Rousseeuw-Preis für Statistik geht an R – BOKU würdigt Fritz Leisch


Die Open-Source-Programmiersprache R erhält heuer den Rousseeuw Prize for Statistics, oft als „Nobelpreis der Statistik“ bezeichnet. Damit wird ein Werkzeug ausgezeichnet, das moderne Datenanalyse, Visualisierung und reproduzierbare Forschung weltweit prägt – getragen von einer großen Open-Source-Community, dem R-Core-Team und der R Foundation.

An der BOKU ist die Auszeichnung auch Anlass, an Prof. Friedrich (Fritz) Leisch (1968–2024) vom Institut für Statistik zu erinnern. Leisch war ein prägender R-Pionier: Als langjähriges Mitglied des R Core Teams gründete er 1997 gemeinsam mit Kurt Hornik das Paketarchiv CRAN. Mit Sweave verknüpfte er R und LaTeX und setzte einen Meilenstein für Reproduzierbarkeit; mit Beiträgen wie den Paketen flexclust und flexmix stärkte er das R-Ökosystem. In Lehre und Community-Arbeit trieb er die Verbreitung von R maßgeblich voran.

Der Preis würdigt die Gemeinschaftsleistung hinter R – von der Kernentwicklung über CRAN bis zu tausenden Paketen – und unterstreicht: Offene, kollaborative Software ist ein Motor wissenschaftlicher Qualität. Das Vermächtnis von Fritz Leisch wirkt in Forschung, Lehre und Software weiter.

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25.06.2026