Gewalt- und Opferschutz: Wie werden Betroffene medizinisch und forensisch versorgt?
Im Rahmen der Initiative „Orange the World“ lädt die Genderplattform zu einem Online-Vortrag zum Umgang mit körperlicher Gewalt ein.
Der Vortrag von Expert:innen der Opferschutzgruppe des Universitätsklinikums AKH Wien, der Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene sowie der Forensischen Kinder- und Jugenduntersuchungsstelle (FOKUS) der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität Wien richtet sich an alle interessierten Mitarbeiter:innen und Studierenden.
Im Fokus steht die Frage, was nach einem Gewalterlebnis passiert: Wie läuft die Versorgung im Krankenhaus ab? Worauf ist zu achten und welche Schritte sind für eine gerichtsfeste Beweissicherung notwendig, wenn eine solche gewünscht wird? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es danach? Dabei wird praxisnah anhand eines Beispielfalls erläutert, wie medizinisches Personal vorgeht, welche Rechte Betroffene haben und wie sensibel sowie strukturiert Dokumentation und Versorgung erfolgen.
Durch den Vortrag wird niederschwellig grundlegendes Wissen vermittelt und Bewusstsein für die notwendigen Handlungsschritte bei physischen Gewalterfahrungen geschaffen, sowohl für betroffene als auch nahestehende Personen. Teilnehmende erhalten Einblicke in Abläufe und Unterstützungsangebote, wodurch Hemmschwellen abgebaut und die Handlungskompetenz im beruflichen wie privaten Umfeld gestärkt werden. Eine Möglichkeit für anonyme Rückfragen über Mentimeter wird gegeben sein.
Triggerwarnung: Dieser Vortrag thematisiert Gewalterfahrungen und bezieht authentisches Bildmaterial/Fotos aus dem Kontext der Verletzungsdokumentation ein. Während des Vortrags wird eine Awareness-Person ansprechbar sein.