SWARCO Young Mobility Ambassadors Program 2026
Peer-to-Peer-Sensibilisierung als Forschungsansatz
Aus verkehrswissenschaftlicher Sicht ist die Altersgruppe der 14- bis 19-Jährigen statistisch besonders unfallgefährdet. Ein zentraler Hebel zur Verhaltensänderung ist die Sensibilisierung auf Augenhöhe. Das YMAP-Programm verfolgt diesen Ansatz, indem es Schüler:innen zu „Verkehrssicherheitsbotschaftern“ macht, die als Vorbilder für Gleichaltrige fungieren.
An der zweiten Runde des Programms beteiligten sich 29 Schulen mit insgesamt 50 Klassen aus ganz Österreich und Baden-Württemberg. Gut 1.100 Schüler:innen reichten insgesamt 68 Projekte ein, die ein breites Spektrum an Formaten abdeckten – von Apps und Fahrzeugsimulationen bis hin zu Songs und Brettspielen.
Die Fachjury und die Preisträger
Die Bewertung der Einreichungen erfolgte durch eine hochkarätig besetzte Fachjury, bestehend aus Expert:innen von SWARCO, dem Bezirkspolizeikommando Innsbruck-Land, dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) sowie Assoz. Prof. PD DI Dr. Juliane Stark vom Institut für Verkehrswesen der BOKU.
Die prämierten Projekte zeichneten sich durch eine hohe inhaltliche Qualität und kreative Tiefe aus:
- Platz 1: Das Centrum Humanberuflicher Schulen (Villach) überzeugte mit dem Brettspiel „Trinkst du oder gewinnst du?“.
- Platz 2: Die HTL Waidhofen an der Ybbs entwickelte eine App samt Fahrzeugsimulation zum Thema „Sensorik für Alkohol und Müdigkeit“.
- Platz 3: Das Gymnasium Oberpullendorf thematisierte die Gefahren im Straßenverkehr durch den Song „Kein Happy End“.
Wissenschaft und Praxis im Dialog
Die Teilnahme an solchen Initiativen ermöglicht es unserem Institut, den Brückenschlag zwischen akademischer Forschung und gesellschaftlicher Praxis zu stärken. Die hohe Qualität der Einreichungen zeigt, dass die Verknüpfung von Wissenserweiterung und kreativem Engagement weit über den normalen Unterrichtsrahmen hinaus wirkt.
Das nächste YMAP wird ab Herbst 2026 das sicherheitsrelevante Thema „Geschwindigkeit“ in den Fokus rücken.
Foto: SWARCO