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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-12-01 - 2019-11-30

Die demographischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte führen zu einem gehäuften Auftreten von Erkrankungen, die mit dem Altern in engem Zusammenhang stehen und die Lebensqualität im Alter stark einschränken. Daher ist die Verbesserung der menschlichen Gesundheitsspanne das vorrangige Ziel der modernen biologischen Alterungsforschung. In den letzten Jahren wurden bereits einige vielversprechende Ansätze gefunden, um die Lebenserwartung von Modellorganismen zu verlängern oder einzelne alterungs-assoziierte Erkrankungen zu behandeln, jedoch fehlen einfache und kostengünstige Testmodelle zur Messung der Gesundheitsspanne. Wir werden daher im Zuge dieses Projekts standardisierte und reproduzierbare Tests etablieren, um Beweglichkeit, Gedächtnis und Elektrophysiologie in alternden Fadenwürmern zu messen. Die kurze Entwicklungszeit und Lebensspanne dieser einfachen Modellorganismen erlaubt die rasche und kostengünstige Testung einer Reihe von pharmakologischen, genetischen und physiologischen Interventionen, ohne auf höhere Wirbeltiere wie beispielsweise Mäuse und Ratten zurückgreifen zu müssen. Mithilfe dieser Methoden werden wir überprüfen, ob bekannte Interventionen zur Verlängerung der Lebensspanne auch eine bessere Erhaltung der Körperfunktionen erlauben, und wie gut die erhobenen Parameter mit ähnlichen bereits beschriebenen Versuchen in Säugetieren korrelieren. Somit werden wir am Ende des Projekts Tests entwickelt haben, die die Gesundheitsspanne von C. elegans quantifizieren und in weiterer Folge dazu verwendet werden können, bereits vorhandene Verfahren zur Verlängerung der Lebensspanne zu validieren und nach neuen genetischen, physiologischen und pharmakologischen Interventionen zu suchen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-02 - 2021-10-01

In der Tumorgenese basieren Prädisposition und Tumorprogression auf einer komplexen Interaktion zwischen Genregulation und Umwelteinflüssen. Dabei kommt es im Verlauf der Tumorerkrankung zu einem in den letzten Jahren zunehmend im wissenschaftlichen Fokus stehenden metabolischen Wettkampf um Nährstoffe zwischen Tumor und Wirt. Im Rahmen fortgeschrittener Tumorerkrankungen entsteht ein kataboles Zustandsbild, das durch den Abbau von Fett- und Muskelgewebe gekennzeichnet ist. Das Vollbild des Katabolismus wird als tumor-assoziierte Kachexie (TAK) bezeichnet und ist für die PatientInnen mit einer signifikanten Morbidität und Mortalität verbunden. Auch wenn die TAK in ihrer vollen Ausprägung im Kindesalter nur vereinzelt auftritt, wird auch hier bei bis zu 50% der PatientInnen eine deutliche Unterernährung beobachtet. Somit stellt der Katabolismus in seinen unterschiedlichen Manifestationen auch bei malignen Tumoren des Kindesalters ein relevantes Problem dar. In Mausversuchen soll mittels Präbiotikagabe, Probiotikagabe oder Stuhlstranplantationen gezeigt werden, dass das Mikrobiom gezielt verbessert werden kann.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2020-09-30

Die Entschlüsselung der Variation zwischen verschiedenen Phänotypen von Wildpflanzen ist von signifikanter Relevanz. Die Kenntnis seltener und besonders wertvoller Varianten führt zu einer schnellen und genauen Bestimmung genetischer Varianten. Darüber hinaus kann das Wissen über die seltenen Varianten, die den interessierenden Merkmalen zugrunde liegen, auch zu Einsichten über die komplexeren Phänotypen führen, die den kombinierten Effekt von mehreren Genloci und Biosythesewegen beinhalten. Im Allgemeinen liegt der größte Teil der funktionellen Variation in den codierenden Regionen des Genoms. Daher ist es logisch, mit der codierenden Region zu beginnen, um die verursachenden genetischen Varianten interessierender Merkmale zu entdecken. Darüber hinaus hat dieser Ansatz Kostenvorteile gegenüber Gesamtgenomansätzen, da proteinkodierende Sequenzen nur einen kleinen Teil des gesamten Genoms ausmachen (Cosart et al. 2011, Bamshad et al. 2011).

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