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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-09-01 - 2029-08-31
Dichte ist einerseits Charakteristikum, Identifikationspunkt und Determinante, anderseits sowohl Voraussetzung als auch Hemmnis qualitätsvoller urbaner Entwicklung. Dichte ist vielfach ein Maß für die Effizienz urbaner technischer und sozialer Infrastruktur sowie für leistbares Wohnen. Auch wird höhere Dichte mit Reduktion von Flächeninanspruchnahme verbunden. Andererseits kann zu viel Dichte aber einen Verlust an Lebensqualität bedeuten. Seit Jahrzehnten wird in der Planung das Postulat einer „maßvollen Dichte“ aufgestellt, ohne beantworten zu können, was denn nun „maßvoll“ sei. Ziel der gegenständlichen Forschungsarbeit ist es, im Sinne von planerischer Grundlagenforschung „maßvolle Dichte“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln am Beispiel des Raumes Wien zu betrachten und die Frage zu beantworten, was unter „maßvoller Dichte“ zu verstehen sei und an welchen Kriterien diese festgemacht werden könnte.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-03-01 - 2029-02-28
Ein Paradigmenwechsel hin zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Gesellschaft erfordert vorausschauende Wege der Transformation zur Reduktion und Deckung des Energiebedarfs (insbesondere in Zusammenhang mit Raum- und Mobilitätsplanung) auf strategischer Ebene UND die Priorisierung naturpositiver Entscheidungen, die den Beitrag der Natur zum Wohle der Menschen ausdrücklich berücksichtigen. In der Praxis sehen sich Planer*innen mit einer zunehmenden Intensität konkurrierender gesellschaftlicher Anforderungen und einem starken Druck auf die Ressource Land konfrontiert. Gleichzeitig mangelt es ihnen an verlässlichen und aktuellen Daten, auf die sie ihre Entscheidungen stützen können. BIOGAIN untersucht, inwieweit neuartige (digital und KI-gestützte) Daten und Erkenntnisse über Veränderungen in Ökosystemen, die komplexe Dynamiken widerspiegeln, einen Ausweg aus diesen Defiziten hin zu einer Netto-Gewinn-Planung ("Net-Gain") bieten. BIOGAIN zielt darauf ab, die Transparenz darüber zu erhöhen, wie die prognostizierten Auswirkungen erneuerbarer Energien auf Arten und ihre Lebensräume wirken. Es untersucht, welche Priorisierungen erforderlich sind, um eine Netto-Gewinn-Strategie zu verfolgen, die die verschiedenen konkurrierenden Interessen und die Notwendigkeit einer multifunktionalen Landnutzung widerspiegelt. Darüber hinaus untersucht es die Akzeptanz von KI gestützten Modellen, die komplexe Wechselwirkungen berücksichtigen, die aufgrund vielfältiger Landnutzungsänderungen im Zusammenhang mit der Energiewende und sich wandelnden Präferenzen, Werten und Kompromissen im Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Wandel auftreten können. Zu diesem Zweck identifiziert und analysiert BIOGAIN soziale Wendepunkte ("Levers") hin zu einem Net-Gain-Planungssystem in einem transdisziplinären, akteurszentrierten Ansatz.
BIOGAIN strebt eine effiziente Nutzung wirtschaftlicher Ressourcen an, um einen Nettogewinn an Biodiversität zu erzielen (wie von der Taxonomie empfohlen), anstatt primär auf die Minimierung und Kompensation von negativen Umweltauswirkungen abzuzielen (d. h. durch Minderungsmaßnahmen, Kompensation).
Durch die Einbeziehung privater Unternehmen, Beratungsfirmen und öffentlicher Behörden in eine reale Planungssimulation sowohl bei der Entwicklung und Erprobung eines Serious Games, das auf einer kollaborativen Entscheidungsanalyse basiert und von einer DCE begleitet wird, als auch in einem „Living-Lab-Setting” mit expliziter räumlicher Optimierung in drei Fallstudienregionen, in denen digitale Biodiversitätsdaten und -modelle zum Einsatz kommen, können tiefgreifende Hebelpunkte in der öffentlich-privaten Zusammenarbeit untersucht werden. Darüber hinaus befasst sich BIOGAIN mit Hindernissen und Chancen aus verfahrenstechnischer, wertebezogener/mentalitätsbezogener Machtdynamik und auch aus wirtschaftlicher Perspektive.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-02-15 - 2026-11-14
Entsprechend Artikel 25 der Energieeffizienzdirektive der EU (EED III, Richtlinie (EU) 2023/1791) sind Gemeinden mit über 45.000 Einwohner:innen ab 2025 verpflichtet, lokale Pläne für die Wärme- und Kälteversorgung auszuarbeiten. Diese haben unter anderem den konkreten Bedarf, die bestehende Infrastruktur und mögliche Potenziale zu beinhalten, wobei der Grundsatz der Energieeffizienz an erster Stelle steht. Grundlage für die Erstellung solcher Pläne ist eine fundierte Kenntnis über die Entwicklung des Wärme- und Kältebedarfs, um in Kombination mit effizienzsteigernden Maßnahmen verschiedene Entwicklungsszenarien abzubilden und diese in die Formulierung städtischer Kältestrategien einfließen zu lassen.
Auf Grundlage der Ergebnisse der seitens des BMK in Auftrag gegebenen F&E Dienstleistung „Urbaner Kältebedarf Österreich (UKÖ) 2030/2050“ sowie unter Heranziehung der Ergebnisse detaillierter Gebäudesimulationen seitens des Auftraggebers unter Berücksichtigung großstädtischer Spezifika (bspw. hinsichtlich des Gebäudebestands) besteht das Projektziel darin, zu prüfen, in welcher räumlichen und sachlichen Auflösung (1) öffentlich verfügbare Datengrundlagen die raumrelevanten Einflussfaktoren für den Kältebedarf einer Großstadt abbilden können und (2) die Ermittlung des Kältebedarfs am Beispiel der Stadt Wien im Status-Quo sowie bis zum Jahr 2050 vorgenommen werden kann.