HR Prof. Dipl.-Ing. Dr.h.c. Heinrich Ritter Lorenz von Liburnau

Nach Beendigung seines Forststudiums an der Universität f. Bodenkultur im Jahre 1892 wurde er Assistent an der Forstlichen Bundesversuchsanstalt Mariabrunn mit den Schwerpunkten Forstliche Standortslehre, Waldbau und Forstschutz.
1902 habilitierte er sich in Forstlicher Standortslehre und begann seine Lehrtätigkeit zunächst als Privatdozent (bis 1906), von 1906-1911 als Honorardozent.
Bis 1919 leitete er die Forstliche Bundesversuchsanstalt Mariabrunn. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er erster Leiter der Sektion V des BM f. Land- und Forstwirtschaft.
1914 wurde ihm der Titel eines a.o. Professors, 1950 der Ehrendoktor der Universität für Bodenkultur verliehen.
Ausgewählte, bedeutende Publikationen:
Besondere Bedeutung erlangte er durch die Veröffentlichung des vierbändigen Lehrbuches „Lehrbuch der Forstwirtschaft", das er in der ersten Auflage gemeinsam mit Franz Eckert (1898), in den späteren Auflagen allein herausbrachte.·

  • I. Band. „Die grundlegenden mathematischen Gegenstände" 2. Auflage 1903
  • II. Band. „Die grundlegenden naturwissenschaftlichen Gegenstände" 5. Auflage 1950
  • III. Band. „Die forstlichen Fachgegenstände" 5. Auflage 1948
  • IV. Band. „Die forstlichen Hilfsgegenstände" 5. Auflage 1950


In der Österreichischen Vierteljahresschrift für das Forstwesen:

  • „J. Wiesners Untersuchungen über den Lichtgenuß der Pflanzen, aufgefaßt nach forstlichen Gesichtspunkten" (1895)
  • „Zur Frage der Waldweide in den Alpen" (1896)
  • „Neuere Untersuchungen über das photochemische Klima" (1899)
  • „Die Einwirkung des Waldes auf Klima und Witterung" (1900)
  • „Beiträge zur forstlichen Standortslehre" (I. Die Waldwasserfrage in der Ebene, II. Zur Waldwasserfrage im Gebirge, III. Schlußfolgerung für die Gesetzgebung. Standortsschutz) (1901)
  • „Über den Begriff und die Bedeutung der forstlichen Standortslehre" (1902)

bearbeitet und zusammengestellt von Horst Mayr