Priv. Doz. Lukas Landler, Ph.D.

Institut für Zoologie
Universität für Bodenkultur Wien
Gregor-Mendel-Straße 33
A-1180 Wien

Tel: +43 1 47654 - 83334
Fax: +43 1 47654 - 83309
E-mail: lukas.landler(at)boku.ac.at

Raum: MENH-EG/06

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► Forschungsleistungen

Forschungsinteressen

Seit Beginn meiner akademischen Laufbahn fasziniert mich die Fähigkeit verschiedener Tiergruppen, sich zu orientieren und weite Wanderungen zu unternehmen. Besonders angetan hat es mir die Orientierung am Erdmagnetfeld. Daraus ist im Laufe der Jahre eine Reihe unterschiedlicher Forschungsprojekte entstanden (siehe auch die entsprechenden Links unter Publikationen). In meiner Arbeitsgruppe an der BOKU liegt mein Forschungsschwerpunkt auf der Schnittstelle zwischen dem Schutz von Amphibien im städtischen Raum und ihren Möglichkeiten zur Orientierung und Migration. Dabei verbinde ich Laborversuche mit Untersuchungen im Freiland.

Wechselkröte © Lukas Fuxjäger

Arbeitsgruppe

Hier ist ein Überblick über die Mitarbeiter*innen unserer Forschungsgruppe. Falls Sie Student*in und an einer Masterbarbeit interessiert sind dann schreiben Sie mir einfach ein Email!

Stephan Burgstaller

Stephan Burgstaller

Stephan Burgstaller war von 2020-2026 Teil der AG Landler. Er absolvierte sein Masterstudium der Zoologie an der Universität Wien und schloss anschließend sein Doktorat an der BOKU Wien ab. Zu Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn lag sein Forschungsschwerpunkt auf der Populationsdynamik von Amphibien, wie seine Masterarbeit über den Feuersalamander und Teile seines Doktorats über die Wechselkröte zeigen. Im Laufe seines Doktorats erweiterte er sein Forschungsprofil um Fragestellungen der Life History und der Verhaltensökologie, die er insbesondere anhand der Wechselkröte untersuchte. Von 2023 bis Ende 2025 war Stephan Burgstaller am Citizen-Science-Projekt „AmphiBiom“ beteiligt, dessen Projektleitung er im Jahr 2025 vorübergehend übernahm.

Maximilian Fitz

Maximilian Fitz

Maximilian Fitz hat an der BOKU Wien das Bachelorstudium Forstwirtschaft abgeschlossen und studiert derzeit im Masterstudium Nachwachsende Rohstoffe. Sein Zugang zur Forschung ist geprägt von einem tiefen Interesse an ökologischen Zusammenhängen und dem Zusammenspiel verschiedener Akteure innerhalb von Ökosystemen. Im Rahmen seiner Masterarbeit mit dem Titel „Populationsdynamik zweier urbaner Wechselkrötenpopulationen“ untersucht er zwei innerstädtische Lebensräume in Wien. Durch seine Mitarbeit in der Forschungsgruppe von Lukas Landler kann er sein Interesse an angewandter Naturschutzforschung mit praktischer Feldarbeit verbinden und einen Beitrag zum besseren Verständnis urbaner Amphibienpopulationen leisten.

Yurii Kornilev

Yurii Kornilev

Yurii Kornilev ist Zoologe und Ökologe mit Spezialisierung auf Amphibien und Reptilien. Er promovierte in Zoologie am Nationalmuseum für Naturgeschichte der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften mit einer Arbeit über die Verbreitung und Ökologie der beiden Wasserschlangen in Bulgarien. Seinen Master of Science in interdisziplinärer Ökologie mit Schwerpunkt Wildtierökologie und Naturschutz erwarb er an der University of Florida, USA, wo er sich mit der Ökologie einer Flussschildkröte und den Auswirkungen menschlicher Störungen befasste. Seit über 20 Jahren führt er Forschungs- und Naturschutzprojekte zu Reptilien und Amphibien in Bulgarien, Österreich und den USA durch. Er setzte seine Bemühungen nun in Zusammenarbeit mit der AG Landler fort. 

Magdalena Spießberger

Magdalena Spießberger

Magdalena Spießberger hat 2019 ihren Master in Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien abgeschlossen. Für ihre Masterarbeit untersuchte sie den Zusammenhang zwischen den Bedingungen im frühen Leben und der Telomerlänge in Wildschweinfrischlingen (Sus scrofa) am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie. Telomere sind die „Schutzkappen“ am Ende der Chromosomen, sie spielen eine wichtige Rolle im Alterungsprozess und werden als Biomarker für die körperliche Verfassung angesehen. Danach begann sie am Research Institute of Molecular Pathology an einem Projekt zur Untersuchung des Magnetsinnes von Mäusen mitzuarbeiten. Zusätzlich zu diesem Projekt arbeitet sie seit Sommer 2021 auch an der Populations- und Verhaltensökologie der Wechselkröte im Zusammenhang mit Urbanisierung. Ihre Hauptinteressen liegen neben den Auswirkungen auf das Verhalten und die Lernfähigkeit der Wechselkröte in der Frage, ob menschlich bedingte Umweltbelastungen die Telomerelänge von diesen Tieren negativ beeinflussen.

Publikationen

Eine Liste meiner Publikationen gibt es hier. Zusätzlich finden Sie aktuelle Publikationen auf meiner Google Scholar und ResearchGate Seite.

Forschung

Meine (fast) vollständige Liste der Projekte bei denen ich mitarbeite können Sie hier finden. Eine Auswahl von aktuellen Projekten finden Sie unterhalb.

Eine Wechselkröte auf Kies sitzend

Wechselkröte © Sven Dragon

Populations- und Wanderdynamiken von Wechselkröten in städtischer und natürlicher Umgebung

Während Primärhabitate der Wechselkröte (Bufotes virdis) sukzessive verloren gehen, bewährt sich diese Steppenart als Kulturfolger im städtischen Raum. Doch gerade hier werden geeignete Habitate immer mehr isoliert, brachliegende Flächen werden verbaut und in möglichen Ersatzgewässern schreitet die Sukzession voran. Für effektiven Schutz ist es unumgänglich, die Verbreitung, Populations- und Wanderdynamiken der Wechselkröten zu verstehen. Dafür greifen wir auf ‚klassische‘ populationsökologische Methoden (Fang-Wiederfang), als auch auf neueste Entwicklungen im Bereich der Tracking-Technologien zurück. Ergänzt werden die Felduntersuchungen in Wien und ländlicher Umgebung mit Verhaltensbeobachtungen im Labor.

Das Rückenmuster der Wechselkröte: Farbwechsel, Hormone und Umwelteinfluss

Dieses Projekt, angeführt von Stephan Burgstaller, hat das Ziel den Farbwechsel der Wechselkröte besser zu verstehen: warum und unter welchen Umständen ändern diese Kröten ihre Rückenfarbe? Solche Farbänderungen wurden schon in frühen Laborversuchen festgestellt und könnten der Grund für den deutschen Namen dieser Tiere sein. Des Weiteren werden wir den Einfluss von Hormonen aber auch der Umwelt auf die Färbungen untersuchen, sowohl in Feld- als auch in Laborversuchen.

Medienberichte

Forschungsprojekt zur Wechselkröte im Universum Spezial

Forschungsprojekt zur Wechselkröte im Universum Spezial

Im heurigen Frühjahr begleitete ein Kamerateam Forscher:innen unseres Instituts an den Kirchsee im burgenländischen Seewinkel, einem der letzten natürlichen Vorkommen der Wechselkröte in Österreich. Der Beitrag ist nun im Rahmen der Universum Spezial-Ausgabe "Wasserwelten – Paradiese in Bedrängnis" zu sehen, die zeigt, wie Tiere im und rund um den Lebensraum Wasser leben, der sich durch die zunehmende Erderwärmung, jahrelange Umweltverschmutzung und massive bauliche Eingriffe ständig verändert.

Video-on-Demand:
https://on.orf.at/video/14248944/universum-spezial-wasserwelten-paradiese-in-bedraengnis

Website zur Sendung:
https://tv.orf.at/universum/universums116.html

Infos zum Projekt:
https://forschung.boku.ac.at/de/projects/15412

ORF 2, 29.10.2024

Gärten für Wechselkröten-Pools gesucht

Gärten für Wechselkröten-Pools gesucht

Private Gartenbesitzer können jetzt an einem Amphibienprojekt der Universität für Bodenkultur teilnehmen, an dem sich auch der Tiergarten Schönbrunn beteiligt hat. 300 Mini-Pools, die Wechselkröten und anderen Arten Platz bieten, werden an passenden Orten eingegraben. Bis Mitte November läuft die Anmeldung unter www.amphi.at/anmeldeformular!

wien.ORF.at, 21.09.2023

Starterkit zur Förderung der Artenvielfalt: Wechselkröte und Co. im eigenen Garten

Starterkit zur Förderung der Artenvielfalt: Wechselkröte und Co. im eigenen Garten

Ein neues österreichweites Citizen Science Projekt der Universität für Bodenkultur Wien soll neue Lebensräume für die Wechselkröte schaffen.

BOKU Pressaussendung, 10.07.2023

Projekt "Track Them Down" - Besenderte Wildbienen geben Aufschluss über Raumnutzungsverhalten

Projekt "Track Them Down" - Besenderte Wildbienen geben Aufschluss über Raumnutzungsverhalten

Im Projekt „Track them down“ statten Sophie Kratschmer, Lukas Landler und Julia Lanner (INF) Wildbienen mit federleichten VHS-Sendern aus. Dabei handelt es sich einerseits um die seltene Mooshummel (Bombus muscorum), andererseits um die invasive Asiatische Mörtelbiene (Megachile sculpturalis). Anhand der Sender können die Forscher:innen die Raumnutzung der beiden Arten untersuchen. Ein Video von der Besenderung ist in YouTube verfügbar!

Links:

28.09.2022

Navigationssystem der Amphibien

Navigationssystem der Amphibien

Amphibien wandern jedes Jahr zu ihren Laichgewässern und zurück. Was ganz einfach klingt, ist aber eine eigene Wissenschaft. Ein Interview mit Walter Hödel und Lukas Landler.

naturschutzbund.at | Naturschutzbunt, Heft 11, 04/2020 (PDF)