Fungal Genetics and Pathogens

In der Welt der Mikroben nehmen Pilze sowohl aus ökologischer als auch aus biotechnologischer Sicht einen besonderen Platz ein. Zum einen sind filamentöse Pilze und Hefen hauptsächlich für die Aufrechterhaltung der globalen Nährstoffkreisläufe (insbesondere Kohlenstoffrecycling) verantwortlich, zum anderen sind sie aber auch die wichtigsten Krankheitserreger für Pflanzen.

Wir untersuchen die molekularen Mechanismen, mit denen Schimmelpilze und Hefen ihren Nährstoffbedarf regulieren, wie sie die Umwelt wahrnehmen und mit ihr interagieren, Mykotoxine produzieren oder Abwehrmechanismen des Wirts während der Infektion von Pflanzen und Tieren überwinden. Projekte dieser Gruppen tragen zu der auf dem Campus in Tulln etablierten BOKU-Wissenschaftsinitiative "Bioressourcen und Technologien" bei und kooperieren dort mit anderen Forschern intensiv zu Themen wie Virulenz von Pilzen, epigenetischer Regulation und Adaptation, Pflanzen-Pathogen-Interaktionen, Resistenz, Mykotoxinen und Biotechnologie.

Die Ergebnisse dieser Forschung liefern wichtige Grundlagen für die molekularbiologische und ökologische Pilzforschung und legen den Grundstein für gemeinsame Projekte mit der Industrie zur Formulierung von Strategien, die eine effizientere Bekämpfung von Pilzinfektionen in der Landwirtschaft oder die Entwicklung neuer biotechnologischer Produkte aus Pilzen ermöglichen.

Wir koordinieren das Sonderforschungsfeld (SFB) des FWF-Österreichischer Forschungsfonds mit dem Namen "Fusarium Metaboliten und Entgiftungsreaktionen" und betreiben eine "Core Facility" (BiMM) für interne und externe Forschungsgruppen, die automatisierte Screening-Programme mit hohem Durchsatz sowie genetische und biochemische Analysen durchführen.

Forschungsgruppen und wissenschaftliche ProjektleiterInnen:

Christoph Schüller
» Pilz-Umweltgenetik


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