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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-01-01 - 2020-12-31

Die Kornelkirsche (Cornus mas) war den alten Griechen und Römern gut bekannt, und in der Literatur finden sich zahlreiche Hinweise auf die Pflanze. Die Pflanze wurde im Mittelalter in den Klostergärten Kontinentaleuropas angebaut und etwa im sechzehnten Jahrhundert nach Großbritannien eingeführt. In Bosnien und Herzegowina ist die Kornelkirsche an einigen spezifischen Standorten, wie dem Drvar-Tal in der Region Mostar, zu finden. In ähnlicher Weise ist Cornus mas die Leitart für eine ganze "Genuss-Region" in Niederösterreich, das Dirndl-Tal in der Pielachtal-Region. Sie wird als landschaftsprägende Pflanze und wegen ihrer vielfältigen nahrhaften und medizinischen Aspekte geschätzt. Die Kornelkirsche hat ein attraktives und eindrucksvolles Aroma, das den spezifischen Geschmack beeinflusst. Auch die hohe Konzentration von Vitamin C in den Früchten ist ein Merkmal dieser Art. Die Früchte zeichnen sich durch eine hohe Konzentration von Vitamin E, polyphenolischen Komplexen, organischen Säuren, Carotinoiden und Anthocyanen aus. Epidemiologische Studien haben eine klare positive Korrelation zwischen dem Verzehr von Obst und der Verringerung von Herzkrankheiten, Tumoren und anderen degenerativen Erkrankungen sowie der Verlangsamung des Alterungsprozesses gezeigt. Aktuelle wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass oxidativer Stress eine Hauptursache für verschiedene Krankheiten wie Atherosklerose, Diabetes, bösartige Erkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall und andere schwere und chronische Krankheiten ist. Biochemische Parameter, vor allem Antioxidantien, verhindern sicherlich die Entstehung und Entwicklung dieser Krankheiten. Auf dem Territorium von Bosnien und Herzegowina und Österreich werden Inventare von Kornelkirschenobstbäumen erstellt. Gesundheitsrelevante Verbindungen, wie die Vitamin C-Konzentration in den Früchten, die Gesamtphenolkonzentration, die Gesamtanthocyanine und die antioxidative Aktivität der Proben werden analysiert und eine Zuchtstrategie entwickelt. Die Bemühungen werden die In-vitro-Konservierung und molekulare Charakterisierung ausgewählter Kultivare beinhalten. Diese Forschung stellt die Grundlage bzw. den Beginn des Verfahrens zum Schutz der traditionellen Kornelkirschenprodukte und des Wissens dar. Dies würde zu einer Verbesserung des Direktverkaufs der Produkte auf den Bauernhöfen der Erzeuger führen und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung der lokalen Gemeinden beitragen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-09-01 - 2027-08-31

Die Hautalterung ist die sichtbarste und offensichtlichste Manifestation der Alterung und dient auch dem Laien als Prädiktor für Lebenserwartung und Gesundheit. Es ist aber auch der Wunsch des Menschen nach lang anhaltender Schönheit, der das breite Interesse an diesem Thema als Bereich der Grundlagen- und Angewandten Forschung weiter erhöht. Der moderne urbane Lebensstil bringt es mit sich, dass man sich in der Freizeit im Freien der Umweltverschmutzung und der Sonneneinstrahlung aussetzt. Beide Faktoren sind wichtige externe Förderer der Hautalterung. Darüber hinaus ist die altersbedingte Akkumulation seneszenter Zellen eine Hauptursache für sichtbare Zeichen der Hautalterung, während Umweltverschmutzung und Sonnenlicht die Zellalterung weiter fördern. Die Haut ist ein ideales Organ zur Beobachtung und Analyse der Auswirkungen von extrinsischen und intrinsischen Alterungsfaktoren. Sie ist nicht nur für klassische biochemische und immunhistochemische Analysemethoden zugänglich, sondern auch für nicht oder minimal invasive Untersuchungsmethoden, da sie die Außenseite des Körpers definiert. Die letzten Jahre brachten eine enorme Zunahme der klassischen und minimal-invasiven Methoden. Diese analytischen Fähigkeiten werden wir in diesem CD-Labor kombinieren, um den Einfluss des städtische Exposoms und von seneszenten Zellen auf den Hautstoffwechsel, die Kommunikation und die Qualitätskontrolle zu messen. Wir werden einen multimodalen Ansatz, die Kombination verschiedener bahnbrechender analytischer Bildgebungstechniken, verwenden, um den Beginn, das Fortschreiten und die chronischen Phasen der zellulären Seneszenz bei der Hautalterung zu untersuchen. Darüber hinaus werden wir auch den Beitrag der seneszenten Zellen zur Verschlechterung der lokalen Mikro-umgebungen analysieren und visualisieren, was ein besseres Verständnis der wesentlichen Ereignisse bei der Hautalterung ermöglichen wird. Mit diesem visuellen und analytischen Ansatz werden wir Wirkstoffe für die Hautpflege untersuchen, die eine Verschlechterung des Zellstoffwechsels und der Qualitätskontrolle verhindern oder rückgängig machen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-01 - 2022-12-31

Die meisten BirkenpollenallergikerInnen entwickeln Kreuzallergien auf verschiedene Nahrungsmittel, sehr häufig auf Äpfel. Die Birkenpollen-assoziierte Apfelallergie zählt zu den häufigsten Nahrungsmittelallergien im Erwachsenenalter und betrifft auch Kinder. Sie ist ebenfalls ein exzellentes Studienmodell für Kreuzallergien. Obwohl die Apfelallergie eine Folge der Birkenpollenallergie ist, geht eine erfolgreiche Behandlung der Pollenallergie oft nicht mit einer Verminderung der allergischen Reaktionen auf Äpfel einher. Unser Ziel ist es, eine wirksame, kombinierte Behandlung für beide Allergieformen zu entwickeln. In der vom FWF geförderten klinischen Studie KLI96 konnten wir zeigen, dass die sublinguale Verabreichung des rekombinanten Apfelallergens Mal d 1 die Apfelallergie verbessert. Unsere Laborergebnisse deuten an, dass Mal d 1-spezifische IgG4 Antikörper, die die Bindung von IgE an das Apfelallergen blockieren, am Therapieerfolg beteiligt sind. Im vorliegenden Projekt sollen diese blockierenden Antikörper im Detail untersucht werden, um die für eine funktionelle Blockade notwendigen, speziellen Eigenschaften herauszufinden. Im Speziellen suchen wir solche Antikörper, die die IgE-Bindung an das Apfelallergen und das Birkenallergen verhindern. Hierfür werden unsere Fachkompetenz in Allergologie, Molekular- und Strukturbiologie mit neusten, topaktuellen Technologien kombiniert werden, um die biophysikalischen und immunologischen Eigenschaften von allergen-spezifischen IgG4 Antikörpern zu erforschen. Aus den Blutzellen der Probanden, die erfolgreich mit Mal d 1 Apfel behandelt wurden, werden Mal d 1-spezifische Antikörper mittels kombinatorischer Antikörperfragment-Bibliotheken und Hefedisplay isoliert und rekombinant hergestellt. Dann werden biophysikalische Eigenschaften wie Stabilität und Bindungsstärke der Mal d 1-spezifischen Antikörper mittels Differential-Scanning-Kalorimetrie, Circulardichroismus, Multiangle Light Scattering, Oberflächen Plasmon-Resonanz sowie isothermaler Titrationskalorimetrie untersucht sowie deren Bindungsstellen am Allergen identifiziert. Die Fähigkeit der Antikörper, die Bindung von IgE zu blockieren, wird in vitro geprüft und in einem speziellen humanisierten Mausmodell in vivo bestätigt. Die Aufklärung der Erkennungsstrukturen von funktionellen blockierenden Antikörper kann dafür eingesetzt werden, die Allergene gentechnologisch so anzupassen, dass sie bei Verabreichung in allergische Individuen therapeutisch wirksame Antikörper auslösen (aktive Immuntherapie). Des Weiteren sind blockierende Antikörper, die gleichzeitig die allergischen Reaktionen auf Birkenpollen- und Apfelallergene vermindern, interessante Kandidaten für eine passive Immuntherapie. Somit werden in diesem Projekt die Voraussetzungen für zwei unterschiedliche, sich gegenseitig ergänzende Therapieansätze zur gemeinsamen Behandlung der Birkenpollen- und Kreuzallergie erarbeitet. Ein großer Vorteil unseres Ansatzes ist, dass rekombinante Antikörper hergestellt werden, die nicht aus Tiermodellen stammen sondern von erfolgreich behandelten Probanden gebildet wurden. Darüber hinaus werden die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse dazu beitragen, die für die erfolgreiche Behandlung von Allergien notwendigen Immunprozesse aufzuklären. Diese Ergebnisse werden auch dazu beitragen, geeignete Behandlungsstrategien für andere Erkrankungen zu entwickeln, deren Ursache eine immunologische Kreuzreaktion ist.

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