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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-09-01 - 2028-02-29

Soil-Bio-Divers sensibilisiert Schüler*innen an landwirtschaftlichen Schulen dafür, wie sich Landbewirtschaftung und Klimawandel auf die Bodenbiodiversität und Ökosystemleistungen auswirken. Aufbauend auf bestehenden Partnerschaften mit Biosphärenreservaten aus dem Projekt „SoilBioClimPol“ werden wir mit drei Schulen im Biosphärenreservat Lungau–Nockberge und im Biosphärenreservat Wienerwald zusammenarbeiten. In Absprache mit der Schulleitung wird pro Schule eine Klasse (ca. 30 Schüler*innen) teilnehmen. Nach einer Einführung vor Ort durch das Kernteam wird jeder Schüler als Citizen Scientist tätig und untersucht: (i) den Bestand und die Biomasse von Regenwürmern als Indikatoren für die Bodengesundheit (Belüftung, Nährstoffkreislauf), (ii) die Wasserinfiltration als wichtige Ökosystemleistung, die die Reaktion des Bodens auf extreme Niederschläge widerspiegelt, und (iii) das DNA-Metabarcoding von Regenwurmproben zur Erfassung der Bodenbiodiversität sowie (iv) sozialwissenschaftliche Daten durch Befragung und Diary. Die Ergebnisse fließen in den Unterricht und in lokale Managementdialoge ein.   
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-09-01 - 2029-08-31

Dichte ist einerseits Charakteristikum, Identifikationspunkt und Determinante, anderseits sowohl Voraussetzung als auch Hemmnis qualitätsvoller urbaner Entwicklung. Dichte ist vielfach ein Maß für die Effizienz urbaner technischer und sozialer Infrastruktur sowie für leistbares Wohnen. Auch wird höhere Dichte mit Reduktion von Flächeninanspruchnahme verbunden. Andererseits kann zu viel Dichte aber einen Verlust an Lebensqualität bedeuten. Seit Jahrzehnten wird in der Planung das Postulat einer „maßvollen Dichte“ aufgestellt, ohne beantworten zu können, was denn nun „maßvoll“ sei. Ziel der gegenständlichen Forschungsarbeit ist es, im Sinne von planerischer Grundlagenforschung „maßvolle Dichte“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln am Beispiel des Raumes Wien zu betrachten und die Frage zu beantworten, was unter „maßvoller Dichte“ zu verstehen sei und an welchen Kriterien diese festgemacht werden könnte.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-03-01 - 2029-02-28

Ein Paradigmenwechsel hin zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Gesellschaft erfordert vorausschauende Wege der Transformation zur Reduktion und Deckung des Energiebedarfs (insbesondere in Zusammenhang mit Raum- und Mobilitätsplanung) auf strategischer Ebene UND die Priorisierung naturpositiver Entscheidungen, die den Beitrag der Natur zum Wohle der Menschen ausdrücklich berücksichtigen. In der Praxis sehen sich Planer*innen mit einer zunehmenden Intensität konkurrierender gesellschaftlicher Anforderungen und einem starken Druck auf die Ressource Land konfrontiert. Gleichzeitig mangelt es ihnen an verlässlichen und aktuellen Daten, auf die sie ihre Entscheidungen stützen können. BIOGAIN untersucht, inwieweit neuartige (digital und KI-gestützte) Daten und Erkenntnisse über Veränderungen in Ökosystemen, die komplexe Dynamiken widerspiegeln, einen Ausweg aus diesen Defiziten hin zu einer Netto-Gewinn-Planung ("Net-Gain") bieten. BIOGAIN zielt darauf ab, die Transparenz darüber zu erhöhen, wie die prognostizierten Auswirkungen erneuerbarer Energien auf Arten und ihre Lebensräume wirken. Es untersucht, welche Priorisierungen erforderlich sind, um eine Netto-Gewinn-Strategie zu verfolgen, die die verschiedenen konkurrierenden Interessen und die Notwendigkeit einer multifunktionalen Landnutzung widerspiegelt. Darüber hinaus untersucht es die Akzeptanz von KI gestützten Modellen, die komplexe Wechselwirkungen berücksichtigen, die aufgrund vielfältiger Landnutzungsänderungen im Zusammenhang mit der Energiewende und sich wandelnden Präferenzen, Werten und Kompromissen im Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Wandel auftreten können. Zu diesem Zweck identifiziert und analysiert BIOGAIN soziale Wendepunkte ("Levers") hin zu einem Net-Gain-Planungssystem in einem transdisziplinären, akteurszentrierten Ansatz. BIOGAIN strebt eine effiziente Nutzung wirtschaftlicher Ressourcen an, um einen Nettogewinn an Biodiversität zu erzielen (wie von der Taxonomie empfohlen), anstatt primär auf die Minimierung und Kompensation von negativen Umweltauswirkungen abzuzielen (d. h. durch Minderungsmaßnahmen, Kompensation). Durch die Einbeziehung privater Unternehmen, Beratungsfirmen und öffentlicher Behörden in eine reale Planungssimulation sowohl bei der Entwicklung und Erprobung eines Serious Games, das auf einer kollaborativen Entscheidungsanalyse basiert und von einer DCE begleitet wird, als auch in einem „Living-Lab-Setting” mit expliziter räumlicher Optimierung in drei Fallstudienregionen, in denen digitale Biodiversitätsdaten und -modelle zum Einsatz kommen, können tiefgreifende Hebelpunkte in der öffentlich-privaten Zusammenarbeit untersucht werden. Darüber hinaus befasst sich BIOGAIN mit Hindernissen und Chancen aus verfahrenstechnischer, wertebezogener/mentalitätsbezogener Machtdynamik und auch aus wirtschaftlicher Perspektive.

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