Ideen für Masterarbeiten
Die Industrialisierung imperialer Wälder: Landnutzungswandel in den Staats- und Fondsforsten 1800-1907
Die Industrialisierung imperialer Wälder: Landnutzungswandel in den Staats- und Fondsforsten 1800-1907
Das k.k. Ackerbauministerium verwaltete bis ins frühe 20. Jahrhundert die Forste der sogenannten „Staats- und Fondsgüter“. Diese umfassten Cameralgüter (Wälder, die als staatliche Kapitalanlage und für staatliches Einkommen dienten), Montan- und Salinengüter (Wälder, die den Holzbedarf von Bergwerken decken sollten), Fondsgüter (deren Einkommen speziellen Nutzungsweisen gewidmet war) und Militärgüter (die militärischen Zwecken dienten). Im späten 19. Jahrhundert waren diese Wälder sehr ungleichmäßig über die österreichische Reichshälfte der Habsburger Monarchie verteilt und umfassten in Summe etwa 11% der Waldfläche des Territoriums. Über den Zeitraum von 1885 bis 1907 liegt eine ausführliche Dokumentation dieser Wälder vor, die einen tiefen Einblick in den Landnutzungswandel auf diesen Flächen vermittelt. In zwei Büchern und einem Atlas dokumentiert Schindler in den Jahren 1885 und 1889 wesentliche Charakteristika dieser Wälder ab dem frühen 19. Jahrhundert. Für die Jahre 1893 bis 1907 existieren Jahrbücher, die weitere Veränderungen in diesen Wäldern dokumentieren.
Diese Masterarbeit untersucht auf Basis dieser Quellen sozial-ökologische Veränderungen in den Staats- und Fondsforsten im Laufe des langen 19. Jahrhunderts: Wie wurde die Landnutzung auf diesen Wäldern intensiviert? Wie hingen diese Veränderungen mit der Industrialisierung der Wirtschaft und der Durchsetzung von Privateigentum zusammen? Und wie wirkten sich diese Veränderungen auf ökosystemare Kohlenstoffdynamiken aus? Mit der Bearbeitung dieser Frage leistet die Masterarbeit einen Beitrag zum sozial-ökologischen Verständnis der Transformation imperialer Wälder im Zuge der Industrialisierung.
Die Arbeit wird im Kontext des INFEST-Projektes betreut. Alle angeführten Quellen liegen in digitaler Form vor.
Supervision: Simone Gingrich
Die österreichische Forstwirtschaft und die Idee der Nachhaltigkeit im 19. Jahrhundert
Häufig wird attestiert, das Konzept der Nachhaltigkeit komme aus der Forstwirtschaft des 18. und 19. Jahrhunderts. Jüngere umwelthistorische Arbeiten belegen aber, dass die Herausforderung der dauerhaften Ressourcenbereitstellung – mit anderen Begriffen – schon in der frühen Neuzeit Gegenstand intellektueller Auseinandersetzungen war. Für Deutschland und die Schweiz konnte darüber hinaus gezeigt werden, dass die Nachhaltigkeitskonzepte der frühen Forstwirtschaft im 18. und 19. Jahrhundert einem historischen Wandel unterlagen und sich zum Teil deutlich von heutigen Nachhaltigkeitsideen unterscheiden. Für Österreich liegen keine kritischen Auseinandersetzungen mit den Wurzeln des Nachhaltigkeitsbegriffs vor.
Auf Basis von deutschsprachigen forstwissenschaftlichen Publikationen der Habsburger Monarchie aus dem langen 19. Jahrhundert (spätes 18. Jahrhundert bis 1. Weltkrieg) soll identifiziert werden, wann mit welchen Schwerpunkten und welchen Zielen der Begriff der Nachhaltigkeit in der forstwissenschaftlichen Forschung und Lehre Anwendung fand und Bedeutung erlangte. Neben der historischen Quellenkritik und der hermeneutischen Auswertung der Quellen kann in dieser Arbeit auch eine qualitative Inhaltsanalyse zur Anwendung kommen. Die Arbeit soll prüfen, inwiefern frühe forstwissenschaftliche Nachhaltigkeitsvorstellungen in Österreich von ökologischen, ökonomischen, oder sozialen Ideen geprägt waren. Damit trägt sie zu einer kritischen Reflexion und Historisierung des Nachhaltigkeitsbegriffs in Österreich bei.
Die Ausschreibung richtet sich an Studierende eines interdisziplinären oder geschichtswissenschaftlichen Masterstudiums mit Interesse an bzw. Erfahrung in qualitativer Analyse historischer Texte und hohem Interesse an Nachhaltigkeitsfragen. Die Arbeit trägt zu laufenden Forschungsprojekten am Institut für Soziale Ökologie bei.
Referenzen:
Hölzl, R., 2010. Umkämpfte Wälder: die Geschichte einer ökologischen Reform in Deutschland 1760-1860, Campus Historische Studien. Campus, Frankfurt ; New York.
Stuber, M., 2008. Wälder für Generationen: Konzeptionen der Nachhaltigkeit im Kanton Bern (1750-1880), Umwelthistorische Forschungen. Böhlau, Köln.
Warde, P., 2018. The Invention of Sustainability: Nature and Destiny, c.1500–1870, 1st ed. Cambridge University Press.
Kontakt:
Simone Gingrich; Martin Schmid
Embodied HANPP von Produkten aus Biomasse
Der "embodied HANPP"-Ansatz versucht, die Eingriffe in Ökosysteme, welche bei der Bereitstellung von verschiedenen Produkten wie Nahrungsmitteln, nachwachsenden Rohstoffen oder Bioenergie entstehen, zu bewerten. Dazu wird die Prozesskette der Produkte bis hin zum Anbau der benötigten Rohstoffe (seien es Ackerbauprodukte oder Biomasse vom Grasland oder aus dem Wald) zurückverfolgt und die Aneignung von Nettoprimärproduktion (HANPP) pro Menge Produkt ermittelt. Damit kann ein Beitrag zur ökologischen Produktbewertung geleistet werden.
Möglich sind auch mehrere parallele Arbeiten, die sich jeweils auf bestimmte Produkte bzw. Produktgruppen oder auf Regionen/Länder konzentrieren.
Betreuung
Karlheinz Erb
Holztransport in Österreich im 19. Jahrhundert
Holztransport in Österreich im 19. Jahrhundert
Holz war im 19. Jahrhundert als Bau- und Brennstoff ein wichtiger Rohstoff, insbesondere in urbanen Zentren. In Österreich wurde Holz zum Teil über große Strecken transportiert, wobei insbesondere die Flüsse als Verkehrswege dienten. Während die Verwendung von Holz und die Techniken des Holztransportes (Trift, Flößerei) insbesondere auf lokaler Ebene recht gut beforscht sind, gibt es relativ wenig Informationen darüber, wie sich das Transportnetz für Holz in Österreich im 19. Jahrhundert im Kontext von Flussregulierungen und Eisenbahnausbau entwickelte.
Diese Masterarbeit im Bereich sozial-ökologische Langzeitforschung zeichnet auf Basis historischer Publikationen die Veränderungen des Transportnetzes von Holz in Österreich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert nach. Ausgehend von den regelmäßigen Publikationen der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer sollen zunächst relevante Quellen identifiziert werden. Basierend auf dem erhobenen Material soll dann eine Datenbasis geschaffen und analysiert werden, die Herkunft und Zielort, Transportmengen, Transportmittel und Transportwege von Holz über den Untersuchungszeitraum quantifiziert. Besonderes Interesse gilt auch den Akteuren, die von Veränderungen des Holztransportes betroffen waren, wie Betreiber(-gesellschaften) der Verkehrswege, Produzent*innen, Händler*innen und Konsument*innen des Holzes.
Die ausgeschriebene Arbeit richtet sich an Studierende unterschiedlicher Studienrichtungen, die Lehrveranstaltungen im Bereich sozial-ökologische Langzeitforschung oder Umweltgeschichte absolviert haben. Sie wird im Rahmen des Projektes INFEST betreut.
Supervision: Simone Gingrich
Investigating Uncertainty in Economy-wide Material Flow Accounts
Economy-wide material flow accounting (ew-MFA) is an established and harmonized methodological framework, which has been implemented into regular reporting by e.g., EUROSTAT, Statistics Austria or UNEP. Derived indicators are increasingly used in national and international policy arenas, for example in the European Union's resource efficiency and circular economy policy packages, in the Austrian resource efficiency plan and in the UN Sustainable Development Goals. Because of the growing significance of the ew-MFA method, further developing the framework by systematically assessing robustness and uncertainty of derived indicators has become an important and policy-relevant research frontier. The topic for this master's thesis is an assessment and quantification of uncertainty for an existing ew-MFA estimation, for example for Austria or other countries of choice. The major task for this thesis will be a first step towards systematically evaluating and assessing sources of uncertainty in the underlying data sources used in ew-MFA (e.g. national production and trade statistics, assumptions in estimation procedures). For this purpose, it will be necessary to re-calculate an existing ew-MFA account and assess data quality on a sufficient level of detail. Such an assessment may also involve expert interviews and other semi-qualitative methods. The mathematical approach to quantifying uncertainty is based on known error propagation formulas. The results of this master's thesis will have direct relevance for ongoing methodological developments and research projects in the field of Social- and Industrial Ecology. If successful, potential publication in an international peer-reviewed journal possible.
Required skills:
quantitative and analytical skills; knowledge of ew-MFA and statistics; completed courses: Sozialökologischen Methoden: Material- und Energieflussanalyse und Nachhaltige Entwicklung (814.507); introductory courses in statistics; experience with MS excel or similar software; willingness to critically engage with data sources and methodological framework.
Supervision:
Prof. Fridolin Krausmann & Dr. Dominik Wiedenhofer
Literature: Fischer-Kowalski, M., F. Krausmann, S. Giljum, S. Lutter, A. Mayer, S. Bringezu, Y. Moriguchi, H. Schütz, H. Schandl, and H. Weisz. "Methodology and Indicators of Economy-Wide Material Flow Accounting: State of the Art and Reliability Across Sources." Journal of Industrial Ecology 15, no. 6 (December 2011): 855-76. doi.org/10.1111/j.1530-9290.2011.00366.x. Krausmann, Fridolin, Heiz Schandl, Nina Eisenmenger, Stefan Giljum, and Tim Jackson. "Material Flow Accounting: Measuring Global Material Use for Sustainable Development." Annual Review of Environment and Resources 42, no. 1 (November 2017). doi.org/10.1146/annurev-environ-102016-060726. Laner, David, Helmut Rechberger, and Thomas Astrup. "Systematic Evaluation of Uncertainty in Material Flow Analysis." Journal of Industrial Ecology 18, no. 6 (December 2014): 859-70. doi.org/10.1111/jiec.12143.
Quantifizierung von Materialbeständen auf nationaler Ebene (diverse Länderstudien möglich)
Ziel der Masterarbeiten ist eine Quantifizierung der gesellschaftlichen Materialbestände eines jeweils ausgewählten Landes auf Basis vorhandener Daten aus der Materialflussrechnung (MFA) mit Hilfe des stock/flow Modells, das im laufenden MISO-Projekt entwickelt wurde. Es sind verschiedene Länderstudien denkbar, z.B. für Österreich, die USA, Japan, UK, Russland, China, Indien oder Südafrika. Auch andere Länder können je nach Interesse gewählt werden. Die Arbeiten können zudem Analysen der Zusammenhänge der berechneten Daten zu den Materialbeständen mit den jeweiligen ökonomische, sozialen, politischen oder ökologischen Besonderheiten des Landes sowie eine Interpretation ihrer Bedeutung für zukünftige Material- und/oder Energieflüsse oder Treibhausgasemissionen (Stichwort: lock-in Effekte) beinhalten. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit MISO sowie dem im Jahr 2018 beginnenden ERC-Projekt MAT_STOCKS und können bereits jetzt gestartet werden. Sie sind für Studierende mit guten Kenntnissen im Bereich gesellschaftlicher Stoffwechsel geeignet und erfordern sicheren Umgang mit großen Datenmengen sowie quantitativen Verfahren und die Bereitschaft, sich auf den Umgang mit Modellen einzulassen.
Betreuung
Dominik Wiedenhofer, Helmut Haberl, Fridolin Krausmann
Regionale Landnutzung und Biomasseflüsse am Beispiel der HANPP des Landkreises Ludwigsburgs in Deutschland
Im Kontext der in Paris vereinbarten Begrenzung der globalen Erderwärmung auf 2 Grad sowie der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen nimmt die Nutzung von terrestrischer Biomasse, verfügbar gemacht durch Landnutzung, eine zentrale Rolle ein.
Die Analyse anhand der Quantifizierung der HANPP (Human Appropriation of Net Primary Production) offenbarte bereits tiefe Einsichten in Landnutzungsmuster auf globaler oder nationaler Ebene (z.B. Haberl et al., 2007; Niedertscheider and Erb, 2014). Nichtsdestotrotz sind auch Nationen geprägt von diversen Ausprägungen in ihren Regionen, unter anderem gekennzeichnet durch die jeweilige Bevölkerungsdichte. Sub-nationale Abschätzungen von Biomasseströme und Landnutzung leiden jedoch an mangelnder Datenverfügbarkeit. Die Einbettung dieser Masterarbeit in ein laufendes Forschungsprojekt mit Projektpartnern in der Region ermöglicht jedoch Zugang zu genau solchen Daten, wodurch die Arbeit wesentlich zum Nachhaltigkeitsdiskurs auf regionaler Ebene beitragen kann.
Ziel dieser Masterarbeit ist es die menschliche Aneignung von NPP (=Nettoprimärproduktion) im Landkreis Ludwigsburg zu quantifizieren und diese im Kontext einer ländlichen, aber doch dichter besiedelten Region zu diskutieren. Die Arbeit ist eingebettet in das Forschungsprojekt IN-SOURCE (INtegrated analysis and modeling for the management of sustainable urban FWE ReSOURCEs).
Betreuung
Karl-Heinz Erb, Lisa Kaufmann (lisa.kaufmann(at)boku.ac.at)
Sustainable wastewater management on the Greek island of Samothraki
Erkenntnisziel / Forschungsfrage
Diese Masterarbeit soll zu dem Projekt SUSAKI beitragen, in welchem versucht wird, für eine griechische Insel einen nachhaltigen Entwicklungspfad zu suchen und gefährlichen tipping points auszuweichen. Ein wichtiges Thema ist die geeignete Entsorgung des wastewater der beiden lokalen Campingplätze, deren Legalisierung von der Lösung dieses Problems abhängt. Die Masterarbeit sollte die bisherigen "Lösungen" qualitativ und grob quantitativ beschreiben und mögliche Alternativen (organische Klärung, Versickerungslösungen etc.) anhand von einschlägiger Literatur unter gegebenen Verhältnissen diskutieren.
Methoden
Gespräche mit Zuständigen in der Gemeindeverwaltung (Übersetzer wo nötig werden bereitgestellt) und Erkundung der Gegebenheiten durch Beobachtung sollen ein Bild der derzeitigen Verhältnisse und der Überlegungen der Beteiligten ermöglichen. In Frage kommende Alternativen sind anhand der technischen Literatur zu diesem Thema zu diskutieren und womöglich auch vor Ort einer ersten Prüfung zu unterziehen. Die Teilnahme an der summer school 2018 auf der Insel und Beteiligung am entsprechenden Modul ist unerlässlich.
Kontakt und Betreuung
Marina Fischer-Kowalski und Dominik Noll
The ecology and economics of waste, or: The Samothraki waste story
Erkenntnisziel / Forschungsfrage
Einfache Agrargesellschaften sind durch Kreislaufwirtschaft gekennzeichnet. Die nicht für menschliche oder tierische Nahrung verwertbaren Teile der Ernte, die Exkremente von Menschen und Tieren sowie deren Kadaver werden zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit eingesetzt oder neben Holz als Brennmaterial verwendet. Essensreste werden Tieren verfüttert. Nicht mehr genutzte Baumaterialien werden als solche wiederverwertet. Die wenigen metallischen Gegenstände werden lange genutzt und repariert, oder gegebenenfalls anderweitig weiterverwendet. Sonstiges nicht-verrottbares Material gibt es kaum. Eine solche Gesellschaft war Samothraki bis vor wenigen Jahrzehnten, und das hat die Umgangsformen mit Abfällen noch für lange Zeit danach geprägt. Mit der schrittweisen Einbeziehung der Insel in die fossilenergetisch geprägte Industriegesellschaft und beginnenden Tourismus ab den 1960er Jahren änderte sich deren gesellschaftlicher Stoffwechsel: importierte Industrieprodukte und die Abfälle von Touristen erzeugten zunehmende Mengen an nicht-verrottbaren Abfällen, mit denen lange versucht wurde, auf die "traditionelle Art" umzugehen: Verbrennung unter freiem Himmel. Heute versucht sich die Kommune an Vorschriften der EU zu halten und exportiert zu erheblichen Kosten alle Abfälle auf das Festland in eine Deponie. Das Bemühen von Susaki richtet sich darauf, das Lernen getrennter Müllsammlung auf der Insel zu unterstützen und insbesondere organische Abfälle (ca 50% des Gesamtvolumens) auf der Insel selbst zu kompostieren uns somit die Kommune zu entlasten. Aufgabe dieser Masterarbeit ist es, diese Geschichte anhand von Interviews mit Bewohnern etwas genauer nachzuzeichnen und für die Gegenwart die zT vorliegenden Mengen- und Kostenangaben systematisch zu ergänzen. Es wäre auch denkbar, diese Aufgabe für 2 Masterarbeiten zu vergeben, wobei eine sich stärker auf die Rekonstruktion der Geschichte und die Auseinandersetzungen um den Müll konzentriert, während die andere die Mengen und Kosten in der Gegenwart (und mögliche Alternativszenarios) fokussiert. Teilnahme an einer summer school auf der Insel ist erforderlich.
Methoden
Für die historische Rekonstruktion bedarf es neben Literaturstudiums einiger Interviews mit älteren Personen und Zuständigen in der Gemeindeverwaltung (letztere sind auch für die quantitativen Fragen erforderlich) sowie des Aufarbeitens zT. bereits vorliegender quantitativer Daten. Ein Vergleich der Mengen (Müllfraktionen pro Einwohner, und pro Übernachtung von Touristen) sowie der Kosten pro Tonne mit Erfahrungswerten aus der Literatur wäre empfehlenswert.
Betreuung
Dominik Noll, Marina Fischer-Kowalski
The impact of wars on agricultural trade
The project LandCube empirically investigates how long-term dynamics of land system change are affected by social and ecological shocks. In this context, we plan to supervise MA theses on specific topics investigating the impact of shock events on long-term land system dynamics. The topics below serve as starting points for motivated students to develop MA theses of their own interest. Ideally, MA students should have some training in social-ecological concepts and methods. MA theses can be written in English or German.
This MA thesis conducts a quantitative analysis of agricultural exports from countries affected by war during the period since c. 1960. The study will either operate at the global scale using data from FAOstat or focus on an individual country (e.g. former Yugoslavia, Ukraine) and work with national statistics. The research will (a) identify to which extent (which) export products were affected by war, and how this was connected to production, trade and consumption of agricultural products domestically and abroad and (b) investigate whether the effects of war impacted later trends in agricultural trade.
Supervision: Simone Gingrich
Vulnerability effects of industrializing land use
The project LandCube empirically investigates how long-term dynamics of land system change are affected by social and ecological shocks. In this context, we plan to supervise MA theses on specific topics investigating the impact of shock events on long-term land system dynamics. The topics below serve as starting points for motivated students to develop MA theses of their own interest. Ideally, MA students should have some training in social-ecological concepts and methods. MA theses can be written in English or German.
This MA thesis combines data on agricultural production (land use, harvest, yields, livestock numbers and industrial inputs to agriculture) with climate data (temperature, precipitation) to explore whether and to which extent the production in industrialized agricultural systems (i.e., those relying on more industrial inputs) is more vulnerable to climate extremes than less industrialized land systems. The thesis can, depending on the interest of the student and data availability explored through initial data research, be conducted at national or regional cases, and should cover time periods of at least three decades at annual resolution.
Supervision: Simone Gingrich