6. Internationale Frauentagung 2027
Frauen am Land
Leben. Arbeiten. Bestimmen?
Plattform für Dialog und Vernetzung
24. bis 26. Februar 2027 | Universität für Bodenkultur Wien, Ilse-Wallentin-Haus
Die Internationale Frauentagung findet 2027 bereits zum 6. Mal statt. Sie bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Praktiker:innen, Wissenschaftler:innen und Studierenden sowie Vertreter:innen der Verwaltung und Politik. Im Mittelpunkt stehen die Lebens- und Arbeitsrealitäten von Frauen am Land. Eingeladen sind alle, die sich für die Alltagsrealitäten, Perspektiven und Geschichten von Frauen im ländlichen Raum interessieren, etwas beitragen oder mehr erfahren möchten.
Um den Blick über den deutschsprachigen Raum hinaus zu öffnen, sind auch englischsprachige Beiträge geplant. Plenarvorträge, thematische Sessions bieten vielfältige Gelegenheiten um inspirierende Vorbilder, Best-Practice-Beispiele und innovative Ansätze kennenzulernen. Zusätzlich schaffen Präsentationsinseln Raum für Einzelpersonen, Organisationen und Netzwerke um ihre Ansätze, Produkte und Ideen vorzustellen. Dabei steht das Engagement von Frauen im ländlichen Raum im Mittelpunkt. Die Tagung fördert den Austausch, macht Vielfalt sichtbar und stärkt neue Formen der Vernetzung.
Die 6. Internationale Frauentagung 2027 wird gemeinsam von der Universität für Bodenkultur (BOKU) und der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen (BAB) organisiert.
Anmeldung: ab 6. November
Bei Fragen zur Tagung schreiben Sie bitte an: frauentagung2027(at)boku.ac.at
Mittwoch, 24. Februar 2027 10:00- 17:15
1I Arbeit und Alltag
Vormittag
Plenarreferat: Theresia Oedl-Wieser, BAB “Geschlecht, Landwirtschaft und ländliche Transformationen – Betrachtungen aus drei Jahrzehnten Ruraler Frauen- und Geschlechterforschung“
Podiumsdiskussion: Mathilde Schmitt mit Wissenschafterinnen der Ruralen Frauen- und Geschlechterforschung
Nachmittag
Parallele Arbeitsgruppen
Abend
Abendempfang beim Österreichischer Raiffeisenverband
Donnerstag, 25. Februar 2027 09:00-17:00
2 I Vielfalt & Zukunft
Vormittag
Plenarreferat: Stefanie Lemke, BOKU “Wege zu einer sozial gerechten und zukunftsfähigen Landwirtschaft gestalten - feministische Forschung in Europa und Afrika”
Podiumsdiskussion: „Diversifizierung in der (Land-)Wirtschaft – Frauen als Treiberinnen von Innovation, Vielfalt und Wertschöpfung“ mit:
Nicole Prop, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (A)
Simone Hunziker, AGRIDEA (CH)
Philippa Depping, Eurac Research (Südtirol)
Silke Mock, Südtiroler Bäuerinnenorganisation
Eva Maria Brunlehner, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Elisabeth Hainfellner, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (A)
Nachmittag
Parallele Arbeitsgruppen & Bundestagung der Bezirksbäuerinnen Österreichs
Abend
Betriebsbesichtigung Heuriger
Freitag, 26. Februar 2027 09:00-13:30
3 I Leadership & Mitbestimmung
Plenarreferat: Beth Bechdol Deputy Director-General FAO, angefragt
Podiumsdiskussion: „Frauen führen in Unternehmen in der Agrar- und Lebensmittelbranche- sichtbar, wirksam und wirtschaftlich erfolgreich.“ mit:
Daniela Morgenbesser, femagrar
Walburga Kaiser, Direktorin LFS Kleßheim
Vera Kasparek-Koschatko, Abteilungsleiterin Ländliche Qualitätsprodukte Marketing GmbH
Christina Mutenthaler-Sipek, GF AMA-Marketing GmbH
Anni Pichler, GF Bauernzeitung
Diana Reuter, Leiterin des Nachhaltigkeits- u. Innovationsmanagements Käserei Woerle
Impulsvortrag: Irene Neumann-Hartberger, Abg. z. NR Vizepräsidentin LKÖ, angefragt
„10 Jahre Charta für partnerschaftliche Interessenvertretung in der Land- und Forstwirtschaft“
Weiterführende Informationen zu den Arbeitsgruppen
13:45-15:15 Parallele Arbeitsgruppen
1I1 Arbeit erzählen. Landwirtschaftlich tätige Frauen zwischen 1920 und heute
In dieser Arbeitsgruppe widmen wir uns den Kontinuitäten und Veränderungen landwirtschaftlicher Arbeit aus der Perspektive von Frauen von ca. 1920 bis 2020: Wo lassen sich Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen früheren und derzeitigen Lebens- und Arbeitsrealitäten feststellen? Wie unterschieden sich diese zu bestimmten Zeitpunkten auch zwischen Frauen? Welche Tätigkeiten galten überhaupt als Arbeit, welche waren vergütet und wie war die Arbeit (Care, Erwerb etc.) verteilt? Wie trug die Veränderung struktureller Rahmenbedingungen zu Dis- /Kontinuitäten bei?
Koordinator:innen: Jessica Richter* (Universität Wien, Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen, jessica.richter(at)univie.ac.at), Brigitte Semanek* (Institut für Geschichte des ländlichen Raumes, St. Pölten, Projekt „Niederösterreich privat“, brigitte.semanek(at)ruralhistory.at), Tina Plasil-Laschober (Technisches Museum Wien mit Österreichischer Mediathek, Sammlung MenschenLeben, tina.plasil(at)mediathek.at)
1I2 Gewaltprävention im ländlichen Raum
Der Workshop beleuchtet die Lebens- und Arbeitsrealitäten von Frauen im ländlichen Raum und deren Zusammenhang mit Geschlechterrollen, Mental Load, wirtschaftlichen Abhängigkeiten und Gewalt. Gemeinsam werden Ursachen, Herausforderungen und bestehende Präventionsansätze diskutiert, Good-Practice-Beispiele gesammelt sowie Empfehlungen für wirksame Gewaltprävention und Gleichstellung am Land erarbeitet. Der Austausch zwischen Praxis, Beratung und Wissenschaft steht dabei im Mittelpunkt.
Koordinator:innen: Elisabeth Eckhart (ehemals Frauenberatung Waldviertel), Philipp Leeb* (DMÖ Dachverband für Männer-, Burschen- und Väterarbeit)
1I3 Reden. Verstehen. Verändern. – Imago-Dialoge für den Hofalltag
Die Imago-Therapie bietet Methoden zur Gesprächsführung für Paare, Eltern-Kind- und Geschwisterbeziehungen. Durch die Anwendung dieser Methoden können Verbesserungen in den Lebens- und Arbeitsrealitäten von Frauen am Land, bei Familien- und Partnerschaftsthemen, der gemeinsamen Arbeitsaufteilung sowie der Lebensqualität erzielt werden. In dieser Arbeitsgruppe werden die Imago-Dialoge anhand von Fallbeispielen vorgestellt und diskutiert.
Koordinator: DI Wilhelm Peszt, Burgenländische Landwirtschaftskammer, „Lebensqualität Bauernhof“ Burgenland, Psychotherapeut,Imago-Therapeut i.Z.; zert. Mediator, Dipl. Soz. Päd. willi.peszt(at)lk-bgld.at
1I4 und 1I10 Ökonomische Unabhängigkeit von Frauen im ländlichen Raum – wo stehen wir?
In dieser Arbeitsgruppe soll die Frage im Mittelpunkt stehen, wie es um die Situation der Frauen im ländlichen Raum aus einer Gleichstellungsperspektive steht. Konkret geht es vor allem um die ökonomische Unabhängigkeit, die einer genaueren Prüfung unterzogen werden soll. Welche Erwerbs- und Verdienstmöglichkeiten finden Frauen im ländlichen Raum (nicht)? Welche Bedeutung hat die Selbständigkeit für Frauen im ländlichen Raum? Wie unterscheiden sich die Lebensläufe junger und älterer Frauengenerationen? Welche Faktoren fördern bzw. hemmen die Erwerbsbeteiligung von Frauen z. B. durch das Vorhandensein oder Fehlen institutioneller Kinderbetreuung? Wie sind Besitz und Vermögen zwischen den Geschlechtern am Land verteilt? Wie sieht es mit der Versorgung im Alter aus? Wie gestaltet sich die Lebenssituation in ausgewählten Berufsfelder von Frauen im ländlichen Raum?
Koordinator:innen: Sigrid Kroismayr* sigrid.kroismayr(at)chello.at, Gertrude Eigelsreiter-Jashari (Universität Innsbruck), gertrude.eigelsreiter-jashari(at)uibk.ac.at
1I5 Sozial nachhaltige und digital/KI-unterstützte Arbeit für mehr Lebensqualität von Frauen in der Landwirtschaft
Die Arbeitsgruppe untersucht, wie Frauen Arbeit sozial nachhaltig und digital/KI-unterstützt gestalten können, um Lebensqualität, Effizienz und Chancengleichheit zu erhöhen.
Koordinator:innen: Elisabeth Quendler (Universität für Bodenkultur Wien – Arbeitswissenschaft in der Landwirtschaft, elisabeth.quendler(at)boku.ac.at)
1I6 Ohne Care steht alles still! Organizing für Anerkennung, Entlastung und bessere Aufteilung der Care Arbeit
Im Workshop sammeln wir, ausgehend von einem datenbasierten Blick auf die derzeitige Situation und den konkreten Erfahrungen und Bedürfnissen der Teilnehmerinnen, was es braucht, um die Organisation von Care-Arbeit gerechter zu gestalten. Und wir lassen uns von Beispielen der gemeinsamen Veränderungsarbeit und von Organizing inspirieren, um gemeinsam kreativ Wege zu entwickeln, wie wir die Anliegen mit mehr Nachdruck ins Zentrum der Aufmerksamkeit bringen können. Die Mobilisierung hin zum österreichweiten Aktionstag FRAUEN*Streiken am 3. Mai 2027 bietet dabei einen konkreten Anknüpfungspunkt.
Koordinator*innen: Elisabeth Klatzer* – FAIRsorgen! elisabeth.klatzer(at)gmx.net, Maria Vogt* - ÖBV-Via Campesina maria.vogt(at)live.de
15:45-17:15 Parallele Arbeitsgruppen
1I7 Lebens- und Arbeitssituation der Bäuerinnen
Neuere empirische Studien im deutschsprachigen Raum zeigen, dass Bäuerinnen zentrale betriebliche, organisatorische und familiäre Aufgaben übernehmen, deren Bedeutung jedoch häufig strukturell unterbewertet bleibt. Traditionelle Arbeitsteilungen, eingeschränkte soziale Absicherung sowie hohe physische und psychische Belastungen prägen ihren Alltag. Gleichzeitig weisen die Untersuchungen auf eine zunehmende Ausdifferenzierung der Rollen hin und eine veränderte Wahrnehmung der Bäuerin in den Medien und der Gesellschaft.
Koordinatorin: Jutta Roosen*, Technische Universität München – Lehrstuhl für Marketing und Konsumforschung, jroosen@ tum.de
1I8 Gewaltprävention am Land. Feministische Praxisreflexionen aus einer Frauen*- und Mädchen*beratungsstelle
In dieser Arbeitsgruppe geben Mitarbeiterinnen der Freiraum gemeinnützige GmbH Einblicke in ihre praktische Arbeit als Frauen*- und Mädchen*beratungsstelle und richten den Fokus auf die Frage, wie feministische Gewaltprävention im ländlichen Raum gestaltet und weiterentwickelt werden kann. Anhand von Erfahrungen aus der Beratungsarbeit und der Umsetzung von Präventionsprojekten werden zentrale Herausforderungen, bewährte Ansätze und notwendige strukturelle Rahmenbedingungen sichtbar gemacht.
Koordinator:innen: Freiraum gemeinnützige GmbH
1I9 Heimat großer Töchter? Zwischen Realität & Rollenbild
Die Arbeitsgruppe macht aktuelle Lebens- und Arbeitsrealitäten von Frauen sichtbar und analysiert strukturelle Ungleichheiten. Im Fokus stehen Erwerbsarbeit, Care-Arbeit, Familienmodelle, gesellschaftliche Rollenbilder sowie politische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Rahmenbedingungen.
Ziel ist es, sichtbar zu machen, wie Rollenbilder und Strukturen Entscheidungen beeinflussen, Handlungsspielräume begrenzen und Ungleichheiten reproduzieren. Dabei wird Gleichstellung nicht als reine Frage individueller Entscheidungen verstanden, sondern als Ergebnis gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.
Koordinator:innen: Michaela Hickersberger, Ökosoziales Forum Österreich & Europa, Hickersberger(at)oekosozial.at, Christina Schlangen, Ökosoziales Forum Österreich & Europa, schlangen(at)oekosozial.at , Johanna Kramer*, Ökosoziales Forum Österreich & Europa, kramer(at)oekosozial.at
1I11 Mentale Gesundheit bei Frauen in der Landwirtschaft – Bestandsaufnahme, Einflussfaktoren, Unterstützungsangebote aus der landwirtschaftlichen (Beratungs-)Praxis
In der Arbeitsgruppe werden die unterschiedliche Betroffenheit von Frauen und Männern von mentalen Belastungen in der Landwirtschaft theoriegeleitet, empirisch oder aus praktischer Perspektive beleuchtet. Die Beiträge sollen eine Bestandsaufnahme zur aktuellen Situation der mentalen Gesundheit in der Landwirtschaft ermöglichen, sowie Einflussfaktoren und Messinstrument ausweisen. Beiträge zu Unterstützungsangeboten und deren Evaluation sind willkommen, ebenso ausdrücklich Berichte aus der Praxis.
Koordinator:innen: Dr. Zazie von Davier, Dr. Uta Devries, PD Dr. Christine Niens (Thünen-Institut für Betriebswirtschaft, Braunschweig, zazie.davier(at)thuenen.de), Dr. Linda Reissig (Agroscope, Tänikon)
13:30-15:00 Parallele Arbeitsgruppen
2I1 Planungskultur im Wandel: Weibliche Gestaltungsmacht im ländlichen Raum
Die Arbeitsgruppe untersucht, in welchen Kontexten Frauen räumliche Entwicklung im ländlichen Raum wirksam mitgestalten und was daraus für Planung, Beteiligung und Governance gelernt werden kann. Im Fokus stehen Forschungserkenntnisse und Praxisbeispiele aus Regionalentwicklung, Prozessbegleitung und kommunalen Schnittstellenfunktionen. Ziel ist es, Formen weiblicher Gestaltungsmacht sichtbar zu machen und daraus übertragbare Hebel und Handlungsempfehlungen für Gemeinden, Regionalentwicklungsakteur:innen, Planer:innen und Prozessbegleiter:innen abzuleiten.
Koordinatorinnen: Dr.in Elisabeth Leitner*, TU Wien – Bau- und Planungskultur im ländlichen Raum / auch selbständig tätig: Prozessbegleitung in ländlichen Gemeinden; Podcast „Mutige Frauen braucht das Land“; elisabeth.leitner(at)tuwien.ac.at; Dipl.-Ing.in Lisa Frenkenberger, Vizebürgermeisterin Marktgemeinde Thalgau; Projektbegleitung und -umsetzung in der ländlichen Entwicklung (LEADER, KEM-Projekte,…) BOKU Absolventin; frenkenberger(at)thalgau.at
2I2 Structural inequalities in fragile areas: an intersectional and co-creative approach
How do layered and intersecting inequalities shape the lives of women, youth, and underrepresented actors in rural and fragile contexts - and how can we address them together? This interactive workshop combines a walk of posters and artworks, a living library of personal stories, and a facilitated discussion. Contribute as a living book (share your story) or bring a poster, artwork, or other visual that reflects your work or lived experience.
Koordinator:innen: Lorenz Probst* (BOKU University, Institute of Development Research) lorenz.probst(at)boku.ac.at, Caroline Paparu (BOKU University, Institute of Development Research) caroline.paparu(at)boku.ac.at, Stefanie Lemke (BOKU University, Institute of Development Research) stefanie.lemke(at)boku.ac.at
2I3 Landen am Land
Die Arbeitsgruppe “Landen am Land” untersucht Erfahrungen von Frauen, die in den ländlichen Raum gezogen sind. Mithilfe der künstlerischen Methode “Landekurven” entstehen bildliche Erfahrungsberichte, von denen ausgehend wir das Ankommen, die (soziale) Teilhabe und Lebensrealitäten (vorgestellt und real) untersuchen und diskutieren. Im Anschluss werden Lösungsansätze für die vorgefundenen Hürden oder Hindernisse, die das Ankommen am Land erschweren oder verhindern, dass Frauen gut am Land bleiben können, entwickelt und im Rahmen der Tagung vorgestellt.
Art der Beiträge: persönliche Landekurven
Koordinator:innen: Katharina Spanlang (Verein Leischn), katharina(at)leischn.at, Magdalena Hubauer* (Verein Leischn), magdalena@leischn.at
2I4 Diversität in der Landwirtschaft - Gender, Queerness, Migration, Disability
Diversität trägt zu vielfältiger Landwirtschaft bei, dennoch treten für Minderheiten Herausforderungen auf: Unsichtbarkeit, strukturelle Benachteiligung, etc. Diversität sollte als Chance gesehen werden, Veränderung hin zu mehr Vielfalt & Resilienz zuzulassen. Wir beschäftigen uns mit Fragen zu Lebensrealität, Strukturen und Strategien zur Förderung von Diversität/Zusammenhalt und laden Akteur*innen aus Forschung/Interessengruppen/Politik zu Kurzvorträgen zu Diversität in der Landwirtschaft ein.
Koordinator:innen: Marion Hacek*, marion.hacek(at)boku.ac.at; Julia Zink, julia.zink(at)students.boku.ac.at; Xiomara F. Quiñones-Ruiz, xiomara.quinones-ruiz(at)boku.ac.at
2I5 Soziale Infrastruktur und Teilhabe
Die Arbeitsgruppe untersucht die Wechselwirkungen zwischen sozialer Infrastruktur und gesellschaftlicher Teilhabe von Frauen in ländlichen Räumen. Im Fokus stehen gendersensible, intersektionale und räumlich differenzierte Angebote, die soziale Gerechtigkeit und Zusammenhalt fördern. Gemeinsam mit Träger:innen und Nutzer:innen werden Möglichkeiten einer lokalspezifischen Ausgestaltung sozialer Infrastrukturen diskutiert, vor allem um Mitbestimmung zu stärken.
Präsentation, max. 10 Minuten
Koordinator:innen: Doris Carson, University of Umeå, Sweden, doris.carson(at)umu.se; Ines Fingerlos, Universität Salzburg, ines.fingerlos(at)stud.plus.ac.at; Andreas Koch, Universität Salzburg, andreas.koch(at)plus.ac.at
15:30-17:00 Parallele Arbeitsgruppen
2I6 Hofnachfolge neu denken: Frauen zwischen Zugang, Verantwortung und Gestaltungsmacht im ländlichen Raum
Welche Rolle spielt Geschlecht bei Hofnachfolge und Betriebsübernahme? Die Arbeitsgruppe beleuchtet strukturelle Barrieren, neue Zugänge zur Landwirtschaft sowie Potenziale außerfamiliärer Nachfolgemodelle. Gemeinsam mit Praktikerinnen, Berater:innen und Wissenschaftler:innen diskutieren wir Wege, wie Frauen stärker als Gestalterinnen ländlicher Entwicklung wirken können. (Workshop mit Impuls, Praxisbeiträgen und moderierter Diskussion)
Koordination: Dipl.-Ing. agr. Christian Vieth vieth(at)hofsuchtbauer.de
2I7 Klimakrisen-bedingte Herausforderungen für Care-Arbeit im ländlichen Raum
Wenn Hochwasser Straßen sperrt, Schulen und Kindergärten schließen oder Pflegeeinrichtungen evakuiert werden müssen, bricht nicht nur physische Infrastruktur zusammen, sondern das unsichtbare Sorgenetz, das den Alltag erst möglich macht. Diese Lasten tragen überproportional Frauen. Trotzdem bleiben Care-Systeme in Klimaanpassungsstrategien weitgehend unsichtbar. Die Arbeitsgruppe diskutiert, wie Care-Arbeit während Extremwetterereignissen aufrechterhalten und gerecht verteilt werden kann.
Koordinator:innen: Sophie Achleitner* (Doktoratskandidatin BOKU (DSSE), Momentum Institut, sophie.achleitner(at)momentum-institut.at), Carina Altreiter (JKU Linz - SET-Lab, carina.altreiter(at)jku.at), Barbara Laa (TU Wien - Institut für Verkehrsplanung, barbara.laa(at)tuwien.ac.at), Barbara Smetschka (BOKU - Institut für soziale Ökologie, barbara.smetschka(at)boku.ac.at)
2I8 Frauen als Treiberinnen nachhaltiger Landwirtschaftssysteme
Frauen spielen eine zentrale Rolle in der Umsetzung klimafreundlicher und klimafitter Bewirtschaftungsformen. Gleichzeitig sind ihre Handlungsspielräume durch strukturelle Rahmenbedingungen, geschlechterspezifische Rollenbilder sowie ungleiche Zugänge zu Ressourcen geprägt. Die Arbeitsgruppe widmet sich der Frage, wie Landwirtinnen als aktive Treiberinnen nachhaltiger Transformationsprozesse wirken und welche Faktoren ihre Rolle stärken oder hemmen.
Koordinator:innen:
Eva-Maria Peter*, HBLFA Raumberg-Gumpenstein, eva-maria.peter(at)raumberg.gumpenstein.at, Heike Grössing, LK Steiermark, heike.groessing(at)lk-stmk.at
Impulsgeberinnen:
Univ.-Prof. Dr. Hermine Mitter, Universität Graz
Mag. Andrea Muster, LK Steiermark
Dr. Veronika Forstner, Landwirtin
2I9 Natur in den Händen von Frauen: Beiträge von Frauen zur Renaturierung und Klimawandelanpassung und Entwurf inklusiver Gestaltungsprozesse für die Zukunft
Wie tragen Frauen am Land zu Artenvielfalt und Klimawandelanpassung bei? Wie bringen sie ihr Wissen und ihre Erfahrung in Planungs- und Entscheidungsprozesse ein? Zu diesen Fragen laden wir kurze Beiträge aus Forschung und Praxis ein, die den Stand des Wissens und existierende Projekte und Initiativen in Österreich und Europa beleuchten. Ausgehend davon werden gemeinsam Prinzipien zur Gestaltung von Planungsprozessen entworfen, die die Stimmen von Frauen in diese Prozesse einbinden und stärken.
Koordination: Katharina Bauer, k.bauer(at)boku.ac.at, Judith Fischer, judith.fischer(at)boku.ac.at, Marion Hacek, marion.hacek(at)boku.ac.at
2I10 Reich an Erfahrung für den ländlichen Raum – Teilhabe und Engagement weiblicher Active Seniors
"Frauen am Land“ tragen Betriebe mit, leisten Care-Arbeit und halten Gemeinschaften zusammen. Mit dem Übergang in die Nacherwerbsphase eröffnen sich neue Freiräume – doch oft fehlen Strukturen, um ihre Erfahrungen, Netzwerke und Kompetenzen einzubringen. Die Arbeitsgruppe macht diese Schätze sichtbar, fragt nach Hemmschwellen und Wege ihrer Überwindung und entwickelt Handlungsempfehlungen für aktive Teilhabe älterer Frauen im ländlichen Raum.
Koordinator:innen: Martin Hosner* (Ökosoziales Forum Niederösterreich – Geschäftsführer, martin.hosner(at)oekosozial.at), Hermine Hackl (Ökosoziales Forum Niederösterreich – Präsidentin, hermine.hackl(at)waldbotschafterin.at)
2I11 Workshop „Vernetzung, Austausch und Empowerment als Voraussetzung für Erfolg, Sichtbarkeit und Partizipation von Frauen in der Forst- und Holzwirtschaft (Kurzbezeichnung: WSVernetzung-ForstFrauen)
Die Arbeitsgruppe zielt darauf ab, die Partizipation von Frauen in der Forstwirtschaft zu stärken. Im Fokus stehen die Entwicklung neuer Impulse und Ideen zu bereits etablierten Maßnahmen, der Ausbau von Netzwerken sowie die Förderung innovativer Formate, Projekte und Kooperationen. Durch Austausch und Zusammenarbeit sollen Projekte initiiert und Frauen befähigt werden, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und aktiv Einfluss auf Strukturen und Entscheidungsprozesse in der Forstwirtschaft zu nehmen.
Koordinator:innen: Dipl.-Ing. Dagmar Karisch-Gierer* (LK Steiermark / Forstliche Ausbildungsstätte Pichl, Forstfrauen und WOFO – Women in Forestry International, dagmar.karisch-gierer(at)lk-stmk.at), Ing. Christiane Hohenberg (Forstbetrieb Hohenberg, christiane(at)hohenberg.co.at), Dr. Elisabeth Johann (Forstwirtin, Forsthistorikerin, Waldpädagogin, elisabet.johann(at)aon.at), Mag. Martina Laubreiter, MA MSc (Katholische Kirche Steiermark, martina.laubreiter(at)graz-seckau.at), Ing. Andrea Pirker (Waldbesitzerin, andrea.m.pirker(at)gmail.com), Dr. Karin Weber (Universität für Bodenkultur, Inst. für Landschaftsplanung, karin.weber(at)boku.ac.at)
2I12 ZUKUNFT.BRAUCHT.ALLE
Es braucht neue Rollenbilder und Haltungen – bei Männern wie bei Frauen - für gemeinsames Gestalten.
Präsentiert wird das Projekt Agenda Simply.Women, in dem die Politische und ehrenamtliche Teilhabe von Frauen Thema war. Die Meinungen und Erfahrungen von über 300 Frauen in der Region Innviertel-Hausruck wurde eingeholt und ein Frauenrat arbeitete mit den Ergebnissen.
Im Anschluss wollen wir gemeinsam offen über den Weg von Simply.Women zu Only.Together diskutieren.
Koordinator:innen: Anna Pucher, Frauennetzwerk3, pucher(at)frauennetzwerk3.at; Christina Kasbauer, RMOÖ regionale Zukunftsgestaltung (Agenda.Zukunft), christina.kasbauer(at)rmooe.at