Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-09-01 - 2023-02-28

Um das Pariser Abkommen und das aktuelle österreichische Regierungsabkommen zu erfüllen, müssen die THG-Emissionen drastisch sinken. Ein Konzept, das zunehmend an Popularität gewinnt, ist die Kreislaufwirtschaft (CE) mit ihrem Versprechen, die Vorteile für Beschäftigung, Wirtschaft, Umwelt und insbesondere das Klima miteinander zu verbinden. Die Transformation zur CE wird im Regierungsabkommen und im jüngsten Nationalen Energie- und Klimaplan mehrfach erwähnt. Trotz wachsender Erwartungen und wissenschaftlicher Studien ist die Evidenzbasis für das Dekarbonisierungspotenzial der CE auf nationaler Ebene nach wie vor unklar. Das Projekt CE DC will die Frage beantworten, inwieweit Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft dazu beitragen können, das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 der österreichischen Regierung zu erreichen. Die Untersuchung wird mögliche Zielkonflikte berücksichtigen, wie den, dass die Dekarbonisierung einen erheblichen Umbau von Infrastrukturen impliziert, der insbesondere in der Energieversorgung, im Verkehr und im Gebäudesektor zusätzlichen Material- und Energieaufwand erfordert. Folgenden Szenarien sind vorgesehen: • BAU: ein Business-as-usual-Szenario ohne zusätzliche Maßnahmen • DC: ein Dekarbonisierungsszenario nach Regierungsplänen • CE DC: wie oben, aber mit CE-Strategien für einen klimafreundlichen Umbau • CE DC+: wie oben, aber mit zusätzlichen CE-Strategien wie längere Lebensdauern, verstärktes Sharing, mehr Wiederverwendung, Reparatur und Recycling. CE DC implementiert Szenarien in zwei miteinander verbundenen Modellen. Das biophysische CE-Modell verfolgt alle Materialflüsse von den Inputs zu den Outputs und berücksichtigt zusätzlichen Material- und Energiebedarf aufgrund des Umbaus. Das makroökonomische Modell bezieht auch Rebound-Effekte mit ein. So können die Szenarien in Hinblick auf Emissionen, Abfall, Ressourcen, Beschäftigung und Wertschöpfung umsichtig bewertet werden, um vielversprechende Strategien aufzuzeigen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-01 - 2022-12-31

Die digitale Datenverarbeitung und die Möglichkeiten des Daten- und Wissensmanagements haben unsere Arbeitsweise im täglichen Leben massiv verändert. Während bisher alle Informationen händisch auf Papier aufgezeichnet werden mussten, erlauben die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) eine weitläufig automatisierte Dokumentation und Verarbeitung der zum täglichen Arbeitsablauf notwendigen Daten. Die Chancen, die sich dadurch letztendlich auch für die Landwirtschaft er-öffnen müssen unbedingt ergriffen werden, um nicht den Anschluss an die internationale Entwicklung zu verlieren. Die Gründung der Plattform „Digitalisierung in der Landwirtschaft“ im Jahr 2017 hat dieser Herausforderung Rechnung getragen. Im gleichnamigen Bericht vom November 2018 wurde nicht nur der Stand der Entwicklung dargestellt, sondern vor allem eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, die zu einer Weiterentwicklung und zu einem Nutzen der neuen Technologien in der Landwirtschaft beitragen können. Das geplante Projekt greift die in der Clusterausschreibung dargestellten Zielsetzungen mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket auf. So sollen im Projekt einerseits die neuen technischen Entwicklungen für die LandwirtInnen besser sichtbar gemacht werden (Projekt II). In weiteren Teilprojekten sollen Lösungen zur Vereinfachung der Beratung und Betriebsführung (Projekt III) sowie Konzepte zur vereinfachten Bewertung von Umweltauswirkungen mit Hilfe neuer Technologien (Projekt V) erarbeitet werden. Ein generelles, äußerst sensibles und wichtiges Thema sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die im Projekt IV analysiert und in Form von anschaulichen Anwendungsfällen dargestellt werden. Diese umfangreichen Aufgabenstellungen können nur durch die Zusammenarbeit von erfahrenen und kompetenten ExpertInnen bzw. Institutionen bearbeitet werden. Der neue und innovative Ansatz im Clusterprojekt stellt die Bündelung der Kompetenzen der wichtigsten Akteure im Bereich der Digitali-sierung in der Landwirtschaft dar.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-05-30 - 2020-09-29

Der Konsum heimischer Lebensmittel ist vielen Stakeholdern ein Anliegen im Sinne des Klimaschutzes sowie der Stärkung des österreichischen Wirtschaftsstandortes. Vor diesem Hintergrund wurde im Herbst 2019 eine Studie über die Kaufmotive regionaler Lebensmittel am Institut für Marketing und Innovation der Universität für Bodenkultur Wien durchgeführt. Vor dem Hintergrund der COVID19-Pandemie, hat diese Follow-Up Studie zum Ziel (a) Motive für regionalen Konsum vor und nach der Pandemie zu vergleichen, und (b) eine mögliche Veränderung des Bildes der österreichischen Landwirtschaft unter österreichischen Konsument*innen in Folge der Krise zu untersuchen. Letzteres bezieht sich auf einen potentiell veränderten Stellenwert der österreichischen Landwirtschaft, der wahrgenommenen Versorgungssicherheit und dem Bild der österreichischen Landwirtschaft während der Pandemie. Mit dieser Follow-Up Studie lassen sich folgende Fragen beantworten: Hat sich Unterstützung heimischer Betriebe durch die Corona-Pandemie verstärkt? Sind andere Motive in den Hintergrund gerückt? Was bedeuten diese Veränderungen für Kommunikationsmaßnahmen, um den regionalen Konsum zu stärken? Die Ergebnisse der beiden Studien erlauben im Weiteren evidenzbasierte Empfehlungen für eine zielgruppenorientierte Markkommunikation zur Steigerung von regionalem Lebensmittelkonsum.

Betreute Hochschulschriften