Mag. Dr. Daniel Dörler

Institut für Zoologie
Universität für Bodenkultur Wien
Gregor-Mendel-Straße 33
A-1180 Wien

Tel: +43 1 47654 - 83320
Fax: +43 1 47654 - 83309
E-mail: daniel.doerler(at)boku.ac.at

Raum: MENH-01/04

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Dipl.-Ing. Dr. Florian Heigl

Institut für Zoologie
Universität für Bodenkultur Wien
Gregor-Mendel-Straße 33
A-1180 Wien

Tel: +43 1 47654 - 83320
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Forschungsinteressen

Die AG Citizen Science wird von Daniel Dörler und Florian Heigl geleitet und beschäftigt sich mit Citizen Science auf theoretischer und praktischer Ebene. Citizen Science ist, vereinfacht gesagt, die aktive Einbindung von Bürger*innen in wissenschaftliche Projekte. Die Arbeitsgruppe betreibt und koordiniert das Citizen Science Network Austria und die dazugehörige Plattform Österreich forscht. Zur theoretischen Ebene der Forschung rund um Citizen Science gehört einerseits die Qualitätssicherung von Citizen Science, die Eigenschaften von Citizen-Science-Projekten und die Definition von Citizen Science. Auf der praktischen Ebene sind vor allem ökologische Projekte mit Citizen-Science-Ansätzen Teil der täglichen Forschungsarbeit. Vor allem die Bereiche Straßenökologie und invasive Arten bilden zwei besondere Schwerpunkte in der Forschungstätigkeit der Arbeitsgruppe.

Projekte

Projekt Roadkill

In diesem Projekt wird erhoben, welche Wirbeltiere auf Österreichs Straßen zu Tode kommen und welche Gründe es dafür geben könnte.

Unser klares Ziel ist die Anzahl an Roadkills soweit wie möglich zu reduzieren, indem wir den Ursachen der Roadkills auf den Grund gehen.

Der erste Schritt dazu ist einen Überblick über Anzahl, Umfang und Verbreitung von Roadkills in Österreich zu bekommen. Durch das Zusammentragen von vielen einzelnen Daten zu einem großen Datensatz versuchen wir  festzustellen, zu welchen Bedingungen (z.B. Wetter), an welchen Standorten (Wald, Wiese, Ortsgebiet, …), auf welchen Straßen, welche Tiere Opfer von Roadkill werden.

Neben der Beantwortung dieser wissenschaftlichen Fragestellungen möchten wir „Hotspots“ identifizieren, also Orte an denen es besonders häufig zu Roadkill kommt. In Zukunft versuchen wir in Zusammenarbeit mit Behörden, NGOs und Gemeinden diese Hotspots zu entschärfen.

Übergeordnet soll das Projekt Roadkill zur Sensibilisierung im Thema Roadkill aller Teilnehmer*innen beitragen.

Biodiversität am Friedhof

Das Projekt BaF – Biodiversität am Friedhof zielt darauf ab, Friedhöfe als einzigartige Lebensräume für Flora und Fauna zu fördern, deren ökologische Bedeutung zu stärken und zu schützen. Friedhöfe bieten durch ihre Ruhe, alten Baumbestände und vielfältige Pflanzenstruktur ideale Bedingungen für Artenvielfalt. Das Projekt umfasst die Erhebung und Stärkung der vorhandenen Biodiversität, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und die Umsetzung gezielter (Schutz-)Maßnahmen. Gemeinsam mit Gemeinden, Friedhofsbetreibern und Naturschutzorganisationen werden Konzepte entwickelt, um die Pflege umweltgerecht zu gestalten. Ziel ist es, Friedhöfe als Oasen der Biodiversität zu etablieren und zugleich als Orte der Erinnerung und Erholung zu erhalten. 

Leading Lights- junge Vorbilder für die Wissenschaftler*innen von morgen

In diesem Wissenschaftskommunikationsprojekt werden junge Nachwuchswissenschaftler*innen ( PostDoc-Level), die Interesse daran haben, ihre Forschung an die Öffentlichkeit zu kommunizieren gefördert und unterstützt.

Als Grundlage dienen interaktive Workshops zu den Grundlagen der Wissenschaftskommunikation sowie praktischen Übungen zur Nutzung von Social Media Kanälen für Forscher*innen. Die Wissenschaftler*innen werden dazu in Kleingruppencoachings begleitet, um eine Umsetzung zu ermöglichen und auftauchende Herausforderungen zu besprechen. 

Projektarchiv / abgeschlossene Projekte

Masterarbeiten und Dissertationen

Laufende Masterarbeiten

Raphael von Dyck: Roadkill Igel Projekt

Igel zählen zu den Tierarten die dem Straßenverkehr am häufigsten zum Opfer fallen (Rondini & Doncaster 2002). Bei Betrachtung der Daten der Roadkill App zeigt sich, dass Igel, mit einem Anteil von fast 20%, am häufigsten gemeldet werden. Folgende Fragen sollen mit der Masterarbeit beantwortet werden: Wo in Österreich befinden sich Hotspots von Igel Roadkills? Wie sieht die Umgebung jener Straßenabschnitte aus bzw. welcher Landnutzungskategorie kann sie zugeordnet werden? In welchen Monaten kommt es zu Igel Roadkills? Entspricht dies der, in bestehender Literatur, beschriebenen Häufung von Igel Roadkills im Sommer und in besiedelten Gebieten? Welche Gegenmaßnahmen gibt es, die sich zur Reduktion von Igel Roadkills eignen könnten?

Florin Hirnschall: Bestandserhebung von seltenen / bedrohten / invasiven Wildtierarten mithilfe von Citizen Science am Beispiel des Feldhamsters in Niederösterreich

Fanny Rosa Kaiser: Die Rolle der DNA-Analyse bei der Identifizerung von Roadkills - Unterschiede zwischen zufällig und regelmäßig gesammelten Daten auf ausgewählten Strecken in Niederösterreich

Daniel Issel: Habitat use and co-occurrence of badgers (Meles meles) and hedgehogs (E. europaeus & E. romanicus) in Vienna. A citizen science approach

Cornelia Rieder: Vergleich vom Roadkill aus Zufallsmeldungen und einem regelmäßigen Monitoring in Bezug auf die angrenzenden landschaftlichen Einflüsse

Alexandra Strauss-Sieberth: Dialog auf Augenhöhe - Citizen Science in der universitären Lehre 

Laufende Dissertationen

Chiara Fedrigotti: Explore the potential of Citizen Science data for the monitoring and conservation of NATURA 2000 species

This research project aims to explore the potential of citizen science observations to infer ecological information about species of conservation concern (Natura 2000, in particular) in an alpine Italian province (Trentino). The study will provide useful information to identify possible gaps in data coverage to improve the design of future citizen science project and reach a more effective integration with standard monitoring activities. The starting point will be the assessment of spatial, temporal and taxonomical coverage of CS data within the study area. We will also try to understand the extent to which citizen science can add new information about threatened species compared to professional data. Finally, we will try to assess species sensitivity to human-dominated landscape through citizen science data, in order to identify which species or taxa could be more affected by possible habitat loss or degradation.

Advisory board: Johann G. Zaller (BOKU), Florian Heigl (BOKU), Daniel Dörler (BOKU), Paolo Pedrini (Conservation Biology Unit, MUSE-Science Museum of Trento), Andrea Sforzi (Maremma Natural History Museum)

The Trung Hoang:  Evaluate the suitability of citizen science approaches for forest fire management in central Vietnam

Waldbrände, die durch den Klimawandel zunehmend verstärkt werden, stellen weltweit eine erhebliche Bedrohung für die menschliche Gesundheit, die Lebensgrundlagen und die Ökosysteme dar. Eine wirksame Prävention und Bekämpfung dieser Brände erfordert präzise, zeitnahe und umfassende Daten über Waldbrände und ihre Brennstoffe. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, die Eignung einer auf Bürgerwissenschaft basierenden Mobiltelefonanwendung als Instrument zur Erfassung von Waldbrand- und Brennstoffdaten für das Management von Brandrisiken zu bewerten. Die Studie bietet einen Überblick über die Methodik und gibt Forschenden anhand einer Fallstudie in der brandgefährdeten Region Thua Thien Hue in Vietnam eine Anleitung zur Bewertung bürgerwissenschaftlicher Projekte. Darüber hinaus identifiziert sie Kriterien, die notwendig und hinreichend sind, um die Weiterentwicklung von Bürgerwissenschaften im Kontext des Waldbrandmanagements zu fördern und zu inspirieren.

Diese Untersuchung könnte zudem als effiziente Alternative zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit dienen und zur Verbesserung der Brandverhütung und -bekämpfung beitragen, um umfassendere Strategien zur Brandbekämpfung zu unterstützen.

Beirat: Harald Vacik (BOKU), Herbert Formayer (BOKU), Florian Heigl (BOKU), Quang Bao Tran (Vietnamesisches Departement für Forstwirtschaft)

Abgeschlossene Masterarbeiten

2024

Daniel Issel: Habitat use and co-occurrence of badgers (Meles meles) and hedgehogs (E. europaeus & E. romanicus) in Vienna. A citizen science approach

2022

Patrick Diem: Animal roadkills in Austria between 2014-2021: associations between hotspots, land cover and road types based on citizen science.

2020

Maria Peer: Plant phenology as indicator for the beginning of migration of three Central European amphibian species : analysis based on citizen science data.

2019

Irene Hoppe: Igel-Roadkill im Wiener Stadtgebiet - Analyse des Einflusses von Landnutzung mittels Citizen Science und anderer öffentlicher Daten.

Kathrin Horvath: Hotspotanalyse und Resultate von Amphibien- und Reptilien-Roadkills im Nordburgenland anhand von Daten aus dem Citizen Science Projekt Roadkill und CORINE Land Cover.

2017

Carina Rosemarie Stretz: Linking European hare (Lepus europaeus) vehicle collisions with landscape structure with datasets from citizen scientists and hunters.

Abgeschlossene Dissertationen

2019

Daniel Dörler: Ecology and Control of Invasive Slugs: Interactions with Environmental Factors and Soil Fauna. BOKU:LITsearch

2017

Florian Heigl: Project Roadkill Towards a citizen observatory system for road-killed animals. BOKU:LITsearch

Publikationen

Vollständige Publikationslisten (inkl. Links zu den open access-Artikeln) im BOKU-Forschungsinformationssystem (FIS) von Florian Heigl und Daniel Dörler.