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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-07-01 - 2024-06-30

DRAGON ist ein Folgeprojekt von VIGILANS und befasst sich mit den offenen Fragen, die sich aus VIGILANS ergeben haben, um eine verbesserte Gefahrenanalyse bei langsamen Hangbewegungen für die Gesellschaft zu erreichen. Um das Gefährdungspotenzial verschiedener Deformationstypen zu bestimmen, wird die Tiefe und Geometrie der Bruchfläche (Rutschungsfläche) mit der Vektor-Neigungs-Methode (VIM) auf der Grundlage von 3D-Bewegungsvektoren bestimmt, die durch die Kombination von 2D-InSAR-Daten (Sentinel-1 und TerraSAR-X) mit bodengestütztem InSAR-Daten (GB-InSAR) ermittelt werden. Zusätzlich werden mit Envisat- und Sentinel-1-Analysen retrospektiv die Verläufe der Hangdeformationen für die beiden ausgewählten aktiven Hangbewegungen (Steinlehnen & Malgrube, Tirol) für die vergangenen zwanzig Jahre ermittelt. Dies erlaubt es abschätzen zu können, ob die dokumentierten, spontanen Felssturzereignisse direkt mit dem progressiven Versagen der Großhangbewegungen gekoppelt sind. Zeitreihenanalysen sollen potenzielle Beschleunigungsphasen identifizieren und werden mit meteorologischen Datenreihen verglichen. Aufgrund des bekannt, komplexen Bewegungsverhaltes von tiefgründigen Hangdeformationen ist es wichtig einen Forschungsansatz zu wählen, der verschiedene Technologien und Plattformen integriert. DRAGON kombiniert erstmals Satelliten-Daten mit bodengestützten Fernerkundungen (GB-InSAR, TLS, Tachymetrie, Drohnen- Photogrammetrie) und in situ Messungen (D-GNSS, Konvergenzmessungen, Seismisches-Monitoring). Das Ziel ist es für die beiden Großhangbewegungen ein möglichst genaues dreidimensionales kinematisches Modell zu erstellen das die Ergebnisse der unterschiedlichen Messungen wiederspiegelt und auch eine Prognose über den weiteren Verlauf des Hangversagens erlaubt. Die Ergebnisse bilden einen wichtigen Beitrag zum Prozessverständnis von tiefgründigen Hangdeformationen und können auf eine Vielzahl von Massenbewegungen dieses Typs angewandt werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-05-16 - 2022-11-15

Projekt Owner: Slowenischer Geologischer Dienst Projektphasen: -) Feldarbeit und Probenahme (entweder aus Bohrkern oder aus Aufschluss) -) physikalische Vorbereitung -) Extraktion von kosmogen produziertes Al und Be aus 10 Proben aus Slovenji Gradec Becken extrahieren -) Altersberechnung, Berichtlegung Das Ziel dieses Projektes ist die Untersuchung von Sedimenten in der Beckenfüllung des Sloveni Gradec Becken insbesondere, der Versuch einer Bestimmung des Ablagerungszeitraums der Sedimente. Dafür werden seitens des Projektpartners (Geologischer Dienst Slowenien) 4 Bohrungen durchgeführt, die Sedimente aus den tieferen Teilen des Beckens bergen. Die sedimentologische Aufnahme durch den Projektpartner wird mit einem Altersmodell vom Labor für kosmogenen Nuklidextratkion (Laborhomepage: https://short.boku.ac.at/wdqpvq; IAG, BOKU) komplementiert und numerisch eingegrenzt. Bei erfolgreicher Durchführung und geeigneten Sedimenten kann die tektonische Aktivität im Sloveni Gradec Becken berechnet werden. Diese Information wird für die Risikoabschätzung des Kernkraftwerks Krsko weiterverwendet werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-12-01 - 2024-11-30

Für ein besseres Verständnis der Interdependenzen von Gletschern und Klima in Patagonien, ist es notwendig, die ehemaligen Gletscherfluktuationen zu rekonstruieren. Die nördlichen (NPI) und südlichen (SPI) patagonischen Eisfelder waren Gegenstand vieler intensiver Studien, aber für die Gletscher des südlichsten Cordillera-Darwin-Eisfeldes gibt es vergleichsweise wenige Aufzeichnungen. Der Grund für diesen Mangel hängt weitgehend damit zusammen, dass dort die Gletscher in Fjorden endeten und der Zugang zu im heute terrestrischen Bereich liegenden Archiven sehr begrenzt ist. Die verfügbaren Daten über Zeitpunkt und Ausdehnung der CDI-Gletscher während des letzten Glazial-Interglazial-Übergangs (LGIT) zeigen jedoch ein Paradox widersprüchlicher Beweise für entweder ein "größeres" Eisfeld und damit verbundene eisgestaute proglaziale Seen oder ein "kleineres" Eisfeld mit Auswirkungen auf den schnellen Rückzug der Gletscher. Ziel dieses Projekts ist es, das Ausmaß und den Zeitpunkt der glazialen Schwankungen im Bereich des südlichen Estrecho de Magallanes und dem Fuegian archipelago am Ende der letzten Eiszeit (ca. 18.000 bis 10.000 Jahre vor heute (18-10 ka)) zu rekonstruieren und unser Verständnis der Natur und des Zeitpunkts von Klimaänderungen während der LGIT zu verbessern. Die frühere Ausdehnung des CDI und der damit verbundenen proglazialen Seen und Schmelzwasserrouten hat weiterhin wichtige Auswirkungen auf unser Verständnis geomorphologischer Barrieren für die Ausbreitung des frühen Menschen in dieser Region.

Betreute Hochschulschriften