Mobilitätswende in Eisenstadt
Die im Auftrag der Freistadt Eisenstadt durchgeführte Studie basiert auf der Auswertung von 789 Fragebögen von Bewohner:innen sowie Einpendelnden und zeigt im Vergleich zur Erhebung von 2013 signifikante Veränderungen im Mobilitätsverhalten:
- Starker Anstieg des öffentlichen Verkehrs: Der Anteil des öffentlichen Verkehrs am Modal Split hat sich von 1,4 % auf 11,3 % nahezu verachtfacht. Als wesentlicher Impulsgeber erwies sich die Einführung des Stadtbusses, der allein 5,7 % aller Wege abdeckt und eine zentrale Zubringerfunktion erfüllt.
- Zuwachs im Radverkehr: Der Anteil der mit Fahrrad, E-Bike oder E-Scooter zurückgelegten Wege stieg dank des kontinuierlichen Ausbaus sicherer Radinfrastruktur von 1,8 % auf 5,9 % – mehr als eine Verdreifachung.
- Rückgang des motorisierten Individualverkehrs: Der Anteil der Pkw-Wege ging von 57,2 % auf 49,7 % zurück. Besonders deutlich sank die täglich pro Person mit dem Auto zurückgelegte Strecke – von 25,7 km auf 15,5 km.
- Bedeutung des Umweltverbunds: Der Umweltverbund aus Zufußgehen, Radverkehr und öffentlichem Nahverkehr deckt mittlerweile 40,7 % des gesamten Verkehrsaufkommens ab (2013: 29,4 %).
Die Ergebnisse belegen eindrücklich, dass zielgerichtete und langfristige Investitionen in den Ausbau alternativer Mobilitätsangebote zu einer messbaren Verhaltensänderung der Bevölkerung beitragen.
Bildnachweis: Stadt Eisenstadt
15.09.2026