Abfallvermeidung & Re-use

Abfallvermeidung und Wiederverwendung (Re-Use) haben die höchste Priorität in der Abfallwirtschaft und stellen am ABF-BOKU einen wichtigen Forschungsschwerpunkt dar. Unsere Betrachtungsweise ist auf den gesamten Lebenszyklus von Konsumgütern und Materialströmen ( (z.B. Lebensmittel, Elektronikgeräte, Sperrmüll, Kunststoffe) ausgerichtet. Das Aufkommen von Konsumgütern nach ihrer Nutzung wird unter Berücksichtigung von individuellen, psychologischen (z.B. Konsumverhalten) sowie kontextuellen (z.B. sozialen, rechtlichen und ökonomischen) Einflussfaktoren analysiert.

Um zielgerichtete Abfallvermeidung zu ermöglichen und das Konsumentenverhalten zu steuern, ist es wesentlich, die Motivation hinter der Entledigungsabsicht zu verstehen. Ausgehend von den abfallbezogenen Eigenschaften werden Instrumente und Anreizsysteme analysiert und Ansätze zur Abfallvermeidung, Produktgestaltung und Optimierung über den gesamten Produktlebenszyklus (Re-Use, Reparatur, etc.) entwickelt. Das ABF-BOKU erhebt Grundlagen, erstellt Konzepte, begleitet Maßnahmen in der Umsetzung (z.B. Weiterbildungsprogramme) und entwickelt Methoden zu deren Evaluierung.

Einen derzeitigen Schwerpunkt stellen Lebensmittelabfälle dar.

Kontaktperson: DI Gudrun Obersteiner

Leitpublikationen
  • Scherhaufer, S, Moates, G., Hartikainen, H., Waldron, K., Obersteiner, G.(2018): Environmental impacts of food waste in Europe. WASTE MANAGE. 2018; 77: 98-113
  • Lebersorger S., Schneider F. (2011): Discussion on the methodology for determining food waste in household waste composition studies. In: Waste Management 31 (9-10), pp. 1924-1933.
     
  • Salhofer S.P., Obersteiner G., Schneider F., Lebersorger S. (2008): Potentials for the Prevention of Municipal Solid Waste. In: Waste Management Vol. 28, No. 2, pp. 245-259, ISSN 0956-053X.
Projekte

URBANWASTE („Urban Strategies for Waste Management in Tourist Cities“)

ist ein dreijähriges Forschungsprojekt finanziert durch das EU-Forschungs- programm Horizon 2020 unter der Koordination der Regierung der Kanarischen Inseln. Das Ziel von URBANWASTE ist es, umweltfreundliche und innovative Abfallvermeidungs- und Managementstrategien für aus- gewählte Städte mit hohem Tourismusaufkommen zu entwickeln, um die städtische Abfallproduktion zu verringern und die Wiederverwendung, das Recycling, sowie die Sammlung und Entsorgung von Abfällen zu unterstützen.Im Rahmen des URBANWASTE Projekts arbeitet das ABF-BOKU gemeinsam mit weiteren Partnern an der Entwicklung von Strategien, wie Tourismusdestinationen diesen abfall-wirtschaftlichen Herausforderungen begegnen können.

Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Projektpartner: Multi-Stakeholder Projektkonsortium von URBANWASTE bestehend aus 27 Partnern aus 12 europäischen Ländern mit u.a. führenden Universitäten, weiteren Forschungsinstitutionen so wie Vertretern von lokalen und regionalen Behörden und Abfallwirtschaftsverbänden.

Homepage: www.urban-waste.eu

Kontakt: Dipl.Gudrun Obersteiner

3 Jahre STREFOWA – Ergebnisse, Erlebnisse und Zukunft

Ganze 3 Jahre im Zeichen der Vermeidung und des Managements von Lebensmittelabfällen sind wie im Flug vergangen. Neun Partner aus fünf verschiedenen zentraleuropäischen Ländern (Italien, Polen, Tschechien, Ungarn und Österreich) haben dabei im Rahmen des Interreg-Projektes STREFOWA an einem Strang gezogen – gemeinsam Pilotaktionen ins Leben gerufen, gemeinsam geforscht und gemeinsam Maßnahmen abgeleitet sowie Akteure des gesamten Projektgebietes nachhaltig miteinander vernetzt.

Projektergebnisse aus Österreich
Sechs der insgesamt 16 Pilotaktionen innerhalb des STREFOWA Projektes haben in Österreich stattgefunden. Informationen und gegebenenfalls Materialien zu allen Pilotaktionen finden Sie auf der Projekthomepage: www.reducefoodwaste.eu

Nähere Informationen dazu finden Sie hier

Kontakt: DI Gudrun Obersteiner

„PlasticFreeDanube“

Der Name ist Programm! Das grenzüberschreitende Projekt (co-finanziert durch INTERREG V-A SK-AT) zielt auf die Verringerung der Mengen und der negativen Auswirkungen von Makro-Kunststoffabfällen in Fluss-Ökosystemen mit dem Schwerpunkt auf der Donau. Neben dem Aufbau einer fundierten Wissensbasis zu Eintragsquellen, Transportwegen und Umweltgefahren steht die Entwicklung einer Methodik und Erhebung von Daten für die Beurteilung und das Monitoring von Plastikmüll im Vordergrund. Bewusstseinsbildung von Öffentlichkeit und Stakeholdern betreffend Kunststoffverschmutzung von Flüssen und Möglichkeiten der Abfallvermeidung sollen in Zukunft für eine plastikfreie Donau sorgen!

Nähere Informationen dazu finden Sie hier

Projektpartner: ABF-BOKU, IWA-BOKU, viadonau, Nationalpark Donau-Auen, RepaNet, Polymer Instiute SAS

Homepage: https://plasticfreeconnected.com/plasticfreedanube

Kontakt: DI Gudrun Obersteiner

Tid(y)Up: Von der Quelle bis zum Meer

Jetzt wird aufgeräumt und den Kunststoffverschmutzungen der Kampf angesagt! Tid(y)Up heißt das neue innovative Projekt, dass sich die Verbesserung der Wasserqualität und die Verringerung der Kunststoffverschmutzung der Donau und ihrer Zubringer (Fokus Theiß) zum Ziel setzt. Gefördert durch das INTERREG Danube Transnational Programme werden Empfehlungen für ein standardisiertes Monitoring an Flüssen zur regelmäßigen Analyse der Kunststoffverschmutzung formuliert. Das Hauptaugenmerk aus richtet sich neben der Generierung von notwendigen Informationen auf die Bewusstseinsschärfung der relevanten Akteure und ihnen praktische Instrumente bereitzustellen, um aktive, kooperierende Gemeinschaften im Kampf gegen die Plastikverschmutzung zu schaffen.

Nähere Informationen dazu finden Sie hier

Projektpartner: Acht Projektpartner (Umweltbehörden, NGOs, Universitäten und Forschungseinrichtungen) aus sieben Ländern

Homepage: http://www.interreg-danube.eu/tidyup

Kontakt: DI Gudrun Obersteiner

CEWA - Circular Economy of Waste

Im dreijährigen Interreg-Projekt CEWA arbeiten tschechische und österreichische Partner gemeinsam an einem innovativen Ansatz in der Abfallwirtschaft mit Schwerpunkt auf der Anwendbarkeit in den Grenzregionen beider Länder. Der Hauptoutput des Projekts ist eine Strategie zur Unterstützung der Ziele der Kreislaufwirtschaft. Thematisch fokussiert sich dieses Projekt auf Lebensmittelabfälle, Elektrogeräte und Litteringabfälle.

Nähere Informationen dazu finden Sie hier

Projektpartner: Energieagentur Vysočina (Leadpartner), Gemeindeverband für kommunale Dienstleistungen in Třebíč, Stadt Prachatice, Gemeindeverband für Abfallwirtschaft und Abgaben im Verwaltungsbezirk Waidhofen/Thaya, ABF-BOKU

Homepage: https://www.at-cz.eu/at/ibox/pa-2-umwelt-und-ressourcen/atcz205_cewa

Kontakt: Dipl.Ing. Gudrun Obersteiner

Abfallvermeidung in der Hotellerie

In einem zweijährigen Projekt konnten wir in Kooperation mit der ÖHV und Zerowaste Austria in mehreren Hotels in ganz Österreich analysieren, wo das größte Potential zur Abfallvermeidung besteht. Best Practice Beispiele wurden erhoben, um die Umsetzbarkeit aufzuzeigen. Die Ergebnisse wurden jetzt in einem Leitfaden. zusammengefasst.

Projektpartner: ÖHV und Zerowaste Austria, finanziert von VKS

Homepage:https://www.oehv.at/themen-recht/studien-fakten/leitfaden-abfallvermeidung/

Kontakt: Dipl.Ing. Gudrun Obersteiner

LOWINFOOD - “Multi-actor design of low-waste food value chains through the demonstration of innovative solutions to reduce food loss and waste”

LOWINFOOD ist ein vierjähriges EU-Projekt (H2020), das sich zum Ziel gesetzt hat, abfallarme Lebensmittelwertschöpfungsketten zu schaffen, indem es die Demonstration einer Reihe von Maßnahmen unterstützt und evaluiert. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Umsetzung und Evaluierung bestehender Technologien und Lösungen gegen Lebensmittelverluste und -verschwendung.

Projektpartner:
Università degli Studi della Tuscia (Italien/Projektleitung)
Alma Mater Studiorum — Università di Bologna (Italien)
Sveriges Lantbruksuniversitet (Schweden)
Fachhochschule Münster (Deutschland)
The James Hutton Institute (Großbritannien)
Tampere University (Finnland)
Harokopio University (Griechenland)
Österreichisches Ökologie-Institut (Österreich)

Homepage: https://lowinfood.eu/

Kontakt: Silvia Scherhaufer