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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-01-12 - 2026-11-11
Die Auswirkungen des Hochwasserereignisses im September 2024 machen deutlich, dass die bauliche Entwicklung in Niederösterreich nicht risikoangepasst erfolgt. Neu-/Zu- und Umbauten in Hochwasserabflussbereichen erhöhen laufend das Schadenspotential. Die bestehenden raumordnerischen Regelungen erlauben bauliche Nutzungen in potenziell hochwassergefährdeten Gebieten. Mit Blick auf die Erstschätzung der Schadenssummen (€ 700 Mio. bei privaten Haushalten) wird offensichtlich, dass eine risikobasierte Planung noch keinen umfassenden Eingang in Raumordnungs- und Bauverfahren – also die Planungspraxis – gefunden hat. Raumordnungsrechtliche Restriktionen für Gefährdungsbereiche bestehen in Niederösterreich bereits seit Jahrzehnten, der Aktionsplan der österreichischen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel betont aber, dass weitere regulatorische Verbesserungen im Planungsrecht zur Naturgefahrenprävention und Klimawandelanpassung gesetzt werden sollen.
Das Ereignis im September 2024 zeigt weiters, dass ein regulatives Defizit nicht per se besteht, sondern die vorhandenen Gefährdungsinformationen sowie klimawandelbedingte Dynamiken bei Ereignishäufigkeiten und -charakteristika vor allem auf kommunaler Ebene nicht optimal in die räumliche Entwicklung integriert werden. Daraus lassen sich für RiskPlan zwei zentrale Fragen ableiten: (i) Welche legistischen Anpassungen im Raumordnungs- und Baurecht können eine risikobasierte Planung und damit eine langfristige Anpassung befördern? (ii) Wie kann eine fachlich fundierte Beratungsleistung organisiert werden, die es Gemeinden erlaubt, risikobasierte Entscheidungen bezüglich Hochwasseranpassung in der Raumplanung und im Baurecht zu treffen?
Methodisch stützt sich RiskPlan auf einen explorativen Zugang. Die legistische Analyse erfolgt auf Basis eines Vergleichs von Regelungen in den Bundesländern. Die Entwicklung einer in die Verfahren eingebetteten Beratung erfolgt in einem transdisziplinären Zugang gemeinsam mit Behördenvertreter:innen und Ortsplaner:innen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2025-10-01 - 2029-06-30
Das Innovationslabor RESET.Go eGen und das Leitprojekt RESET fokussieren die Erprobung der Energiewende im ländlichen Raum mit einem verstärkten digitalen und adaptiven Ansatz. Eine web-basierte Planungsmethodik wird der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und errechnet optimale Energietechnologien, deren Kapazitäten und sektorgekoppelten Betrieb sowie Sanierungs- und Flexibilitätspotentiale. In der realen Umsetzung werden bestehende und neu-implementierte (Mess-) Infrastrukturen in eine homogenisierende Datenarchitektur eingebettet, um Analysen und Optimierungen von Energietechnologien und -verbrauchern ideal zu regeln. Regionale Bedarfsträger*innen werden durch das Innovationslabor auf verschiedenen Disziplinen miteinander vernetzt und haben die Möglichkeit dezentrale Energienetze optimal zu erstellen, sich an regionalen Energietechnologien finanziell zu beteiligen und am Energiestatus aktiv mitzuwirken.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2024-01-01 - 2026-12-31
ENERGY4ALL zielt darauf ab, Energiekonfigurationen als gemeinsame Ressource zu entwickeln und die gemeinschaftliche Dimension bei der Gestaltung und Umsetzung von entstehenden Positive Energy Districts (PED) und Energy Communities (EC) zu testen. Das Projekt erforscht ein inklusives Governance-Modell durch unterstützende Toolboxen für die Gestaltung und Umsetzung einer partizipativen Energie-Governance und replizierbare Wege für PEDs/ECs.Das Projekt arbeitet mit einer offenen Definition von ECs, die sowohl eine Reihe von Haushalten, die Energie produzieren und verbrauchen, als auch Nutzer einer gemeinsamen öffentlichen Ressource zur Steigerung der Energieeffizienz umfasst. ENERGY4ALL konzeptualisiert ECs als drei konstitutive Elemente in gegenseitiger Beziehung: Ressourcen, Gemeinschaft und Governance. Diese Elemente werden in den vier Pilotprojekten in Stavanger (Norwegen), der Steiermark (Österreich), Budapest (Ungarn) und Rom (Italien) in verschiedenen Fällen untersucht, wobei unterschiedliche Merkmale berücksichtigt werden, wie z. B. städtische und industrielle Standorte, territoriale Skalen von Haushalten bis hin zu Stadtvierteln und die Beteiligung verschiedener Interessengruppen wie Behörden, Privatunternehmen, Forschungseinrichtungen und lokale Bürgergruppen.