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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-11-01 - 2025-10-31

Die Waldinventur stellt Informationen und Daten als Entscheidungsgrundlage für forstliche Planungen hinsichtlich der Umsetzung operativer Eingriffe und der Erreichung wirtschaftlicherZielsetzungen zur Verfügung. Neben den traditionellen Aufnahmemethoden haben in letzter Zeit Waldinventuren mit Laserscannern immer mehr an Bedeutung gewonnen. Während terrestrische Laserscanner (TLS) schon länger im Einsatz sind, gibt es seit kurzem aucherste Erfahrungen und Forschungsergebnisse zur Waldinventur mit mobilen personengetragenen Laserscannern (PLS). In den letzten sechs Jahren wurden am BOKU Institut für Waldwachstum automatische Algorithmen zur Auswertung von 3D-Laserdaten entwickelt und somitder Grundstein für eine moderne sensorgestützte Waldinventur gelegt. Der Messvorgang mit PLS nimmt für einen Probekreis mit 20 m Radius rund 10 min in Anspruch. In einer Serie von Publikationen konnte anhand einer Vielzahl an Referenzmessungengezeigt werden, dass Baumentdeckungsraten von über 97% erreicht werden. Die mittlere Abweichung (Bias) der BHD Messung beträgt 0 – 0,7 cm, wobei der durchschnittliche Fehler (RMSE) bei 1,5 bis 3 cm liegt. Baumhöhen können mit einer mittleren Abweichung von0 bis 0,2 m und einem durchschnittlichen Fehler von 1,5 bis 2,1 m automatisch ermittelt werden. Mit dem tragbaren Laserscanner können nun in kurzer Zeit präzise Messwerte im dreidimensionalen Raum ermittelt werden, und das neue lasergestützte Waldinventurverfahrensteht somit kurz vor der allgemeinen Praxistauglichkeit. Zusammen mit den Österreichischen Bundesforsten soll das neue Laser-gestützte digitale Waldinventurverfahren nun im Revier Ebensee, sowohl im Ertragswald als auch im Schutzwalddes Einzugsgebiets Rindbach, auf rund 300 Stichprobeflächen in der Praxis erprobt werden. Weiters sollen die automatischen Auswerteroutinen weiterentwickelt werden. Neben den traditionellen Inventurparametern sollen insbesondere Kennziffern der Verjüngungsdichte,über den Kronenschluss zur Etablierung der Tannenverjüngung, und über die Totholzvorräte automatisch und präzise aus den Laserscans abgeleitet werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-12-01 - 2020-05-31

Wälder sind verstärkt klimatisch bedingten Störungen durch biotische und abiotische Risikofaktoren ausgesetzt. Daraus erwächst eine dringende Notwendigkeit, geeignete Maßnahmen zur Anpassung an den Klimwandel zu entwickeln, welche die Widerstandskraft von Wäldern erhöhen. Der Anbau und die Förderung von Mischwäldern wird als eine geeignete Anpassungsmaßnahme angesehen. Es wird untersucht, ob Mischwälder eine gesteigerte Produktivität, eine erhöhte Stabilität und eine bessere Widerstandskraft gegenüber Reinbeständen besitzen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2012-01-01 - 2016-06-14

Das Wachstum von Baumarten im Vergleich zwischen Rein- und Mischbestand ist eine alte, wenn auch noch immer nicht hinreichend beantwortete Frage seit dem Bestehen der Forstwissenschaften. Während es zur Mischung von Fichte und Buche auch in der letzten Zeit eine Vielzahl von Untersuchungen gibt, ist die in den höheren Lagen der Ostalpen häufige Lärchen- Fichtenmischung nur wenig untersucht. Es soll daher die Wuchseffizienz von Fichte und Lärche im Rein- und Mischbestand untersucht werden. Dass eine Baumart im Rein- und im Mischbestand unterschiedliche Leistungen erbringt, kann zweierlei Ursachen haben: Einmal können Bäume gleicher Blattflächenausstattung infolge der Nachbarschaft zu Bäumen der gleichen (Reinbestand) oder einer anderen (Mischbestand) Art unterschiedliche Lichtmengen erhalten. Das würde dann trotz gleichbleibender Lichtausnutzungseffizienz (Wuchsleistung je absorbierter Lichtmenge) zu unterschiedlichen Blattflächeneffizienzen (Wuchsleistung je m² Blattfläche) führen. Zum anderen könnten die Bäume wegen unterschiedlicher Standortsansprüche (unterschiedliche Schattentoleranz oder Durchwurzelungstiefe), das absorbierte Licht im Reinbestand anders in Wachstum umsetzen als im Mischbestand. Diese beiden Effekte hängen darüber hinaus auch noch von der Umlichtung der Bäume, also von dem, dem Baum zur Verfügung stehenden Anteil an der Bestandesfläche ab und von der Dominanz im Bestand ab. Auf die Bestandesebene bezogen kann ein Baum, der seine Blattfläche und das von ihm absorbierte Licht höchst effizient nutzt, in seiner Bestandesflächenleistung höchst ineffizient sein, wenn ihm zuviel Platz zur Verfügung steht. Es wird also in 12 Beständen zunächst untersucht werden, wie die Licht- und die Blattflächeneffizienz auf der einen Seite, von der Baumart, der Mischung, dem Bestandesalter und der Bestandes-dichte und der sozialen Stellung auf der anderen Seite abhängen. Dann wird über die einzelbaumweise Betrachtung und die potentiellen Bestandesdichten der Flächenanteil der Baumarten definiert, und ihre Flächeneffizienz (Zuwachs je eingenommener Bestandesfläche) auf ihre Abhängigkeit vom Bestandesalter, der Bestandesdichte und der Mischung untersucht.

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