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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-10-01 - 2029-09-30

Die pannonische Region Österreichs ist ein bedeutendes Ackerbaugebiet, das zunehmendem klimatischem Druck und Bodendegradation ausgesetzt ist. Eine Diversifizierung von Anbaukulturen und Landschaftsstrukturen, wie beispielsweise der Streifenanbau in Kombination mit funktionalen Streifen aus holzigen und nicht-holzigen Stauden, kann die Widerstandsfähigkeit der Kulturen und die Bereitstellung von Ökosystemleistungen verbessern, Lebensraum für die Biodiversität bieten und gleichzeitig die Bioökonomie fördern. Daher, mit dem Ziel, eine produktive Landschaft für die Lebensmittel- und Bioökonomie zu schaffen: Wie kann sich die Landschaftsdiversifizierung unter pannonischen Bedingungen auf die Mikroklimaregulierung, die Bereitstellung von Ökosystemleistungen, die Förderung der Biodiversität und die Entwicklung klimaresilienter Landschaften auswirken? Konkrete Ziele sind die Planung und Durchführung eines Versuchs zur Landschaftsdiversifizierung mit Streifenmischkulturen und der Integration von nicht-holzigen und holzigen Stauden sowie die Quantifizierung der Auswirkungen von Maßnahmen zur Landschaftsdiversifizierung auf die Leistung des Agrarökosystems, die Pufferung des Mikroklimas und die Förderung der Biodiversität. In der Region Marchfeld (BOKU „Groß Enzersdorf“) wird ein langfristiges, 20 ha großes Experiment mit drei Wiederholungen eingerichtet, das folgende Behandlungsvarianten umfasst: i) Monokulturen; ii) Streifenanbau + nicht-holzige Stauden; iii) Streifenanbau + holzige Stauden, mit einer 5-jährigen Getreide-Hülsenfrucht-Fruchtfolge. Multidisziplinäre Daten werden mithilfe von Sensoren und durch Bodenuntersuchungen erhoben. Die Ergebnisse werden als Grundlage für multifunktionale, resiliente Entwürfe dienen, die die Ökosystemdienstleistungen verbessern, Stress mindern, die Biodiversität fördern und zukünftige produktive Landschaften in einem klimaneutralen Österreich erhalten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-09-01 - 2029-08-31

Urbane Wildsammlung, also das Sammeln von Wildpflanzen und -pilzen auf städtischen öffentlichen Grünflächen, spielt weltweit eine wichtige Rolle bei der Beschaffung von Lebensmitteln in Städten. Fallstudien haben jedoch auch gezeigt, dass konkurrierende Interessen hinsichtlich der Nutzung öffentlicher Grünflächen zu Konflikten – die letztlich auf unterschiedlichen Wertesystemen beruhen – zwischen städtischen Sammler*innen, Grünflächenverwalter*innen und Stadtbewohner*innen führen können, wodurch die Praxis Urbaner Wildsammlung beschränkt wird. Dieses Forschungsprojekt zielt darauf ab, das Verständnis für die vielfältigen Wertvorstellungen der Stadtbewohner*innen gegenüber Urbaner Wildsammlung zu vertiefen und dessen Potenzial im Zusammenhang mit dem Wandel städtischer Ernährungssysteme und Initiativen für Essbare Städte zu untersuchen. Wir verfolgen einen wegweisenden Ansatz in vier europäischen Städten, der Assemblage-Ethnografie, Photovoice, kunstbasierte Fokusgruppen, Q-Methodik, Online-Umfragen und Visionen-Workshops kombiniert. Darüber hinaus nutzen wir partizipative und inklusive Methoden, um soziokulturell vielfältige Gruppen von Sammler*innen in die Forschungsprozesse einzubeziehen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-01-01 - 2036-12-31

Auf einer Fläche der Bundesversuchwirtschaften GmbH wurde auf einem 24 ha Feldstück mit Ackerbewirtschaftung im Frühling 2026 eine Versuchsanlage mit Agroforst am Standort Fuchsenbigl angelegt. Ziele sind die Ermittlung von produktions- und ökologisch relevanten Effekten von Agroforststrukturen für den Ackerbau im Trockengebiet, als auch der Einfluss von Agroforststreifen auf Windreduktion und Erträge bei unterschiedlichen Ackerstreifenbreiten. Die Agroforstfläche besteht aus 11 Gehölzreihen und 3 unterschiedlichen Systemtypen mit unterschiedlichen Ackerstreifenbreiten (81 m, 45 m, 22 m). Die Distanzen zwischen den Gehölzreihen stellen den Hauptfaktor für die Untersuchung von Effekten der Gehölzreihen auf Ertrag, Windreduktion und Bodenwasserhaushalt dar. Zusätzlich soll durch die unterschiedliche Gestaltung der Gehölzreihen (Wertholz 1-reihig + Zwischengehölze; Mehrnutzungshecke mehrreihig, Fruchtholz 1-reihig) auch verschiedene Agroforst-Systeme hinsichtlich ihrer Effekte auf die Ackerkulturen und ökologische Effekte auf Feldschlagsebene (Erosion, Biodiversität, Kohlenstoff etc.) untersucht werden.

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