauf ab, die Entwicklung eines kohärenten Transeuropäischen Naturnetzes (TEN-N) zu unterstützen, und zwar durch eine Kombination aus maßstabsübergreifender Einbeziehung von Interessengruppen und interdisziplinärer Forschung zur Entwicklung von Raumplanung und anderen Instrumenten zur Unterstützung der Politik. Die Einbeziehung von Interessengruppen sowohl auf europäischer Ebene als auch in sechs Fallstudien auf grenzüberschreitender, nationaler und subnationaler Ebene wird die Präferenzen von Entscheidungsträgern in Bezug auf Erhaltungsziele ermitteln, die besten Praktiken für die Verwaltung von Schutzgebieten und Finanzierungsmechanismen nutzen und die von NaturaConnect erstellten Analysen und Instrumente zur räumlichen Priorisierung von TEN-N testen. Damit werden zwei der größten Hindernisse angegangen, die beim Fitness-Check der EU-Naturschutzgesetzgebung festgestellt wurden: mangelndes Bewusstsein und mangelnde Zusammenarbeit der Akteure sowie unzureichende Kenntnisse und unzureichender Zugang zu bestehenden Finanzierungsmechanismen. Die interdisziplinäre Forschung im Rahmen von NaturaConnect wird hochmoderne Modelle zur Verteilung der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen in ganz Europa entwickeln und aufzeigen, wie sich diese unter künftigen Klima- und Landnutzungsszenarien verändern könnte. Eine solche räumliche Analyse profitiert enorm von einer Analyse auf europäischer Ebene, da viele für die biologische Vielfalt wichtige Gebiete in Grenzgebieten liegen, Arten regelmäßig über Ländergrenzen hinweg wandern, manchmal über große Entfernungen wie im Fall der Vögel, und Prioritäten auf EU-Ebene besser auf kontinentaler Ebene ermittelt werden können. Die Datensätze zur biologischen Vielfalt und zu den Ökosystemleistungen sowie die Instrumente zur Erforschung der räumlichen Prioritäten und der Wiederherstellung der Konnektivität werden in einer interaktiven, FAIR- und Open-Science-konformen Webplattform als Beitrag zum Europäischen Wissenszentrum für biologische Vielfalt (KCBD) öffentlich zugänglich gemacht. Damit wird ein drittes Haupthindernis angegangen, das im Rahmen des Nature Fitness Check festgestellt wurde: die begrenzte Verfügbarkeit von Wissen. Das NaturaConnect-Konsortium bringt ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern zusammen, die sich mit der Modellierung der biologischen Vielfalt, der Modellierung von Ökosystemleistungen, der Entwicklung von Szenarien, der räumlichen Priorisierung, der Konnektivität, der Wiederbegrünung und dem Naturschutzmanagement beschäftigen. Ergänzend dazu umfasst das NaturaConnect-Konsortium eine Reihe von nichtstaatlichen Naturschutzorganisationen, die an der Verwaltung von Schutzgebieten mit mehreren Interessengruppen und an der Entwicklung von Biodiversitätsstrategien auf europäischer oder regionaler Ebene beteiligt sind, darunter der größte Verband von Schutzgebieten in Europa und einige der einflussreichsten Naturschutzorganisationen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-02-01 - 2024-01-31

Freizeitnutzungen der städtischen und stadtnahen Erholungsgebiete haben eine enorme Bedeutung in unserer Gesellschaft. Diese Bedeutung hat in der Covid-19 Pandemie zu einem erhöhten Nutzungsdruck und veränderter Erholungsmuster geführt. Menschliche Aktivitäten sind jedoch auch die Hauptursache für den anhaltenden rapiden weltweiten Verlust an biologischer Vielfalt. Die derzeitigen Bewirtschaftungsansätze für diese Räume, die wirtschaftliche, ökologische oder Erholungsaspekte berücksichtigen, sind nur unzureichend miteinander verknüpft und harmonisiert. Ein besseres Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Menschen und Natur ist daher für die Erhaltung und das Management von Ökosystemen von entscheidender Bedeutung, aber die Erfassung relevanter Daten bleibt eine Herausforderung. In der modernen Zeit sind aber immer mehr Datensätze frei verfügbar, welche eine wichtige Grundlage für aufdringliche Fragestellungen darstellen. In dem Projekt #WienerErholungsgebiete werden daher erstmalig Social-Media Daten im Areal der Stadt Wien und dem Wiener Umland gemeinsam mit Daten zum Zustand der Ökosysteme analysiert. Durch die Zusammenführung neuartiger Forschungsansätze und Datenquellen versuchen wir besser zu verstehen, wie Freizeitaktivitäten, Gewässer, Wald etc. und deren Nutzung miteinander verknüpft sind. Die Ergebnisse dieser Analysen sollen wichtige Informationen liefern, um Freizeitaktivitäten in der Stadt Wien und dem Wiener Umland nachhaltig zu gestalten und darüber hinaus die Ökosysteme weiterführend zu schützen.

Betreute Hochschulschriften