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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-10-01 - 2022-09-30

Das Projekt zielt darauf ab, die potentiellen Schadorganismen an Knoblauch im Feld zu erfassen und ihre Problematik für den österreichischen Knoblauchanbau abzuschätzen. Es werden zuverlässige Labornachweisverfahren für die wichtigsten Pflanzenpathogene entwickelt. Die Entwicklung boden- und pflanzgutbürtiger Krankheiten unter den sich ändernden Klimabedingungen, wird über die gesamte Produktionskette analysiert und Konzepte für eine Reduktion des Befalls werden erarbeitet. Erntemethoden und Erntenachbehandlung als mögliche Ursache einer Infektion werden analysiert Das Projekt verfolgt folgende Ziele: 1) Fundierte biologische Grundlagen für die Diagnose und Bewertung bodenbürtiger Pilze, mit Schwerpunkt Fusariosen. Diese Daten bilden die Basis für alle weiteren Erhebungen, Analysen und Handlungsempfehlungen. 2) Kenntnis der primären Inokulumquelle zur weiteren Entwicklung von Vermeidungsstrategien: Im Fokus stehen zwei potentielle Inokulumquellen für pflanzenpathogene Pilze, im speziellen das Pflanzgut und die Kontamination über den Boden. 3) Kenntnis der potentiellen Infektions- und Kontaminationsquellen sowie krankheitsförderliche betrieblichen Maßnahmen auf Einzelbetriebsebene. Die Bereiche erstecken sich über die einzelnen Produktionsschritte, vom Anbau über die Ernte und Trocknung bis zur Lagerung. 4) Handlungsanweisungen zur Minimierung des Krankheitsauftretens für die Betriebe: Mit den Projektarbeiten sollen die Infektionsquellen sowie die betrieblichen Einflussfaktoren zuverlässig er-kannt werden. Darauf aufbauend werden Strategien zur Vermeidung erarbeitet werden. Die sich daraus ergebenden Handlungsanweisungen sollen nachvollziehbaren und in der Praxis einfach um-setzbar sein. 5) Möglichst breite Verbreitung des gewonnenen Wissens: Nicht nur die beteiligten Betriebe son-dern auch andere bereits bestehende und zukünftige Knoblauchbetriebe sollen vom neu gewonnen Wissen profitieren. Durch eine geeignete Kommunikationsstrategie soll nicht nur die landwirtschaft-liche Praxis erreicht werden, sondern auch der interessierten Gesellschaft der Anbau von Knoblauch näher gebracht werden. 6) Für KonsumentInnen soll qualitativ hochwertiger Knoblauch aus biologischer und integrierter Produktion zur Verfügung gestellt werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-01-01 - 2022-01-06

In Agrarökosystemen müssen verschiedene Ökosystemdienstleistungen wie Nahrungsmittelproduktion, Schädlingsregulierung sowie Erhalt der Bodenfruchtbarkeit gegeneinander abgewogen werden, um die Ziele der nachhaltigen Entwicklung und Biodiversitätsziele zu erreichen. Die wichtigsten Einflussfaktoren auf Biodiversität und Ökosystemleistungen sind der Klimawandel, die Invasion fremder (Schädlings-)Arten und Veränderungen damit assoziierter Landbewirtschaftung. Die Rückkopplung dieser Faktoren mit den ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst wiederum mehrere Dimensionen der Biodiversität und die Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene. Projektziel ist die Entwicklung und Erprobung von agentenbasierten Modellen, die verschiedene Szenarien der Landnutzung für das zukünftige Management in Weinbauregionen aus Spanien, Frankreich, Deutschland, Österreich und Rumänien integrieren. Im ersten Schritt werden relevante Stakeholder zu partizipativen Workshops eingeladen, um verschiedene Szenarien unter Berücksichtigung verschiedener lokaler und globaler Einflussfaktoren für die Modellierung zu entwickeln. Im zweiten Schritt, wird vorhandenes Wissen aus unterschiedlichen europäischen Ländern für die Entwicklung eines Prognosemodells für Ökosystemdienstleistungen im Weinbau verwendet. Als dritter Schritt wird das Modell mit den Ergebnissen von unabhängigen Erhebungen ober- und unterirdischer Biodiversität sowie verschiedener Ökosystemleistungen wie biologischer Schädlingskontrolle entlang von Gradienten der Landschaftskomplexität und Managementintensität in fünf europäischen Regionen validiert. Die Ergebnisse des Projektes sind: (i) ein räumlich explizites Modell, das WinzerInnen als Entscheidungsträger integriert, die Landnutzungsentscheidungen unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen treffen, (ii) ein Modell zur Quantifizierung der Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen in Weinbaulandschaften unter verschiedenen Biodiversitätsszenarien zur Ermittlung optimaler Landnutzungsstrategien, (iii) die Validierung dieses Modells mit empirischen Daten zu Biodiversität, Landschaftsvielfalt und Ökosystemleistungen und (iv) ein Software-Tool für WinzerInnen, das Informationen darüber liefert, wie Weinbauregionen in einem bestimmten Gebiet bewirtschaftet werden können, um sowohl Produktion, weitere Ökosystemdienstleistungen und Biodiversität zu maximieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-08-01 - 2018-10-31

In den Jahren 2017 und 2018 verursachte ein massenhaftes Auftreten des Rübenderbrüsslers (Bothynoderes punctiventris) in weiten Teilen Ostösterreichs enorme Schäden im Zuckerrübenanbau. Bekämpfungsmaßnahmen unter Einsatz der aktuell verfügbaren insektiziden Saatgutbehandlungsmittel und Kontaktinsektizide erzielten keine befriedigenden Erfolge. Hatten die bislang in der Rübenpille formulierten Neonicotinoide zumindest in Jahren mit geringeren Populationsdichten eine begrenzte Wirkung gegen diesen Schädling versprochen, so ist ihr Einsatz ab Jahresbeginn 2019 verboten. Angesichts dieser Situation stellt sich die dringliche Frage nach erfolgversprechenden Alternativen. In Zusammenarbeit mit der Zuckerforschung Tulln GmbH sollen deshalb in umfangreichen Labor- und Freilandversuchen Fragestellungen zur Ökologie und Bekämpfung des Rübenderbrüsslers untersucht werden.

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