Diversity Award for research
THE IMPORTANCE OF DIVERSITY IN RESEARCH
We know from numerous studies that a diverse composition of research teams brings many advantages and innovations: for example, an increased quality of results due to a greater diversity of perspectives or the reduction of biases, i.e. fewer unconscious assumptions. A content-related and/or methodological focus on diversity can also increase the diversity of perspectives and achieve more comprehensive research results.
Who can submit?
Everyone who conducts diversity-sensitive research as individuals or teams is invited to participate. Research projects (ongoing or completed), publications, scientific presentations and posters can be submitted. BOKU researchers can submit their individual or team projects until March 31.
Selection criteria
The submissions are evaluated on three levels:
- At the personal level, for example, gender relations, origin, inclusion and other biographical factors are taken into account.
- At the content and methodological level, gender-theoretical and diversity-sensitive factors play a role - for example with regard to the research question or methodological approach.
- On a structural level, the social impact of the research project is relevant, for example in terms of participation and visibility with regard to diversity.
A BOKU jury will evaluate the projects based on the defined criteria.
Endowment
Main Award Diversity Research 1,500 euros
Recognition Award Diversity Research 500 euros
Award ceremony on Diversity Day
We want to celebrate the awarding of the first Diversity Award for Research. On June 5, 2024, the diversity awards for research – a main award and a recognition prize – will be awarded during the first BOKU Diversity Day in Tulln. After the awards ceremony, BOKU will host a Diversity Brunch - culinary diversity included!
You can find more information about the submission under the following link
JURY STATEMENT (in German)
Statement der Jury
Das Forschungsprojekt Klimasoziales Linz verbindet Sozialwissenschaft, Kunst und Zivilgesellschaft und hat die Stärkung sozial benachteiligter Personen sowie das Verständnis unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen für multiple (Klima-)Krisen zum Ziel. Im Vordergrund des Projekts steht, klimasoziale Handlungsmöglichkeiten im Kontext einer Industriestadt zu erarbeiten.
Inhaltlich sticht das Forschungsprojekt durch die aktive Einbindung zivilgesellschaftlicher Gruppen in die Aktionsforschung hervor. Methodisch überzeugt Klimasoziales Linz mit einem intersektionalen und transdisziplinären Ansatz auf Basis feministischer Theorien, der es ermöglicht, Perspektiven der eingebundenen Akteur*innen in den Mittelpunkt zu stellen. Gemeinsam mit Menschen mit niedrigem Einkommen, Armutsbetroffenen – insbesondere alleinerziehenden Müttern, Schüler*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen werden gesellschaftliche Probleme effektiv adressiert und Handlungsoptionen gemeinsam erarbeitet.
Von der Jury hervorzuheben ist die transparente Reflexion und Evaluation der Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse im Projektteam sowie ein durchgängig genderbewusster Sprachgebrauch. Das Projektteam umfasst Personen mit unterschiedlichen Herkünften und Hintergründen, mehrheitlich Frauen. Dabei werden verschiedene Aspekte von Diversität in den Blick genommen: sozio-ökonomische und bildungsbezogene Hintergründe und Zugehörigkeiten, Geschlecht, Care-Verantwortungen, Alter und Generation.
Das Forschungsprojekt Klimasoziales Linz bespricht aktuelle Herausforderungen und deren Auswirkungen auf benachteiligte gesellschaftliche Gruppen und rückt deren Perspektiven ins Zentrum. Damit zeugt das Projekt von höchster gesellschaftlicher Relevanz.
Transparenz ist im gesamten Forschungsprozess großgeschrieben. Klimasoziales Linz stellt die detaillierte Dokumentation der interaktiven Workshops sowie der künstlerischen Arbeiten über eine Projektwebseite öffentlich zur Verfügung. Im Rahmen von Kunstausstellungen als integrativer Teil des Forschungsprojekts wird ebenso eine breite Öffentlichkeit adressiert. Das Forschungsprojekt punktet durch den öffentlichen Wettbewerb sowie mit Beiträgen in verschiedenen Medienkanälen wie Radio, Web oder Presse.
Besonders hervorheben möchte die Jury den BOKU-internen Impact: im Sinne der forschungsgeleiteten Lehre werden Inhalte und Methoden des Projekts in der Lehrveranstaltung Climate Scholar Activism im neuen BOKU Masterstudiengang Climate Change and Societal Transformation bearbeitet.
Klimasoziales Linz greift die brisante Problematik der stärkeren Auswirkungen von zunehmend auftretenden multiplen Krisen auf Menschen mit niedrigem Einkommen auf. Die Forschung von Christina Plank und ihrem Team zielt auf die gleichberechtigte Zusammenarbeit von Wissenschaft mit Zivilgesellschaft sowie die Nutzung lokaler Wissensbestände. Im Rahmen feministischer partizipativer Aktionsforschung werden potenzielle Usergroups direkt und eng in die Forschung eingebunden, dies ermöglicht eine breite Beteiligung.
Das für die Region Linz angelegte Forschungsprojekt ist aufgrund seiner Verschränkung von sozialen Aspekten mit Fragen der Klimakrise und Klimapolicy zukunftsweisend und weist hohes Potenzial auf, modellhaft für weitere Regionen weltweit zum Einsatz zu kommen.
Die Jury gratuliert herzlich zur Auszeichnung mit dem Hauptpreis im Rahmen des Diversitätspreis Forschung 2024!
Wir wünschen dem gesamten Projekt und allen beteiligten und mitwirkenden Personen einen erfolgreichen weiteren Verlauf – möge Klimasoziales Linz Inspiration für Forschungsprojekte in weiteren Regionen weltweit sein!
JURY STATEMENT (in German)
Statement der Jury
Das Forschungsprojekt CE-Spaces 4All – Accessible Spaces for All – Improving Accessibility of Tourism for Persons with Disabilities in Central Europe befasst sich mit dem Thema inklusiver Tourismus und nimmt unabhängiges Reisen von Menschen mit Behinderungen in den Fokus. Die Forschung orientiert sich an der UN Behindertenrechtskonvention und nimmt die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung in den Blick. Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung eines digitalen Instruments zur Aufnahme von Barrieren in öffentlichen Räumen und in der Natur. Besonders hervorzuheben ist das Ziel, die Infrastruktur für reisende Menschen mit Behinderung zu optimieren, um diesen mehr Teilhabe und Sichtbarkeit im Alltag gewährleisten zu können.
Das Forschungsprojekt ist international und interregional ausgerichtet. Die Jury begrüßt den transdisziplinären Ansatz und die Herangehensweise, vielfältige Stakeholder und Praxispartner*innen einzubinden – etwa Behörden, potentielle Usergroups und den Tourismussektor.
Accessible Spaces for All umfasst ein großes und diverses Projektteam, in dem Forschende und Kooperationspartner*innen mit unterschiedlichen körperlichen Behinderungen vertreten sind. Das Credo lautet nicht, zu Menschen mit Behinderung, sondern gemeinsam mit Menschen mit Behinderung zu forschen.
Die Jury möchte im Besonderen die hohe gesellschaftliche Relevanz des Forschungsprojekts Accessible Spaces für All hervorheben. Aufgrund der breiten inter- und transdisziplinären Diskussion sowie der Präsenz in der internationalen Fachöffentlichkeit erlangt das Projekt Accessible Spaces for All, das für die BOKU von Tatjana Fischer mit ihrem Team geleitet wird (die Gesamtprojektleitung liegt beim Geodetic Institute of Slovenia) große Strahlkraft weit über die BOKU University sowie die beteiligten Partnerorganisationen hinaus und verdient als zukunftsweisendes Projekt den Anerkennungspreis des Diversitätspreis Forschung 2024.
Die Jury wünscht allen Projektverantwortlichen und -beteiligten viel Erfolg für den weiteren Verlauf und gratuliert herzlich zur Auszeichnung im Rahmen des Diversitätspreis Forschung 2024!