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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-07-01 - 2024-06-30

Städtische Siedlungsgebiete stehen vor der unbedingten Herausforderung, ihre gebauten Infrastrukturen innerhalb maximal zweier Jahrzehnte auf vollständig klimaneutrale Energieanwendungen umzustellen. Der vollständige Ausstieg aus fossilen Energieträgern für die Raumheizung wurde erst kürzlich für 2040 fixiert. In der Wärmeversorgung bilden dabei insbesondere die zahlreichen mit Gas beheizten Haushalte, allein in Wien ca. 400.000, eine besondere Herausforderung. Nachdem eine Umstellung auf grünes Gas unter den gegebenen energie- und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen keine Option ist, besteht die Notwendigkeit der Umstellung auf alternative Systeme der Wärmebereitstellung, wofür sich in Wien vor allem die Fernwärme- oder Wärmepumpenanwendungen anbieten. Im Zuge des Forschungsprojekts werden Lösungen für den effizienten Einsatz Fernwärme- und Wärmepumpenanwendungen mithilfe einer fassadenintegrierten Heizung untersucht. Die Fassadenheizung temperiert das Gebäude optimal und minimiert Wärmeverluste nach außen. Bestandsgebäude können mit diesem Konzept nächträglich thermisch aktiviert werden, ohne dass NutzerInnen und BewohnerInnen durch bauliche Maßnahmen beeinflusst werden. Die Trinkwarmwasserbereitung erfolgt zentral oder dezentral mit Wärmepumpen, die ebenfalls die außenliegende Wandheizung als Wärmequelle nutzen. Daraus ergeben sich zwei positive Effekte: Erstens kann damit ganzjährig eine effiziente Warmwasserbereitung sichergestellt werden. Zweitens kann durch die Nutzung der Wärme aus der Fassade ein Beitrag zur somerlichen Entwärmung gesetzt werden, da in den kommenden Jahren das Thema Kühlung bei sanierten Wohnobjekten stärker in den Fokus rücken wird. Die Konzepte werden an drei Demonstrationsobjekten erprobt und in Umsetzung gebracht.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-02-01 - 2022-01-31

Das Projekte ThermoCluster BBT beschäftigt sich mit der grundlegenden Erhebung und Beurteilung des tunnelthermischen Potentials des Brenner Basistunnels, der Komponentenplanung der geothermischen und tunnelbautechnischen Bauteile sowie der Analyse des bestehenden Wärme- und Kältebedarfs naheliegender Verbraucher (Bedarfssituation) und der notwendigen Leitungs- und Anlagentechnik. Ziel ist die Ermittlung des aus der Tunnelanlage langfristig technisch nutzbaren Ausmaßes an geothermischer Energie sowie die langfristige Gewährleistung der bestmöglichen Aufbereitung bzw. Bereitstellung der tunnelthermischen Energie. Zentrale Punkte sind die Erstellung von Nutzungskonzepten v.a. hinsichtlich des geothermischen Wärmebereitstellungspotenzials in Form anfallender Tunnelwässer, der Zu- und Abluft sowie der oberflächennahen Erdwärmenutzung in unmittelbarem Nahbereich der Verbraucher (Wohnsiedlungsgebiete, Gewerbezonen, etc.), die Erhebung der Bedarfssituation hinsichtlich des Bestandsnetzes sowie die Erfassung der technischen Möglichkeiten zur Verschränkung der neuen und bestehenden Wärmesysteme. Neben der Ermittlung der Nutzungspotentiale ist auch eine Abschätzung möglicher Nutzungseinschränkungen, sowohl hinsichtlich technischer als auch wirtschaftlicher Machbarkeit, notwendig.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-02-14 - 2020-09-15

Derzeit stehen die Windkraftbetreiber vor der Herausforderung ältere Windkraftanlagen ohne Ökostromförderung wirtschaftlich zu betreiben. Grund dafür ist die volatile Windstromproduktion, die mit zunehmenden Verbreitungsgrad der Windstromgewinnung stetig zunimmt. Je mehr Anlagen zur gleichen Zeit Strom produzieren, desto geringer ist der Erlös der älteren Windstromanlagen, da diese als normale Teilnehmer am Strommarkt teilnehmen müssen. Technologisch wird derzeit die Speicher- und Sektorkopplung als vielversprechende Maßnahme gesehen um der volatilien Windstromproduktion entgegenzuwirken. Dabei wird speziell dem stationären Batteriespeicher sowie der Wasserstoffproduktion für Mobilitätsanwendungen eine hohes Potential bescheinigt. Ziel des Projektes ist es, auf Basis von vorliegenden Realdaten, die Möglichkeiten für Batteriespeicherung als auch die Wasserstoffproduktion (Power to Gas) für ein vergangenes Jahr zu rechnen. Dabei soll im Fall des stationären Batteriespeichers die mögliche Integration am Spotmarkt betrachtet werden, sowie die dezentrale Bereitstellung für Mobilitätsanwendungen. Im Bereich der Wasserstoffproduktion werden auf Basis der derzeit eingesetzten Elektrolysetechnologien mögliche Produktionsmengen bestimmt, sowie die dezentrale Bereitstellung für Bereitstellung für Mobilitätsanwendungen FC PKW/FC LKW erörtert. Wirtschaftliche Abschätzungen können auf Basis der Datengrundlage des Projektes megaWatt Logistics (Leitprojekt, Mobilität der Zukunft, FFG-Nr.: 867706) für den vorliegenden Fall abgeschätzt werden. Die Windkraft Simonsfeld AG erhält durch das Projekt einen Anhaltspunkt, welche der vorgeschlagenen Maßnahmen technisch sinnvoll sind bzw. eine ökonomische Abschätzung über die Kosten für eine Speicherkopplung. Diese Werte dienen dann einer strategischen Entscheidung, welche Technologieerweiterungen für die bestehenden Windkraftanlagen in Frage kommen.

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