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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-01-20 - 2023-01-19

Aufgrund der immer strenger werdenden gesetzlichen Regelungen beim Einsatz von Pestiziden, vor allem von Glyphosat, und dem Druck aus der Gesellschaft gewinnen alternative Methoden zur Beikrautregulierung in Dauerkulturen wie Obst- und Weingärten an Bedeutung. In einer länderübergreifenden Kooperation sollen daher Alternativen im Beikrautmanagement erarbeitet werden. In Bayern wurde das vom Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) Straubing gemeinsam mit der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim eingereichte Projekt "Alternatives Beikrautmanagement im Obst- und Weinbau mit ökologisch unbedenklichen Substanzen und einem alternativen Mulchverfahren auf Basis Nachwachsender Rohstoffe – ABOW" im Jänner 2019 gestartet. Ein österreichisches Projekt mit Fokus auf die Entwicklung eines autonomen Gerätes und alternative Substanzen im Beikrautmanagement wurde im Sommer 2019 auf den Weg gebracht. Das Institut für Pflanzenschutz untersucht in diesem Projekt, ob alternative natürliche Substanzen und die in Bayern entwickelten aufspritzbaren Mulchfolien über eine ausreichende Unkrautunterdrückung verfügen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-12-01 - 2022-11-30

In den Jahren 2017 bis 2019 verursachte das Massenauftreten von Bothynoderes punctiventris Germar (Coleoptera: Curculionidae), dem Rübenderbrüssler, enorme Schäden im Zuckerrübenanbau in Ostösterreich. Auf der Suche nach Bekämpfungsmöglichkeiten ergab sich eine Reihe von Forschungsfragen zur Ökologie des Rübenderbrüsslers, die unter kontrollierten Bedingungen in Laborversuchen untersucht werden sollen. Besonders hilfreich bei der Entwicklung erfolgversprechender Bekämpfungsstrategien kann die Klärung offener Fragen zur Wirtspflanzenselektion von B. punctiventris sein. So ist bis jetzt nicht ausreichend geklärt, wie der Käfer seine Wirtspflanzen lokalisiert, ob er junge Rübenpflanzen „riecht“ oder ob ihn andere Sinnesreize leiten. Es ist auch nicht bekannt, ob vielleicht der Duft anderer (Wirts-)Pflanzen die Zuckerrübe an Lockwirkung auf die Käfer übertrifft, und ob einzelne Duftkomponenten, die in den Duftbouquets mehrerer Wirtspflanzen vorkommen, für diese Lockwirkung verantwortlich sind und ob diese Duftkomponenten die Wirkung des derzeit verwendeten Lockstoffes Grandlure III-IV verstärken könnten. Ebenso gilt es zu untersuchen, ob andere Kultur- oder sonstige Pflanzen Nahrungspflanzen für den Rübenderbrüssler sind, die die Population auch außerhalb der Rübenfelder erhält. Um Zuckerrüben vor dem Fraß der Käfer im Frühjahr zu schützen, soll die Wirkung von deterrenten, i.e. fraßabschreckenden Pflanzenextrakte und mineralischen Substanzen geprüft werden, die nach Applikation auf die Jungpflanzen den Wirtspflanzenselektionsprozeß des Käfers stören oder hemmen können. Die genaue Untersuchung der Verhaltensweisen des Rübenderbrüsslers ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Entwicklung künftiger umweltfreundlicher, nachhaltiger Bekämpfungsstrategien.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-10-01 - 2022-09-30

Das Projekt zielt darauf ab, die potentiellen Schadorganismen an Knoblauch im Feld zu erfassen und ihre Problematik für den österreichischen Knoblauchanbau abzuschätzen. Es werden zuverlässige Labornachweisverfahren für die wichtigsten Pflanzenpathogene entwickelt. Die Entwicklung boden- und pflanzgutbürtiger Krankheiten unter den sich ändernden Klimabedingungen, wird über die gesamte Produktionskette analysiert und Konzepte für eine Reduktion des Befalls werden erarbeitet. Erntemethoden und Erntenachbehandlung als mögliche Ursache einer Infektion werden analysiert Das Projekt verfolgt folgende Ziele: 1) Fundierte biologische Grundlagen für die Diagnose und Bewertung bodenbürtiger Pilze, mit Schwerpunkt Fusariosen. Diese Daten bilden die Basis für alle weiteren Erhebungen, Analysen und Handlungsempfehlungen. 2) Kenntnis der primären Inokulumquelle zur weiteren Entwicklung von Vermeidungsstrategien: Im Fokus stehen zwei potentielle Inokulumquellen für pflanzenpathogene Pilze, im speziellen das Pflanzgut und die Kontamination über den Boden. 3) Kenntnis der potentiellen Infektions- und Kontaminationsquellen sowie krankheitsförderliche betrieblichen Maßnahmen auf Einzelbetriebsebene. Die Bereiche erstecken sich über die einzelnen Produktionsschritte, vom Anbau über die Ernte und Trocknung bis zur Lagerung. 4) Handlungsanweisungen zur Minimierung des Krankheitsauftretens für die Betriebe: Mit den Projektarbeiten sollen die Infektionsquellen sowie die betrieblichen Einflussfaktoren zuverlässig er-kannt werden. Darauf aufbauend werden Strategien zur Vermeidung erarbeitet werden. Die sich daraus ergebenden Handlungsanweisungen sollen nachvollziehbaren und in der Praxis einfach um-setzbar sein. 5) Möglichst breite Verbreitung des gewonnenen Wissens: Nicht nur die beteiligten Betriebe son-dern auch andere bereits bestehende und zukünftige Knoblauchbetriebe sollen vom neu gewonnen Wissen profitieren. Durch eine geeignete Kommunikationsstrategie soll nicht nur die landwirtschaft-liche Praxis erreicht werden, sondern auch der interessierten Gesellschaft der Anbau von Knoblauch näher gebracht werden. 6) Für KonsumentInnen soll qualitativ hochwertiger Knoblauch aus biologischer und integrierter Produktion zur Verfügung gestellt werden.

Betreute Hochschulschriften