Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-10-01 - 2021-03-31

Strategische Ziele: Das Projekt zielt auf die Identifikation möglicher zukünftiger Herausforderungen an die kommunale Siedlungswasserwirtschaft aufgrund stofflicher und mikrobiologischer Belastungen ab. Durch die Zusammenstellung aller potentiellen Belastungen, die überwiegend aus der Siedlungswasserwirtschaft kommen, ihrer Minimierungsmaßnahmen und der jeweiligen Kosten dienen die Ergebnis-se des Projektes auf politischer Ebene als Entscheidungsgrundlage, wo die Schwerpunkte der Sied-lungswasserwirtschaft in den kommenden Jahren liegen werden. Im Sinne einer umfassenden Betrachtungsweise werden im Projekt alle Eintragspfade aus der kom-munalen Siedlungswasserwirtschaft in die Umwelt berücksichtigt. Konkret sind das • gereinigtes kommunales Abwasser von Kläranlagen, • kommunales Abwasser von Mischwasserentlastungen, • Niederschlagswassereinleitungen aus der Trennkanalisation, • Straßenabwassereinleitungen (soweit kommunalen Ursprungs, also keine Autobahnen), • Klärschlamm. Darüber hinaus werden Eintragspfade außerhalb der kommunalen Siedlungswasserwirtschaft ange-sprochen, wenn klar ist, dass wirksame Hebel dort sinnvoll angesetzt werden können. Inhaltliche Ziele: Das Projekt wird den derzeitigen Stand des Wissens und der Forschung zusammenfassen, mögliche Herausforderungen und Lösungsansätze aber auch weiteren Forschungsbedarf und Wissenslücken darstellen. Dabei werden die benötigten Daten aus der bestehenden Literatur verwendet; es werden im Projekt keine Messungen und keine komplexen Modellierungen (z. B. anhand von MONERIS oder MoRe) durchgeführt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-09-01 - 2020-08-31

Begrünte Flächen, vor allem aber begrünte Dächer und Fassaden, nehmen ständig an Bedeutung zu, da sie das Klima in urbanen Räumen entscheidend verbessern können. Zur Abdichtung von Gründächern werden aber häufig Bitumenbahnen eingesetzt, die chemische Durchwurzelungsschutzmittel (Pestizide) enthalten, die die Beschädigung durch einwachsende Pflanzenwurzeln vermeiden sollen. Untersuchungen aus der Schweiz und Deutschland haben gezeigt, dass diese Stoffe unter den natürlichen Witterungseinflüssen aus den Bitumenbahnen freigesetzt und mit dem Niederschlag ausgewaschen werden. Da die für diesen Zweck meist verwendeten Pestizide eine geringe Eliminationsrate in den Kläranlagen aufweisen, ergibt sich ein besonders hohes Gefährdungspotential für die Oberflächen-gewässer. Bei einer dezentralen Regenwasserversickerung besteht die Gefahr einer Boden- und Grundwasserkontamination. Darüber hinaus kann die Auswaschung solcher Stoffe aus Bitumenbahnen zu erheblichen Beeinträchtigungen bei der Regenwassernutzung im Rahmen dezentraler Regenwasserbewirtschaftungskonzepte führen. Folglich, ist die Entwicklung von „grünen“ (pestizidfreien) Lösungsansätzen ein wichtiges Anliegen für die ganze Gesellschaft. Die Firma Slavonia hat sich in Zusammenarbeit mit der BOKU dieser Aufgabe gestellt und arbeitet bereits an Entwicklung von perstizidfreien Bitumenbahnen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, wurzelfeste Abdichtungen dahingehend weiterzuentwickeln, dass entweder keine Biozide mehr notwendig sind oder langfristig im Produkt verbleiben und so die Umwelt zu entlasten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-04-01 - 2022-03-31

Das Hauptziel von boDEREC ist die Gestaltung einer integrierten Management von Wasserwerken, um eine erhöhte Trinkwasserqualität zu gewährleisten. Die Kontaminationen aus der Kategorie Pharmazeutika und Körperpflegeprodukte (PPCP) finden ihren Weg in die Umwelt durch Ausscheidung, Hausmüll, Abfälle, Grau- und Abwässer, sowie über die direkte Entsorgung. Während viele dieser Verbindungen abgebaut werden, bleiben viele im Boden bestehen und werden zu potenzielle Gefahren für die Umwelt und das menschliche Leben. Die meisten Abwasserbehandlungsanlagen können PPCP nicht beseitigen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die PPCP-Inhalte von ihren Quellen aus überwacht, über den Wasserkreislauf, von Aquifer bis zu den Wasserwerken, anhand von ausgewählten Pilotstandorten. Betreiber von Wasserwerken erhalten ein Werkzeug zur Optimierung ihrer Aktivitäten in Abhängigkeit von der aktuellen Qualität des Quellwassers. Die Ergebnisse des Projekts werden auch Empfehlungen für Änderungen in der Gesetzgebung zu Trink- und Abwassernormen und technischen Lösungen enthalten. Das spezifische Ziel des Projekts sind Verbreitungsaktivitäten, die auf die Organisation internationaler Workshops und Schulungen abzielen. Angesichts der grenzüberschreitenden Dimension des angesprochenen Problems wird die Fachöffentlichkeit über die erzielten Ergebnisse und die Möglichkeiten ihrer Lösung informiert.

Betreute Hochschulschriften

FIS