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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-03-01 - 2029-02-28
Es besteht ein dringender Bedarf Anbausysteme neu zu gestalten, um ihre Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Die Agrarökologie und die Biologische Landwirtschaft werden hierfür als vielversprechende Ansätze identifiziert. Diversifizierte Anbausysteme sind bekannt für ihre Fähigkeit Ökosystemleistungen zu erbringen, wie Kohlenstoffbindung, Verbesserung der Bodenstruktur, Nahrung und Lebensraum für funktionale Biodiversität, Verbesserung der Wasserqualität, Verringerung der Nährstoffauswaschung, bei gleichzeitiger Steigerung der Einnahmen und positiven sozialen Auswirkungen. ALLTOGETHER ist ein Netzwerk von 15 Fallstudien mit kombinierten Obst-Gemüse-Anbausystemen aus sieben Ländern entlang eines Nord-Süd-Gradienten in Europa (Schweden, Niederlande, Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien, Italien). Das drei-jährige Projekt ALLTOGETHER bringt Bäuerinnen und Bauern, Gärtnerinnen und Gärtner, Studierende, Forschende, Akteure aus Wertschöpfungsketten, politische EntscheidungsträgerInnen und VerbraucherInnen mit dem gemeinsamen Ziel zusammen, i) die Leistungen kombinierten Obst-Gemüse-Anbausysteme zu validieren, ii) den Austausch über Leistungen und Potentiale die-ser Systeme zu fördern und iii) die Einführung weiterer agroökologischer Praktiken in diesen Systemen zu beschleunigen.
Jede Fallstudie stellt seine eigene Kombination aus den verschiedenen lokal typischen Elementen der kombinierten Obst-Gemüse Anbausysteme dar und gemeinsam bieten sie ein hervorragendes Modell, um wichtige Komponenten dieses Anbausystems zu testen, zu messen, anzupassen und jene Vorteile zu kommunizieren., die für die beschleunigte Einführung agroökologischer Praktiken erforderlich sind.
Das Projekt wird Vorteile und Risiken von kombinierten Obst-Gemüse Anbausystemen liefern, die auf technischen Daten und gemeinsamen Erfahrungen innerhalb des Netzwerks der Fallstudien basieren. Das Projekt wird Erfahrungsaustausch innerhalb und zwischen den Fallstudien (Living Labs) fördern. Außerdem werden Lernprogramme entwickelt und die Weiterbildung im Bereich Agrarökologie in Europa gefördert, insbesondere innerhalb der Euroleague for Life Sciences (ELLS).
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2025-12-01 - 2028-11-30
Biologische Wildsammlung ist in der Verordnung (EU) 2018/848 für die Biologische Produktion geregelt und in vielen Regionen weltweit ein unverzichtbares wirtschaftliches Standbein. In Österreich gibt es derzeit jedoch kein Monitoring der Verbreitung und Relevanz Biologischer Wildsammlung. Das ist insofern problematisch, da die Chancen entlang der Wertschöpfungsketten dadurch nicht angemessen genutzt werden, aber auch den Herausforderungen nicht angemessen begegnet wird. Wir zielen in diesem Projekt darauf ab die Biologische Wildsammlung in Österreich sichtbar zu machen und deren Potenziale deutlich zu machen. Unsere spezifischen Ziele sind i) den Status Quo Biologischer Wildsammlung in Österreich abzubilden, ii) Herausforderungen und Erfolgsfaktoren der Biologischen Wildsammlung und mögliche Synergien mit Maßnahmen zu Extensivierung, Renaturierung, Naturschutz und Tourismus zu verstehen, iii) lokale Visionen und mögliche Transformationspfade für Biologische Wildsammlung abzustecken. Das Projekt gliedert sich in drei Stufen. In der ersten Stufe werden Daten von Bio-Kontroll- und Zertifizierungsstellen analysiert und anschließend die Erkenntnisse mit Telefoninterviews mit ca. 80 zufällig ausgewählten Produzent*innen Biologischer Wildsammlungsprodukte vertieft. In der zweiten Stufe werden die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren von ca. 15 nationalen und internationalen Pionierbetrieben für Biologische Wildsammlung analysiert sowie Synergiepotenziale zwischen Wildsammlung, Naturschutz, und Tourismus herausgearbeitet. In Stufe 3 werden in drei Hochpotenzialregionen Delphi-Befragungen und Workshops mit Interessens-, Behörden- und zivilgesellschaftliche Vertreter*innen gehalten, um die Übertragbarkeit der in der zweiten Projektstufe erhobenen Potenziale einem Realitätstest zu unterziehen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2025-05-01 - 2028-04-30
Hauptziel dieses Projekts ist es, die Expertise für den Kichererbsenanbaus in Österreich weiterhin aufzubauen, mit 381 ha (Stand 2023, AMA-Auswertung) gilt der Kichererbsenanbau in Österreich nach wie vor als Nischenkultur. Fehlende Kenntnisse über Anbauverfahren und Sortenwahl erschweren den Zugang für LandwirtInnen, Kichererbsen erfolgreich zu kultivieren. Veränderungen der klimatischen Bedingungen sowie sich häufenden Wetterextreme wie Dürren und Hitzeperioden erfordern jedoch eine Anpassung des hiesigen Ackerbaus. Hierbei kann die Kichererbse, welche als trockentolerant und hitzestabil gilt, als heimische Eiweißpflanze einen wichtigen Beitrag leisten. Somit ist Ziel diese Projekts, Anbaupotentiale - insbesondere für das Trockengebiet zu erheben, welche in Anbau- sowie Sortenempfehlungen an die praktizierende Landwirtschaft resultieren sollen.
Auf den Bio-Flächen der BOKU University im Marchfeld wird ein Exaktversuch mit verschiedenen Kichererbsensorten und Inokulaten angelegt, mit dem Ziel, Erkenntnisse über die Stickstofffixierleistung und Wassernutzungseffizienz der Kichererbsen zu gewinnen. Diese Erkenntnisse können insbesondere für die biologische Landwirtschaft von großer Bedeutung sein, fehlende Möglichkeiten vom Einsatz an schnell verfügbaren, synthetischen Düngemitteln erfordern besonders in der biologischen Landwirtschaft abgestimmte sowie ausgewogene Fruchtfolgeabläufe.