Unter Mitwirkung von Bernd Hrdy und Paul Frank vom ISRW beleuchtet eine neue Analyse die nukleare Sicherheit in Nordkorea. Der Bericht weist auf erhebliche Risiken durch alternde Infrastruktur, Umweltbelastungen und fehlende Einblicke in die Anlagen hin.

 

Der neue Bericht „Nuclear Safety Under Strain: Ageing Infrastructure, Governance and Environmental Risk in North Korea“ beleuchtet erstmals umfassend die nukleare Sicherheitslage in Nordkorea.

Die Analyse zeigt auf, dass es erhebliche Wissenslücken zur nuklearen Sicherheit in Nordkorea gibt, da die dortigen Atomanlagen seit Jahrzehnten weitgehend ohne unabhängigen Zugang betrieben werden. Grundlage des Berichts sind eine Kombination aus Satellitenbildern, historischen Aufzeichnungen und Expert*innenwissen, auf deren Basis die Risiken entlang des gesamten nuklearen Brennstoffkreislaufs bewertet werden.

Einen Schwerpunkt legt der Bericht auf das Zusammenspiel von alternder Infrastruktur und zunehmenden Umweltstressoren wie Überschwemmungen, die bestehende Schwachstellen verschärfen. Gleichzeitig legt der Bericht auch die Grenzen der Analyse offen: Während Satellitenbilder äußere Schäden sichtbar machen können, bleiben interne Betriebsabläufe und der Zustand der Sicherheits- und Schutzsysteme weitgehend im Verborgenen. Der Bericht liefert damit eine fundierte Einschätzung der bekannten Gefahren und plädiert für eine sachliche, transparente Risikokommunikation.

Den vollständigen Bericht lesen Sie hier

 


09.09.2026