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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-03-01 - 2022-08-31

Entscheidungen auf landwirtschaftlichen Betrieben wurden für lange Zeit ohne genaue Berücksichtigung ihrer Auswirkungen auf Boden und Humus und somit auf Erosion und Grundwasserverschmutzung getroffen. Die wichtigste Ressource in der Landwirtschaft ist der Boden, seine Fruchtbarkeit und seine Verknüpfungen mit Treibhausgasemissionen. Österreich mit seiner führenden Rolle im biologischen Landbau benötigt neue Konzepte gegenüber dem Klimawandel und der zunehmenden Klimavariabilität, um seine Landwirt*innen und die Gesellschaft zu unterstützen und zu fördern. AI4CROPR verkörpert eine einzigartige Forschung in Österreich auf internationalem Niveau und bietet das Potential zur Entwicklung eines innovativen Produkts. Das Projekt richtet sich an Landwirt*innen, landwirtschaftliche Unternehmen, Gemeinden und Städte und Entscheidungsträger*innen im landwirtschaftlichen Sektor. AI4CROPR wird a) Beurteilungsmethoden und Ansätze einer ökonomischen Bewertung von ausgewählten Funktionen des Bodensystems und von Früchten und Fruchtfolgen (z.B. für die Gesellschaft) entwickeln (die es z.B. ermöglichen, Fruchtfolgen anhand von CO2-Begrenzungen zu identifizieren), b) Explainable AI nutzen, um mehr Einsicht zu bekommen, wie eine bestimmte Entscheidung getroffen worden ist, c) auf Hybrid Learning aufbauen, um heterogene Datenquellen zu kombinieren, bestimmte Merkmale zu identifizieren und mit einer begrenzten Zahl von Trainingsbeispielen umzugehen, d) im Zeitverlauf abweichendes Verhalten aufgrund von Datendrift oder feindlicher Eingabedatenattacken festzustellen und e) durch Zusammenarbeit mit Sektorbeteiligten aus der Praxis die neuen Modelle in einen nutzbaren Prototypen eines Entscheidungsunterstützungssystems einbinden, um die Validierung und Prüfung des Systems unter Bedingungen der realen Welt sicherzustellen. AI4CROPR entwickelt Methoden, um Sektorbeteiligte zu unterstützen, ihre rechtlichen Verpflichtungen bezüglich Treibhausgasemissionen (z.B. aufgrund des Kyoto Protokolls, der Europa 2020 Ziele, der 2030 Energiestrategie, etc.) zu erreichen und Bewusstsein zu schaffen für die ambitionierten Klimaziele, indem die Konsequenzen von Entscheidungen in der Landwirtschaft (auf den Boden, auf die Emissionen, auf das Einkommen, etc.) aufgezeigt werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-04-01 - 2022-03-31

In der Ackerbauregion Ostösterreich soll eine operationelle Gruppe (OG) bestehend aus Biobauern, Beratern, Wissenschaftlern, Interessensvertretern, sowie Partnern aus der Wirtschaft zum Thema wassersparender Bio-Ackerbau etabliert werden. Die Zielsetzung besteht darin, Strategien zur Anpassung an den Klimawandel im Ackerbau zu erproben. Diese Strategien beinhalten eine angepasste, konservierende Bodenbearbeitung (Direktsaat-Verfahren, Kulturen Mais, Sojabohne), die Verwendung betriebseigener Pflanzen als Transfermulch (zu den Kulturen Mais, Kartoffeln), der Vergleich von verschiedenen Düngungssystemen viehloser und viehhaltender biologischer Landwirtschaft im Langzeitversuch sowie der Prüfung verschiedener Bodenbearbeitungsverfahren (Grubber vs. Pflug) im Langzeitversuch. Flächendeckend eingesetzt leisten diese Strategien einen markanten Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel und zur Entspannung der klimawandelbedingten Wasserknappheit. Neben acker- und pflanzenbaulichen Ergebnissen liefert diese Untersuchung auch Erkenntnisse über die arbeits- und betriebswirtschaftlichen Auswirkungen für den einzelnen Betrieb.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-02-01 - 2021-01-31

Kaum eine andere Freiluftaktivität ist in Europa so weit verbreitet wie das Sammeln wild wachsender, essbarer Pflanzen. Essbare Wildpflanzen genießen auch bei KonsumentInnen einen guten Ruf, werden als innovative und trendige Produkte mit außergewöhnlichen Gesundheitseigenschaften und Geschmäckern vermarktet und von rund 100 Millionen EU-BürgerInnen konsumiert. Städte haben besonderes Potential in der Vermarktung, aber auch für das Sammeln essbarer Wildpflanzen. Andererseits gibt es Bedenken gegenüber der Nachhaltigkeit des Sammelns auf städtischen Grünflächen wobei sich aber noch kaum Forschungsarbeiten diesem Thema angenommen haben. Dieses Forschungsprojekt wirkt dem entgegen und fragt nach der ökologischen und sozio-politischen Nachhaltigkeit des Sammelns essbarer Wildpflanzen in Städten. Diese forschungsleitende Frage wird durch die Adaptierung eines konzeptuellen Rahmens für das nachhaltige Sammeln von Wildpflanzen, der bisher in ländlichen Gebieten des Globalen Südens Verwendung fand, untersucht. Dieses Projekt unterstützt somit die nachhaltige Beschaffung, Verarbeitung und den Konsum lokaler Ressourcen, wie vom Konzept der Bioökonomie gefordert, und trägt zum Erreichen der UN Nachhaltigkeitsziele 11 und 12 der Stadt Wien bei. Das Forschungsprojekt findet in Wien, Österreich, statt und ist als Studie mit gemischten Forschungsmethoden konzipiert. Zuerst werden 30 lokale ExpertInnen für das Sammeln essbarer Wildpflanzen mit einem semi-strukturierten Gesprächsleitfaden interviewt und danach mehrere hundert SammlerInnen auf Sammelplätzen in Stadt- und Stadtrandgebieten mit einem strukturierten Fragebogen befragt.

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