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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-06-01 - 2021-05-31

Tiefgründige Hangbewegungen (engl. Slope Deformations) können häufig komplette Gebirgsflanken beeinflussen, und können bis in Tiefen von 100 bis 300 m reichen. Da sich diese meist nur im Bereich von wenigen mm bis cm pro Jahr bewegen, ist häufig unbekannt ob diese Hangbewegungen aktiv sind. Die Wichtigkeit eines umfassenden Prozessverständnisses dieser Hanginstabilitäten wurde vor allem im letzten Jahrzehnt von Seiten der Forschung zunehmend erkannt. Oft sind diese Massenbewegungen verbunden mit katastrophalen Rutschungen von Teilschollen, Felsstürzen, Steinschlägen oder Murgängen. VIGILANS wird ein Monitoring-System für die Überwachung von aktiven, tiefgründigen Hangbewegungen entwickeln und bereitstellen, basierend auf satelliten-gestützten InSAR (Interferometric Synthetic Aperture Radar) und UAV-P (Unmanned Aerial Vehicle Photogrammetry) Methoden. Wir werden die Unsicherheiten der neuartigen Überwachungsverfahren quantifizieren und ihre Fähigkeiten in Ergänzung zu bestehenden Instrumentierungen in geometrisch schwieriger, bergiger Umgebung testen. Ein qualitativer Vergleich der Unsicherheiten von auf InSAR und UAV-P Überwachungsmethoden ist wesentlich um für diese vielversprechenden Methoden langfristig bei Interessenvertretern eine Akzeptanz für Marktanwendungen zu erzielen. Die Integration der Anforderungen von Interessenvertretern, zuständigen Behörden und Parteien zu einem verbesserten Risikomanagement dieser Massenbewegungen sind ein wesentlicher Bestandteil von VIGILANS.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-01-01 - 2021-02-28

Gravitative Massenbewegungen sind ein allgegenwärtiges Phänomen in den Alpen und können eine Gefährdung für Menschenleben und Infrastruktur darstellen. Erst kürzlich erfolgte ein dramatisches Ereignis in Bergell (Graubünden, Schweiz) mit mehreren Toten. Für die Gefahrenbewertung und Risikominimierung ist es unabdinglich, die Prozesse von gravitativen Massenbewegungen zu erfassen und zu verstehen. Im Rahmen der Dissertation von Christina Rechberger, M.Sc. wird eine aktive tiefgründige Massenbewegung am Marzellkamm in Vent, Tirol im Detail untersucht. Die Charakterisierung der Kinematik, des Deformationsverhaltens und die Bestimmung der hydro-mechanischen Prozesse im Hinblick auf den fortschreitenden Gletscherrückzug ist das Ziel dieses Doktoratprojekts. Dazu wird eine umfangreiches Monitoringsystem aufgebaut, mit dem die Bewegungsprozesse, die Kinematik und das Deformationsverhalten erfasst werden. Das geplante Monitoring System besteht a) aus Extensometern und Kameras, die eine kontinuierliche Beobachtung ermöglichen, b) aus regelmäßigen tachymetrische Vermessungen von installierten Reflektoren und c) aus Fernerkundungsdaten mit Hilfe von Orthofotos und Laserscannermessungen (ALS-/TLS-Messungen). Das Projekt und das geplante Monitoring System ist im Projektantrag im Detail beschrieben und wurde bei der Österreichischen Geomechanischen Gesellschaft eingereicht.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-09-20 - 2020-09-19

Aufgrund der chemischen Zusammensetzung und der Umgebungsbedingungen in Drainage- Rohren, kommt es zu massiven Ausscheidungen die sich in Form von Versinterungen in den Systemen anlagern. Dadurch verringert sich der freie Querschnitt der Rohrleitungen immer weiter, bis schlussendlich anfallende Wassermenge nicht mehr aus den Tunnelbauwerken geleitet werden können. Da es dadurch zu massiven Problemen, bzw. Schädigungen im Tunnel kommen könnte, müssen die Drainagerohre in regelmäßigen Abständen gereinigt werden, um ihre Funktion aufrecht zu erhalten. Derartige Reinigungsverfahren sind nicht nur sehr kostspielig und zeitintensiv, sondern können auf längere Sicht auch zur Beschädigung, der Drainage-Leitungen selbst führen. Beschädigte Oberflächen in Drainage-Leitungen können dazu führen, dass zukünftige Versinterungen noch schneller aufwachsen. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass derzeitig eingesetzte Drainageleitungsmaterialien durch die schlagartige Beanspruchung während der Reinigungsvorgänge verspröden und splittern. Dieses „worst-case“ Szenario bedingt den Austausch der Drainageleitung, was nur durch umfassende bauliche Maßnahmen möglich ist. Zur Verringerung der durch Versinterungen entstehenden Problemstellungen, sollen im gegenständlichen Projekt Rohrmaterialien entwickelt werden, die nicht nur resistenter gegenüber derzeit angewandten Reinigungsverfahren sind, sondern auch das Aufwachsen von Versinterungen generell verzögern, oder im besten Fall sogar verhindern. Durch die Modifizierung von kommerziellen Kunststoffen durch Zugabe spezieller aktiver Additive, können Eigenschaftsprofile von Kunststoffen gezielt verändert werden. Durch die Herstellung von „Compounds“ können somit beispielsweise auch Eigenschaften wie Schlagzähigkeit, Oberflächenhärte, Oberflächenspannung oder Elektronegativität verändert werden. Durch gezielte Untersuchung des Einflusses verschiedener mechanischer, chemischer und physikalischer Parameter auf die Geschwindigkeit der Versinterungsbildung können dadurch Materialien entwickelt werden, die exakt auf die Anforderungen in Drainageleitungen in Tunnelbauwerken abgestimmt und maßgeschneidert sind.

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