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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-04-01 - 2025-03-31

Es besteht die Dringlichkeit, die großen Paläo-Sanddünen des küstennahen zentralen semiariden Chiles (31-35 ºS) und ihre Bildungsfaktoren zu untersuchen, weil sie wichtige Einblicke in vergangene und gegenwärtige Mechanismen der Umweltveränderung liefern können und Antworten auf Fragen geben, wie z. B. wie der gegenwärtige Klimawandel und der damit verbundene Gletscherrückzug in den Anden die Dünen und die damit verbundenen Ökosysteme beeinflussen können. Der Mangel an verfügbaren Daten und die begrenzten Belege innerhalb dieser ausgedehnten semiariden Region, einschließlich der Anden und der Küstenregionen, erlauben derzeit nicht die Entwicklung eines endgültigen konzeptionellen Modells der Dünenbildung und der möglichen kausalen Rolle der Andengletscher als Treiber bei deren Morphogenese. In diesem Projekt planen wir, die Rolle der Veränderung der Andengletscher als kausaler Faktor für die Bildung, Ausdehnung und Variabilität von Küstendünen im zentralen semiariden Chile (30-35ºS) während des letzten Vereisungszyklus zu untersuchen. Unsere Studie geht davon aus, dass der Abfluss der Andenflüsse in Verbindung mit dem Klima und den Gletscherschwankungen den "An"- und "Aus"-Schalter für die Sedimentversorgung der Äolischen Ablagerungen an der Küste auf verschiedenen zeitlichen Skalen antreibt. Um die geographischen und kausalen Zusammenhänge zwischen Andengletschern und Küstendünen zu bestimmen, wird basierend auf in situ 10Be-36Cl-Datierungen von Moränen und Lumineszenz-Datierungen an äolischen Ablagerungen eine präzise Chronologie für den letzten Vereisungszyklus erstellt, um Phasen erhöhter Sedimentzufuhr aus den Anden an die Küste, die mit Gletscherschwankungen und allgegenwärtigen paraglazialen Prozessen verbunden sind, mit der Veränderung der Paläodünen an der Küste korrelieren zu können. Die erwarteten Ergebnisse dieses Projekts werden unser Wissen über den Ursprung und die zeitliche Veränderung großer Sanddünen an der Küste, den Zeitpunkt der Vergletscherung und Deglazialisierung in den semiariden Anden, die Mechanismen des Klimawandels in Zentralchile während des späten Quartärs und die geomorphologischen Prozesse in den Bergen, die mit glazialen und deglazialen Phasen wie der gegenwärtigen verbunden sind, erheblich erweitern.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-06-01 - 2021-06-30

Tiefgründige Hangbewegungen (engl. Slope Deformations) können häufig komplette Gebirgsflanken beeinflussen, und können bis in Tiefen von 100 bis 300 m reichen. Da sich diese meist nur im Bereich von wenigen mm bis cm pro Jahr bewegen, ist häufig unbekannt ob diese Hangbewegungen aktiv sind. Die Wichtigkeit eines umfassenden Prozessverständnisses dieser Hanginstabilitäten wurde vor allem im letzten Jahrzehnt von Seiten der Forschung zunehmend erkannt. Oft sind diese Massenbewegungen verbunden mit katastrophalen Rutschungen von Teilschollen, Felsstürzen, Steinschlägen oder Murgängen. VIGILANS wird ein Monitoring-System für die Überwachung von aktiven, tiefgründigen Hangbewegungen entwickeln und bereitstellen, basierend auf satelliten-gestützten InSAR (Interferometric Synthetic Aperture Radar) und UAV-P (Unmanned Aerial Vehicle Photogrammetry) Methoden. Wir werden die Unsicherheiten der neuartigen Überwachungsverfahren quantifizieren und ihre Fähigkeiten in Ergänzung zu bestehenden Instrumentierungen in geometrisch schwieriger, bergiger Umgebung testen. Ein qualitativer Vergleich der Unsicherheiten von auf InSAR und UAV-P Überwachungsmethoden ist wesentlich um für diese vielversprechenden Methoden langfristig bei Interessenvertretern eine Akzeptanz für Marktanwendungen zu erzielen. Die Integration der Anforderungen von Interessenvertretern, zuständigen Behörden und Parteien zu einem verbesserten Risikomanagement dieser Massenbewegungen sind ein wesentlicher Bestandteil von VIGILANS.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-01-01 - 2021-09-30

Gravitative Massenbewegungen sind ein allgegenwärtiges Phänomen in den Alpen und können eine Gefährdung für Menschenleben und Infrastruktur darstellen. Erst kürzlich erfolgte ein dramatisches Ereignis in Bergell (Graubünden, Schweiz) mit mehreren Toten. Für die Gefahrenbewertung und Risikominimierung ist es unabdinglich, die Prozesse von gravitativen Massenbewegungen zu erfassen und zu verstehen. Im Rahmen der Dissertation von Christina Rechberger, M.Sc. wird eine aktive tiefgründige Massenbewegung am Marzellkamm in Vent, Tirol im Detail untersucht. Die Charakterisierung der Kinematik, des Deformationsverhaltens und die Bestimmung der hydro-mechanischen Prozesse im Hinblick auf den fortschreitenden Gletscherrückzug ist das Ziel dieses Doktoratprojekts. Dazu wird eine umfangreiches Monitoringsystem aufgebaut, mit dem die Bewegungsprozesse, die Kinematik und das Deformationsverhalten erfasst werden. Das geplante Monitoring System besteht a) aus Extensometern und Kameras, die eine kontinuierliche Beobachtung ermöglichen, b) aus regelmäßigen tachymetrische Vermessungen von installierten Reflektoren und c) aus Fernerkundungsdaten mit Hilfe von Orthofotos und Laserscannermessungen (ALS-/TLS-Messungen). Das Projekt und das geplante Monitoring System ist im Projektantrag im Detail beschrieben und wurde bei der Österreichischen Geomechanischen Gesellschaft eingereicht.

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