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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-11-01 - 2023-10-31

Die Wertschöpfungskette Rundholz ist bedingt durch den Klimawandel mit seinen extremen Witterungsbedingungen zunehmend Schadereignissen ausgesetzt. Einhergehende Absatzprobleme in der heimischen und internationalen Forstwirtschaft beeinträchtigen die Bewältigung dieser zusätzlichen, außerplanmäßigen Rundholzaufkommen. Bereits ausgeformte Sortimente müssen dann vor Ort zwischengelagert werden oder/und im Hinblick auf Borkenkäferbefall vorbeugend oder bekämpfend behandelt werden. Die Zwischenlagerung außerhalb vom Abnehmer erfordert jedoch entsprechende Vorkehrungen zur Sicherstellung der Holzqualität während der Lagerung, die durch Insektenbefall, Pilzinfektionen und abiotische Faktoren verschlechtert werden kann. Eine wirksame und lange bewährte Maßnahme gegen Borkenkäferbefall stellt die Entrindung von Stämmen und Blochen dar. Im Seilgelände könnten im Zuge der Aufarbeitung mit dem Prozessor die jeweiligen Sortimente an der Forststraße entrindet werden. Entrindete Sortimente haben den Vorteil, dass aus phytosanitärer Sicht die Vermehrung von Borkenkäfern auf waldnahen Lagern und auf zurückgelassenen Sortimenten im Wald vorbeugend unterbunden werden kann. Gleichzeitig wirkt sich die Entrindung im Larven- und Puppenstadium dezimierend auf die Populationsdichte der Insekten aus und hat somit eine bekämpfende Wirkung. Im Hinblick auf die Qualität der gelagerten Sortimente wirkt die Entrindung auch der Möglichkeit zur Brutanlage und Entwicklung von Bockkäfern entgegen und beugt somit einer technischen Qualitätsminderung vor. Zusätzlich ist bei entrindetem Sägerundholz die Möglichkeit der Einbringung von Bläuepilzen und andere rinden- und holzbrütende Insekten gedrosselt. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es daher, aufbauend auf das Vorgängerprojekt „DEBARK“ das Potenzial der Entrindung auch bei der Holzernte im Gebirge zu analysieren und zu bewerten. Hierbei soll der Schwerpunkt auf die Auswirkungen der Entrindung auf die Holzernte, das Vermehrungspotenzials von Borken- und Bockkäfern und die Verblauung der Sortimente gelegt werden. Als Ergebnis sollen die gewonnenen Erkenntnisse für die verantwortlichen Entscheidungsträger im Tagesgeschäft aufbereitet werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-10-01 - 2024-11-30

Im Rahmen des Projektes soll der Prototyp eines Personenerkennungssystems bei der Waldarbeit entwickelt werden. Dieses soll es ermöglichen Personen zu erkennen, die in den Gefahrenbereich bei der Waldarbeit eintreten. Dies können andere Waldarbeiter, aber auch Drittpersonen sein. Das System soll die Person erkennen und diese Informationen an den jeweiligen Waldarbeiter weitergeben oder ihn akustisch darauf aufmerksam machen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-10-01 - 2024-09-30

In diesem Projekt wird ein neues digitales Verfahren zur Planung und Realisierung von Holzerntemaßnahmen mit Mastseilgeräten im Gebirge entwickelt mit dem Ziel die Kosten- und Energieeffizienz zu steigern. Mit Hilfe von personengetragenen Laserscannern werden präzise 3D Modelle für das Gelände und den aufstockenden Waldbestand erzeugt. Durch neu entwickelte Softwareprogramme werden die Geokoordinaten der einzelnen Bäume automatisch registriert und deren Baumschäfte automatisch vermessen. Über Simulationen im digitalen Abbild der Wirklichkeit werden die späteren Verläufe der Seiltrassen optimiert und die anfallenden Erntemengen sortimentsspezifisch prognostiziert. Dabei werden Restriktionen in Form von schutzwürdigenden Habitaten und Biotopen berücksichtigt. In zenarioanalysen werden die Kosten- und Energieeffizienz sowie die möglichen Umweltauswirkungen der Holzernte durch eine umfassende Nachhaltigkeitsanalyse bewertet. Für eine bestimmte waldbauliche Eingriffsfläche werden über das Laserscanning und automatisierte Algorithmen Gelände- und Bestandesinformationen hergeleitet, die es erlauben einen Digitalen Zwilling der jeweiligen Waldfläche zu erzeugen. Somit kann erstmalig mit realen Gelände- und Bauminformationen das Seillinienlayout (Holzanfall und Abfolge der Seillinien) und die Kalkulation der Seillinie selbst (Durchhangsberechnung, notwendige Stützen und Anker) optimiert werden. Für die Seillinienkalkulation wird nach Möglichkeit auf das Tool SEILAPLAN V3.2 zurückgegriffen, während für das optimierte Seillinienlayout klassische Methoden des Operations-Research Anwendung finden sollen. Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Transfer in die Forstpraxis. Dazu wird das Verfahren unter Echtbedingungen im Rahmen einer umfangreichen Fallstudie entwickelt und praktisch angewendet.

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