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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2024-12-15 - 2028-12-14

Die Landschaftsarchitektur (LA) ist durch zahlreiche historische und zeitgenössische Verbindungen und Interdependenzen in Europa und darüber hinaus geprägt. Ihre Archive sollen nun als Ressource genutzt werden, um eine umfassende paneuropäische Darstellung der Landschaftsarchitekturgeschichte zu schaffen. Die COST-Aktion „Connecting Landscape Architecture Archives to enhance European landscape practice, research and education (ConnectLAA)“ wird zum ersten Mal Informationen über den Inhalt der europäischen Landschaftsarchive zusammenführen und weltweit auf einer digitalen Plattform verfügbar machen. Durch die Einbeziehung verschiedener Disziplinen wie Landschaftsarchitektur, Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte, Archivwissenschaft und IT wird sichergestellt, dass die höchsten wissenschaftlichen und technischen Standards bei der Archivverwaltung, dem Zugang und der Erhaltung des kulturellen Erbes erreicht werden und die Archive als Wissensquellen für innovative Forschung und Bildung genutzt werden können. Der Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz fortschrittlicher Technologien zur Verbesserung der Qualität, Nachhaltigkeit, Nutzung und Wiederverwendung von Daten. Die Mischung von Antragsteller:innen aus verschiedenen Institutionen und Nichtregierungsorganisationen, die Einbeziehung von Praktiker:innen und die Entwicklung innovativer Lernmaterialien und eines gemeinsamen Thesaurus werden die Förderung vielversprechender Karrieren und die Entwicklung bahnbrechender internationaler Forschungsprojekte gewährleisten, die die Denkmalschutzbehörde unterstützen und bisher unentdeckte Geschichten über Orte außerhalb Europas aufdecken und Fragen im Zusammenhang mit der Migration und der Entkolonialisierung von Sammlungen behandeln. Es bildet die Grundlage für den Aufbau einer Praxisgemeinschaft, um den internationalen Zugang zu Daten weiter zu fördern und die Schaffung neuer Archive und Sammlungen zu unterstützen, insbesondere in den ITC, in denen die meisten Mitglieder des Teams tätig sind.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2024-11-01 - 2026-06-30

Die zwischen 1972 und 1988 errichtete Donauinsel und die Neue Donau, die nach Jahrhunderte langem Ringen mit dem Fluss Wien endgültig vor Hochwässern schützen sollten, bilden heute einen Landschaftsraum, der aus dem Wiener Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist und zentrale stadtplanerische, naturräumliche und gesellschaftliche Funktionen erfüllt. Die Ausstellung im Wien Museum beleuchtet die komplexe und spannende Entstehungsgeschichte dieses in seiner Aufgabenstellung und Dimension einzigarten Projekts, das – neben Gas Works Park in Seattle, Olympiapark München und Irchelpark in Zürich – zu den Ikonen der Landschaftsarchitektur der 1970er‐ und 1980er‐Jahre zählt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf jenen gesellschaftlichen und städtebaulichen Entwicklungen, die die Gestaltung und Nutzung der Insel maßgeblich beeinflussten: Die Ökologie‐ und Anti‐Atomkraft-Bewegung und das veränderte Freizeitverhalten der Bevölkerung, aber auch der Bau der UNO‐City, der Einsturz der Reichsbrücke und die Stadterweiterung am linken Donauufer trugen wesentlich zu Veränderungen des ursprünglich geplanten Erscheinungsbilds der Insel und den heute dort möglichen Aktivitäten bei. Ziel der Ausstellung ist es, nicht nur die historische Bedeutung dieses Großprojekts zu vermitteln, sondern vor dem Hintergrund von Bevölkerungswachstum und Klimawandel auch die zentrale Rolle der Donauinsel für Hochwasserschutz, Stadtplanung, Freizeit und Erholung sowie Ökologie und Naturschutz im 21. Jahrhundert deutlich zu machen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2024-10-01 - 2026-03-31

Die Wiener Stadtlandschaft veränderte sich in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts grundlegend. Unter dem programmatischen Schlagwort „Soziales Grün“ entstanden in Wien ab 1950 zahlreiche Parkanlage, Freiräume zu Bildungseinrichtungen sowie Außenanlagen zu Geschoßwohnungsbauten. In den 1970er- bis 1990er-Jahre wurden zudem internationale Wettbewerbe ausgelobt (u.a. Karlsplatz), großräumige neue Erholungsräume geschaffen (u.a. Donauraum, Wienerberg), Spielstraßen angelegt und Gewässer (u.a. Liesingbach) renaturiert. Diese Projekte bilden heute wichtige Bausteine im Grünflächensystem der Stadt Wien. Das Archiv Österreichischer Landschaftsarchitektur LArchiv bewahrt in seinen Sammlungen tausende analoge Pläne und Fotos zu diesen Projekten. Der Bestand an Plänen und Fotos stellt ein einzigartiges, kulturelles Erbe dar, ist aber bisher nur analog nutzbar. Im Rahmen des vorliegenden Projektes werden hochwertige Digitalisate von Plänen und Fotos, die die Planung und Gestaltung von Wiener Grünräumen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dokumentieren, angefertigt und in einer Online-Sammlung veröffentlicht. Dies so generierten Daten bilden essentielle Grundlagen für die Bewertung und Weiterentwicklung urbaner Grünstrukturen im Rahmen nationaler und internationaler Forschungsvorhaben sowie – auf Wiener Ebene – bei der Überarbeitung des Stadtentwicklungsplans STEP 2025. Zugleich werden die Archivalien über die Online-Sammlung einem breiten Publikum aus Wissenschaftler*innen, Lehrenden, Kolleg*innen aus der Praxis, Kommunen, Kunstinteressierte und Bürger*innen erschlossen. Der Datentransfer zur Online-Plattform zum kulturellen Erbe Österreichs und zu Europeana wird sichergestellt. Durch die Veröffentlichung der Digitalisate wird die Bekanntheit des Archivs Österreichischer Landschaftsarchitektur und der Profession erhöht.

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