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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-09-01 - 2022-08-31

Unsere Gesellschaft ist von einem hohen Grad an Digitalisierung und einer im Zeitverlauf zunehmenden Abhängigkeit von Technik geprägt. Aufgrund der steigenden Spezialisierung technischer Lösungen und dem Abbau von Redundanzen zu Gunsten einer erwarteten Effizienzsteigerung, leidet die Robustheit entwickelter Systeme. Dadurch nimmt die Bedrohung durch sogenannte „vernetzte Krisen“ (z.B. ein Blackout oder ein Internetausfall) merklich zu. Dabei liegt diesen eine außerordentliche Komplexität zu-grunde, der Organisationen bzw. Regionen im Alleingang nicht gewachsen sind. Es ist daher zu befürchten, dass eine lange andauernde, großflächige Einschränkung der Internet-basierten Dienste massive Funktions- und Versorgungsstörungen mit sich bringen könnte. Diese würden eine Kette von Versorgungsengpässen auslösen, die eine Ge-fahr für die öffentliche Ordnung darstellen. Um die digitale Resilienz unserer Gesellschaft zu stärken, ist es notwendig die möglichen Folgen eines Ereignisses abschätzen zu können. Nur so können auf der Ebene des SKKM, Unterbrechungen in der Koordinationskette von Einsatzorganisationen erkannt und sinnvolle Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-09-01 - 2023-02-28

Inlandterminals stellen das Tor zur Verlagerung von Gütern von der Straße auf die Schiene oder auf Wasserwege dar. Allerdings zeigen sich besonders an der Schnittstelle von Straße und Terminal mangelnde Interoperabilität und ein Fehlen durchgängiger Lösungen, sowohl bezogen auf die physische Infrastruktur als auch auf die Informations- und Kommunikationstechnik. Diese Systembrüche führen dazu, dass der Umschlag von einem Verkehrsmodus auf einen anderen innerhalb einer Transportkette als zeitaufwendig und kostenintensiv gilt. Dies hemmt eine Steigerung des Anteils des kombinierten Güterverkehrs und hindert folglich das Erreichen der nationalen und europäischen Klimaziele. PRODIGY zielt darauf ab, heutzutage angewendete Prozesse an der Schnittstelle Straße-Terminal durch Digitalisierung und den Einsatz neuer (Distributed-Ledger) Technologien zu optimieren. Dabei werden die Prozesse von vier spezifischen Use Cases gemeinsam mit verschiedenen Stakeholdern unter dem Aspekt des Einsatzes von u.a. Distributed-Ledger-Technologien, wie z.B. Blockchain Netzwerke und Smart Contracts, neu entwickelt. Folgend findet eine Wirkungsanalyse dieser Prozessinnovationen auf zwei Ebenen statt: i) eine Bewertung der Auswirkungen auf nachgelagerte Prozesse (Mikroebene) und ii) eine Bewertung der Auswirkungen auf die mittel- und langfristige Terminal Performance (Makroebene). Im Besonderen stellt die digitale Schadensfeststellung eine disruptive Innovation dar, da bisher lediglich Schäden an Trailern dokumentiert und weitgehend manuell ausgewertet werden. Im Rahmen des Forschungsprojekts wird Use Case 1 mit hohem Detaillierungsgrad bearbeitet. Darin wird erstmalig ein Algorithmus für eine automatisierte Erkennung von Schadensfällen an ITE entwickelt. Mithilfe von Bildaufnahmen der eintreffenden ITE am Terminal Gate-In und einer innovativen Softwarelösung soll der Prozess der Schadensfeststellung und der weiteren Schadensbearbeitung (Erfassung, Kommunikation, Administration, Verrechnung) mittelfristig revolutioniert werden. Denn als Folge kann mit einer drastischen Erhöhung der Umschlagsgeschwindigkeit (Straße/Schiene) gerechnet werden. Langfristig sollen die Ergebnisse von PRODIGY die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und die Wasserstraße fördern, was zu einer Reduktion der Emissionen, und folglich der Immissionen, sowie zur Versorgungssicherheit der Gesellschaft mit Gütern beiträgt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-06-01 - 2021-05-31

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, der forstwirtschaftlichen Praxis einen Leitfaden für die Restholzlogistik zur Verfügung zu stellen, der robuste Logistikstrategien und Maßnahmen zur Bewältigung der durch Katastrophen erhöhten Holzmengen enthält. Die zu entwickelnden Logistikstrategien umfassen unimodale (reiner LKW-Transport) und multimodale Transportketten, d.h. den Schienentransport von Holz. Darüber hinaus werden am Terminal verfügbare Lagerflächen in Form von Holzlagerkonzepten in die Logistikplanung einbezogen. Um die aktuellen Herausforderungen sowie die Erfahrungen bei der Bewältigung einer Katastrophensituation zu erfassen, werden strukturierte Interviews mit den Hauptakteuren der Logistikkette, d.h. Förster, Logistikmanager, Spediteure sowie Vertreter von RailCargo Austria und anderen Akteuren durchgeführt und anhand von Prozessmodellen analysiert. Spezifische Holzlagerkonzepte sowie Logistikstrategien werden anhand von Simulationsmodellen, die für die Fallstudienregion adaptiert und konfiguriert werden, getestet. Um robuste und praxistaugliche Strategien ableiten zu können und um sicherzustellen, dass die Strategien von der forstlichen Praxis akzeptiert und anschließend umgesetzt werden, ist es notwendig, die Praxis intensiv und frühzeitig einzubeziehen. Aus diesem Grund werden Strategien für Notfallpläne für die Fallstudienregion Waldviertel zur Bewältigung der Akkumulation von Schadholz und anderen Risiken partizipativ abgeleitet und bewertet.

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