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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-10-15 - 2022-10-30

Inhaltlich liegt der Fokus auf den Integrations- und Substitutionsleistungen von internationalen Zuwanderinnen in ländlichen Regionen Österreichs. In einem mehrperspektivischen Ansatz werden zunächst geschlechtsspezifische Ab-wanderungsbewegungen für Österreich dargestellt, zweitens bestehende Integrationsinitiativen in ländlichen Regionen erhoben. Die Einschätzungen von ExpertInnen (Regionalverwaltung und Regionalentwicklung; Frauenberatungsstellen und Integrationsvereine) sowie die subjektiven Wahrnehmungen und Erfahrungen der Zuwanderinnen in ihren Migrations- und Integrationsprozessen werden erfasst und analysiert.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-10-01 - 2020-03-31

Für österreichische Konsumenten und Konsumentinnen ist Regionalität ein Produktmerkmal, welches in den letzten Jahren für den Kauf von Lebensmittel an Bedeutung gewonnen hat. Internationale Forschungsergebnisse zeigen, dass die Motive für den Kauf regionaler Lebensmittel mannigfaltig sind. Diese reichen, neben weiteren Motiven, von einer hohen Qualitätsannahme über die Unterstützung heimischer Betriebe bis hin zu Klimaschutz und Identitätsstiftung (siehe dazu bswp. Shimp/Sharma 1987;; Gineikiene et al. 2016). Die relative Wichtigkeit dieser unterschiedlichen Motivlagen für österreichische Konsumenten und Konsumentinnen wurde bislang nicht empirisch untersucht und ist Gegenstand des angedachten Projektes. Im Besonderen sollen im Kontext von Lebensmittel (angedacht sind ausgewählte Obst- und Gemüsesorten) die Gewichte folgender Motive bestimmt werden: (i) wahrgenommene Qualität, (ii) Unterstützung heimischer Betriebe, (iii) Reduktion von Transportwegen und somit CO2-Emissionen, (iv) Identitätsstiftung durch authentische Lebensmittel, sowie (v) das individuelle Eintreten gegen die Globalisierung der Lebensmittelproduktion. Durch diese Gewichte lassen sich Rückschlüsse auf Beweggründe von Österreicherinnen und Österreichern für den Kauf regionaler Lebensmittel ziehen, die im Weiteren evidenzbasierte Empfehlungen für die zielgruppenorientierte Marktkommunikation erlauben. Anhand dieser Ergebnisse lassen sich Fragen wie diese beantworten: Sollen Werbemaßnahmen und Produktpräsentationen den geringen ökologischen Fußabdruck oder eher den Beitrag zur heimischen Wirtschaft in den Vordergrund stellen, um verstärkt Konsumenten und Konsumentinnen zum Kauf regionaler Lebensmittel zu motivieren?
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-11-01 - 2021-10-31

Im Februar 2018 haben etwa 1 Million ArbeitnehmerInnen in Deutschland das Recht gewonnen, ihre wöchentliche Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre von 35 auf 28 Stunden zu reduzieren. Dies gilt bspw. für die Angestellten von Großkonzernen wie Bosch und Daimler. Die Option zur Arbeitszeitreduktion in einer der zentralen Industriesparten Deutschlands verstärkt internationale Diskussionen und kann für laufende Bemühungen in anderen Sparten und Ländern richtungsweisend werden. Diese Entwicklungen sind von großen Interesse, weil sie drei globale Trends verbindet: 1) die Zukunft der Arbeit unter voranschreitender Automatisierung, 2) Änderungen im täglichen Leben im Kontext hohen Wohlstands und der Sättigung von Grundbedürfnissen zumindest in großen Teilen Deutschlands, 3) die dringende Notwendigkeit transformativer Zugänge zur Nachhaltigkeits- & Klimakrise. Ökologische ÖkonomInnen debattieren seit geraumer Zeit über die Potentiale von Arbeitszeitreduktion um einer Reihe von gesellschaftlichen Problemen beizukommen: Verringerung des individuellen Zeit-Drucks, der Arbeitslosigkeit, sowie des Energieverbrauchs und Emissionen, aufgrund von sinkender Mobilität und Konsum. Jedoch gibt es nur wenige empirische Arbeiten, welche sowohl die Aspirationen und Praktiken jener untersucht, welche freiwillig ihre Arbeitszeit reduzieren, als auch die Implikationen für Umwelt- und Ressourcenverbrauch quantifiziert. Bspw muss gefragt werden, ob die gewonnene Freizeit in private Flugreisen investiert wird und jegliche Klimavorteile von weniger Arbeit & weniger Pendeln zunichte macht. In diesem Forschungsprojekt geht es somit darum, die real stattfindenden Veränderungen im täglichen Leben derjenigen zu erforschen, welche ihre Arbeitszeit innerhalb des besagten Modells reduzieren und heraus zu finden, ob Arbeitszeitreduktion als „win-win“ Strategie für Lebensqualität und Reduktion von Energie- und Emissionen betrachtet werden kann. Zwei konkrete Fragen sollen beantwortet werden: Erstens, soll verstanden werden, warum ArbeitnehmerInnen ihre Arbeitszeit reduzieren, indem Motivationen und Veränderungen von Praktiken im täglichen Leben beleuchtet werden. Für diesen Zweck werden online Befragungen und Fokusgruppen-Interviews eingesetzt. Dadurch soll klarer werden, welche Aspekte von Arbeitszeitreduktion sozial attraktiv sind und unter welchen Bedingungen eine solche popularisiert werden könnte. Zweitens wird untersucht, ob Arbeitszeitreduktion zu einer Reduktion des Energieverbrauchs bzw der Klima-Emissionen führt, welche direkt und indirekt mit dem täglichen Leben der teilnehmenden ArbeitnehmerInnen verbunden sind („CO2 Fußabdruck“). Dies wird durch die Integration der Ergebnisse der Online Befragungen und Fokus-Gruppen mit Haushalts-Konsumstatistiken und einem umwelt-erweiterten multi-regionalen Input-Output Modells erfolgen und Reduktionspotentiale des CO2 Fußabdruck aufzeigen. Somit soll bestimmt werden, unter welchen Bedingungen Arbeitszeitreduktion sowohl sozial als auch für Emissionsreduktionen vorteilhaft sein kann und wie diese Potentiale verstärkt werden könnten. Dabei stehen die Aspirationen der Menschen, real stattfindende Veränderungen des täglichen Lebens und der Mobilität, sowie des Konsum-Fußabdrucks im Zentrum. Dabei fokussieren wir insbesondere auf die zentrale Rolle von bezahlter Arbeit in der Strukturierung des täglichen Lebens und der Mobilität. Mit diesem Projekt möchten wir Einsichten für die Vision einer nachhaltigeren Gesellschaft liefern.

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