Streifenanbau und Biodiversität (STRIPES)

Die österreichische Pannonische Region ist ein bedeutendes landwirtschaftliches Anbaugebiet, das mit Herausforderungen in Bezug auf Klima, Boden und Biodiversität konfrontiert ist. Es besteht Bedarf an einer Umgestaltung der bisherigen agrarischen Bewirtschaftungsmethoden, um widerstandsfähigere Anbausysteme zu entwickeln, die klimatischen Extremereignissen standhalten, Ökosystemleistungen (ESS) steigern und die Biodiversität fördern. Die Diversifizierung von Kulturpflanzen und Landschaft durch Streifenanbau und mehrjährige Pflanzen kann eine Anpassungsstrategie sein, jedoch bestehen weiterhin noch Wissenslücken zur Wirksamkeit der Landschaftsdiversifizierung unter pannonischen Bedingungen. Daher lautet die übergeordnete Forschungsfrage dieses Projekts: Wie kann die Diversifizierung der Landschaft unter pannonischen Bedingungen zur Entwicklung klimaneutraler und klimaresilienter Agrarlandschaften beitragen, insbesondere im Hinblick auf die Regulierung des Mikroklimas und die Bereitstellung von Ökosystemleistungen? Die Ziele des Forschungsvorhabens bestehen darin, die Auswirkungen der Landschaftsvielfalt auf die Leistung des Agrarökosystems (Ertrag sowie Biomasse- oder Faserproduktion), die Pufferung des Mikroklimas und die Förderung der Biodiversität zu quantifizieren. In der Region Marchfeld im Nordosten Österreichs wurde ein 20 ha großer Langzeitversuch (Langzeitversuch ALEX) mit drei Behandlungsvarianten in drei Wiederholungen angelegt Monokulturen, Streifenanbau + mehrjährige nicht verholzende Arten, Streifenanbau + mehrjährige verholzende Arten (Agroforst). Die Streifen folgen einer 8-jährigen Getreide-Hülsenfrüchte-Fruchtfolge. Multidisziplinäre Daten werden mithilfe von Sensoren und durch Feldbegehungen erhoben. Die Ergebnisse werden als Grundlage zur Gestaltung multifunktionaler, widerstandsfähiger Anbausysteme dienen, die die Ökosystemdienstleistungen verbessern, die Biodiversität fördern und zukünftige produktive Landschaften in einem klimaneutralen Österreich darstellen.

 

Kontakt: Dr. Ixchel Manuela Hernandez Ochoa