Vielfältige und strukturreiche Agrarlandschaften bilden die Grundlage für stabile Bestäuberpopulationen.
Wild- und Honigbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Bestäuberinsekten sind nur dann langfristig überlebensfähig, wenn ihnen im gesamten Jahresverlauf ausreichend Nahrungsressourcen in Form von Pollen und Nektar zur Verfügung stehen. Entscheidend ist daher ein kontinuierliches Blütenangebot über die gesamte Vegetationsperiode hinweg – vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst. Das Bienenzentrum Oberösterreich, das Netzwerk Zukunftsraum Land und die Biene Österreich organisieren anlässlich des internationalen Weltbienentags am 20. Mai 2026 eine Fachveranstaltung zu dieser Thematik.
Die Veranstaltung zeigt auf, wie Agrarlandschaften bestäuberfreundlich gestaltet und besser vernetzt werden können. Dabei wird die Bedeutung unterschiedlicher Bewirtschaftungsformen, Blühangebote, Grünlandtypen sowie landschaftsstrukturierender Elemente für die Nahrungsversorgung von Bestäubern thematisiert. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Nahrungsversorgung von Bienen und Bestäuberinsekten im Jahresverlauf in der Agrarlandschaft.
Am Vormittag gibt es spannende Vorträge:
- Carmen Nebauer, TU München: To bee or not to bee: Struktur und Nahrungsvielfalt für Bestäuber in der Agrarlandschaft
- Sabine Schoder, BOKU: Wildbienenmonitoring - die Wirkung des ÖPUL auf Bestäuber
- Jonathan Schwarz, Österreichischer Wildbienenrat: Wirksamkeit von Blühflächen und extensivem Grünland für Bienen – Ergebnisse aus dem Monitoring 2020–2025
- Patrick Falkensteiner, Boden.Wasser.Schutz.Beratung: Bienenfreundlicher Zwischenfruchtanbau als Nahrungsgrundlage
Für Interessierte gibt es nach den Vorträgen am Vormittag eine Exkursion, bei der es um bestäuberfreundlichen Zwischenfruchtanbau, Heckenanlagen und Agroforstflächen in der Praxis geht. Bitte geben Sie bei der Anmeldung gesondert bekannt, ob Sie an der Exkursion teilnehmen möchten!
Die Teilnahme ist kostenlos!
Um eine Anmeldung bis 12.05.2026 wird gebeten.