Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-02-15 - 2026-05-14

Entsprechend Artikel 25 der Energieeffizienzdirektive der EU (EED III, Richtlinie (EU) 2023/1791) sind Gemeinden mit über 45.000 Einwohner:innen ab 2025 verpflichtet, lokale Pläne für die Wärme- und Kälteversorgung auszuarbeiten. Diese haben unter anderem den konkreten Bedarf, die bestehende Infrastruktur und mögliche Potenziale zu beinhalten, wobei der Grundsatz der Energieeffizienz an erster Stelle steht. Grundlage für die Erstellung solcher Pläne ist eine fundierte Kenntnis über die Entwicklung des Wärme- und Kältebedarfs, um in Kombination mit effizienzsteigernden Maßnahmen verschiedene Entwicklungsszenarien abzubilden und diese in die Formulierung städtischer Kältestrategien einfließen zu lassen. Auf Grundlage der Ergebnisse der seitens des BMK in Auftrag gegebenen F&E Dienstleistung „Urbaner Kältebedarf Österreich (UKÖ) 2030/2050“ sowie unter Heranziehung der Ergebnisse detaillierter Gebäudesimulationen seitens des Auftraggebers unter Berücksichtigung großstädtischer Spezifika (bspw. hinsichtlich des Gebäudebestands) besteht das Projektziel darin, zu prüfen, in welcher räumlichen und sachlichen Auflösung (1) öffentlich verfügbare Datengrundlagen die raumrelevanten Einflussfaktoren für den Kältebedarf einer Großstadt abbilden können und (2) die Ermittlung des Kältebedarfs am Beispiel der Stadt Wien im Status-Quo sowie bis zum Jahr 2050 vorgenommen werden kann.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-01-12 - 2026-11-11

Die Auswirkungen des Hochwasserereignisses im September 2024 machen deutlich, dass die bauliche Entwicklung in Niederösterreich nicht risikoangepasst erfolgt. Neu-/Zu- und Umbauten in Hochwasserabflussbereichen erhöhen laufend das Schadenspotential. Die bestehenden raumordnerischen Regelungen erlauben bauliche Nutzungen in potenziell hochwassergefährdeten Gebieten. Mit Blick auf die Erstschätzung der Schadenssummen (€ 700 Mio. bei privaten Haushalten) wird offensichtlich, dass eine risikobasierte Planung noch keinen umfassenden Eingang in Raumordnungs- und Bauverfahren – also die Planungspraxis – gefunden hat. Raumordnungsrechtliche Restriktionen für Gefährdungsbereiche bestehen in Niederösterreich bereits seit Jahrzehnten, der Aktionsplan der österreichischen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel betont aber, dass weitere regulatorische Verbesserungen im Planungsrecht zur Naturgefahrenprävention und Klimawandelanpassung gesetzt werden sollen. Das Ereignis im September 2024 zeigt weiters, dass ein regulatives Defizit nicht per se besteht, sondern die vorhandenen Gefährdungsinformationen sowie klimawandelbedingte Dynamiken bei Ereignishäufigkeiten und -charakteristika vor allem auf kommunaler Ebene nicht optimal in die räumliche Entwicklung integriert werden. Daraus lassen sich für RiskPlan zwei zentrale Fragen ableiten: (i) Welche legistischen Anpassungen im Raumordnungs- und Baurecht können eine risikobasierte Planung und damit eine langfristige Anpassung befördern? (ii) Wie kann eine fachlich fundierte Beratungsleistung organisiert werden, die es Gemeinden erlaubt, risikobasierte Entscheidungen bezüglich Hochwasseranpassung in der Raumplanung und im Baurecht zu treffen? Methodisch stützt sich RiskPlan auf einen explorativen Zugang. Die legistische Analyse erfolgt auf Basis eines Vergleichs von Regelungen in den Bundesländern. Die Entwicklung einer in die Verfahren eingebetteten Beratung erfolgt in einem transdisziplinären Zugang gemeinsam mit Behördenvertreter:innen und Ortsplaner:innen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2025-10-01 - 2029-06-30

Das Innovationslabor RESET.Go eGen und das Leitprojekt RESET fokussieren die Erprobung der Energiewende im ländlichen Raum mit einem verstärkten digitalen und adaptiven Ansatz. Eine web-basierte Planungsmethodik wird der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und errechnet optimale Energietechnologien, deren Kapazitäten und sektorgekoppelten Betrieb sowie Sanierungs- und Flexibilitätspotentiale. In der realen Umsetzung werden bestehende und neu-implementierte (Mess-) Infrastrukturen in eine homogenisierende Datenarchitektur eingebettet, um Analysen und Optimierungen von Energietechnologien und -verbrauchern ideal zu regeln. Regionale Bedarfsträger*innen werden durch das Innovationslabor auf verschiedenen Disziplinen miteinander vernetzt und haben die Möglichkeit dezentrale Energienetze optimal zu erstellen, sich an regionalen Energietechnologien finanziell zu beteiligen und am Energiestatus aktiv mitzuwirken.

Betreute Hochschulschriften