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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-01-01 - 2036-12-31

Auf einer Fläche der Bundesversuchwirtschaften GmbH wurde auf einem 24 ha Feldstück mit Ackerbewirtschaftung im Frühling 2026 eine Versuchsanlage mit Agroforst am Standort Fuchsenbigl angelegt. Ziele sind die Ermittlung von produktions- und ökologisch relevanten Effekten von Agroforststrukturen für den Ackerbau im Trockengebiet, als auch der Einfluss von Agroforststreifen auf Windreduktion und Erträge bei unterschiedlichen Ackerstreifenbreiten. Die Agroforstfläche besteht aus 11 Gehölzreihen und 3 unterschiedlichen Systemtypen mit unterschiedlichen Ackerstreifenbreiten (81 m, 45 m, 22 m). Die Distanzen zwischen den Gehölzreihen stellen den Hauptfaktor für die Untersuchung von Effekten der Gehölzreihen auf Ertrag, Windreduktion und Bodenwasserhaushalt dar. Zusätzlich soll durch die unterschiedliche Gestaltung der Gehölzreihen (Wertholz 1-reihig + Zwischengehölze; Mehrnutzungshecke mehrreihig, Fruchtholz 1-reihig) auch verschiedene Agroforst-Systeme hinsichtlich ihrer Effekte auf die Ackerkulturen und ökologische Effekte auf Feldschlagsebene (Erosion, Biodiversität, Kohlenstoff etc.) untersucht werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-01-01 - 2036-12-31

Auf dem Bio-Betrieb Rutzendorf (150 ha; Marchfeld Niederösterreich), einem Teilbetrieb der Landwirtschaftlichen Bundesversuchswirtschaften (BVW) GmbH, wurde im Jahr 2003 eine umfassende Langzeituntersuchung zur Dokumentation, Entwicklung und Optimierung des biologischen Ackerbaus und von agrarökologischen Begleitmaßnahmen angelegt (Projekt MUBIL: Monitoring der Umstellung auf biologische Landwirtschaft). Ziel der Untersuchung war die Frage zu beantworten, wie sich eine Umstellung der biologischen Bewirtschaftung und deren Begleitbiotope auf Bodenkennwerte, den Nährstoff-, Humus- und Wasserhaushalt, die Pflanzengesellschaften, das Ertragspotential und die Qualität der Kulturpflanzen, die Fauna sowie die Wirtschaftlichkeit auswirken. Zur Bewertung der Nachhaltigkeit von viehlosen Bio-Ackerbausystemen wird im Vergleich zu einem Kontrollsystem mit Tierhaltung vom IFÖL seit dem Jahr 2003 ein Langzeitversuch durchgeführt. Dabei werden vier Düngungsvarianten (DV1: nur Gründüngung, DV2: Gründüngung + Biotonnenkompost, DV3: Luzerne abgeführt + Stallmist, DV4: Luzerne abgeführt + Agrogasgülle) unter anderem hinsichtlich Ihrer Auswirkung auf Bodeneigenschaften (Humus- und Nährstoffgehalte, Bodenstruktur), Erträge und Qualitäten der Ernteprodukte untersucht. Dieser Langzeitversuch in Rutzendorf ist der einzige biologische bewirtschaftete Dauerversuch in Österreich. Dementsprechend haben die daraus gewonnenen Ergebnisse eine hohe Bedeutung, sowohl für die landwirtschaftliche Praxis als auch für wissenschaftliche Erkenntnisse. Außerdem wurde der Bio-Langzeitversuch von der LTER-Austria–Gesellschaft für ökologische Langzeitforschung als „Regular Site“ eingestuft und ist zusammen mit anderen agrarischen Dauerversuchen Teil des agrarökologischen eLTER Clusters Marchfeld.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-01-01 - 2036-12-31

In Raasdorf, auf den biologische bewirtschafteten Versuchsflächen der BOKU, wurde im Frühling 2026 ein europaweit einzigartiges Agrarlandschafts-experiment angelegt, ein großparzelliger, randomisierter Exaktversuch auf rund 20 Hektar, das zeigt, wie sich Produktivität, Biodiversität und Klimaschutz und -anpassung gemeinsam fördern lassen. Drei Stufen der Diversifizierung werden in dem Agrarlandschaftsexperiment auf ihre ökologischen, ökonomischen und klimatischen Wirkungen hin wissenschaftlich untersucht: (i) Reinsaaten (Kontrolle), (ii) Streifenanbau mit üblichen Kulturen wie Mais, Weizen, Soja aber auch Funktionsstreifen, sowie (iii) Streifenanbau mit Funktionsstreifen wie in (ii) aber auch Agroforst (alley cropping). In den Funktionsstreifen spielen einjährige (z.B. Kräuter, Kulturen wie Mariendistel, Ringelblume) und mehrjährige Pflanzen (z.B. Kleegras, Gewürzfenchel, Brachen, Blühstreifen), aber auch die Agroforststreifen eine entscheidende Rolle, sie fördern Bodenschutz, Biodiversität und beeinflussen das Mikroklima. So werden vielfältige Lebensräume, Habitate und Biotopkorridore geschaffen. Im Agrarlandschaftsexperiment werden erstmals in Österreich umfangreiche interdisziplinäre Daten zu Ökosystemleistungen und Biodiversitätsindikatoren erhoben, um zu quantifizieren, wie sich Strukturvielfalt auf Ertrag, Bodenfruchtbarkeit, Wasserhaushalt, Kohlenstoffspeicherung und Artenvielfalt aber auch auf Arbeitsaufwand und Lohnkosten auswirkt. Dies geschieht durch innovative Technologien – Drohnen- und KI-gestützte Datenerfassung und Sensorik und erlaubt den Aufbau eines „Digital Twin“. Diese Ergebnisse liefern eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für zukünftige agrar- und umweltpolitische Entscheidungen.

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