Eine Publikation von INRAG die Friederike Frieß als Senior-Autorin betreut hat.

 

Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIN-D) die „Umsetzungsstudie über eine beschleunigergetriebene Neutronenquelle am Standort eines ehemaligen Kernkraftwerks zwecks Produktion von Krebsmedikamenten, Fernwärme und geothermischer Energie sowie zur Entsorgung hochradioaktiver Abfälle“, in der eine alternative Option für das Management radioaktiver Abfälle vorgeschlagen wird. Diese Art des Umgangs mit radioaktiven Abfällen wird häufig unter dem übergeordneten Begriff Partitionierung und Transmutation zusammengefasst. Im nun veröffentlichten INRAG Working Paper „Scenario Analysis for Partitioning and Transmutation (P&T) in a Phase-out Scenario“, an der Friederike Frieß mitgearbeitet hat, werden die Annahmen genauer betrachtet und mögliche Szenarien erneut analysiert.

Zentrale Erkenntnisse sind:

Die Dauer und der Umfang von Ausstiegs-P&T-Szenarien werden stark von einer kleinen Anzahl von Parametern beeinflusst.

Die Menge an Transuranelementen, die letztlich in die Endlagerung gehen muss, ist grundsätzlich durch kumulative Verluste und das Reaktorinventar am Ende der Umsetzung begrenzt.

Die Darstellung in der genannten Studie stellt keine Beschreibung eines nationalen Systems dar. Eine deutschlandweite Umsetzung würde notwendigerweise eine Flotte von Bestrahlungsanlagen sowie die dazugehörige Infrastruktur des Brennstoffkreislaufs erfordern, die möglicherweise über Jahrhunderte bestehen müsste.

Die ganze Studie ist hier frei verfügbar:

https://www.inrag.org/wp-content/uploads/2026/03/inrag_put_publication_V2.pdf


11.03.2026