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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-11-13 - 2023-11-12

Das CO2 Kompensationsprojekt COPE startete 2012 in Äthiopen. COPE und COPE 2.0 wurden vom CDR in Zusammenarbeit mit dem WOEK entwickelt und gemeinsam mit dem Gondar Agricultural Research Center (GARC) umgesetzt. COPE startete 2013 mit einem mehrstufigen partizipativen Prozess über 18 Monate in zwei Dörfern im Norden Äthiopiens. Bei der Planung des partizipativen Prozesses wurden lokalen Bräuche und Traditionen als Grundlage berücksichtigt. Daher beruhte der Prozess auf einer Reihe von Dorfversammlungen und der Einrichtung von Ausschüssen und Untergruppen, die zwischen den größeren Sitzungen an spezifischen Themen arbeiteten. Aufforstungen werden vom lokalen „Waldkomitee“ (Forest Committee) und den Forschern von Gondar Agriculture Research geplant und umgesetzt. im Jahr 2017 haben die Dorfgemeinschaften haben die ursprünglich geplante Gesamtfläche von 30 ha auf 79,5 ha erhöht. Die Dauerhaftigkeit der Aufforstung, die ersten 10.000 Setzlinge wurden im Juni 2015 gepflanzt, kann nun durch eine breite Akzeptanz des Projekts durch die Landnutzer sichergestellt werden Im Überwachungszeitraum von 4 Jahren (2013/2016) wurden 1320 Tonnen CO2 gebunden. Das Hauptziel von COPE 2.0 besteht darin, ein langfristiges, innovatives und partizipatives Klimaschutzprojekt aufzubauen, das in Äthiopien geplant, finanziert, umgesetzt und unterstützt wird. BOKU-Wissenschaftler waren bereits vor der Projektintervention durch gemeinsame Forschungsprojekte in das Feld eingebunden. Das Ziel der BOKU-Klimaschutzprojekte ist nicht nur der Klimaschutz, sondern auch der strukturelle und nachhaltige Wandel in der Region durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und lokaler Bevölkerung. Damit können umfassende Klimaprogramme entwickelt werden, die Biodiversität, Wasser und Bodenschutz vereinen, die Gleichstellung der Geschlechter, die Partizipation der gesamten Dorfgemeinschaft fokussioern. Ganz im Sinne von SDG 15: Der Erhalt und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität sind für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung sowie für das Überleben der Menschen entscheidend.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-09-01 - 2025-08-31

Große Flächen landwirtschaftlicher Nutzflächen in West- und Nordafrika sind stark degradiert, von Wasserknappheit, geringer Bodenfruchtbarkeit und schlechter Pflanzengesundheit gekennzeichnet, was u.a. auf die Verwendung ungeeigneter agronomischer Systeme und ein unangemessenes Management zurückzuführen ist. In Westafrika schränken Wasserarmut, organische Bodensubstanz und Nährstoffrückhaltung die Nahrungsmittelproduktivität ein, während in Nordafrika Versalzung, Winderosion, Krustenbildung und Verdichtung Regenfeldbau und Waldweiden bedrohen. Die geringe Nahrungsmittelproduktivität, die geringe Widerstandsfähigkeit und die mangelnde Nachhaltigkeit der derzeitigen Ansätze haben schwerwiegende sozioökonomische und ökologische Folgen. Das Ziel von SustInAfrica besteht darin, Kleinbauern, kleine und mittlere Unternehmen sowie verschiedene Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen in Ghana, Burkina Faso, Niger, Ägypten und Tunesien in die Lage zu versetzen, die Nahrungsmittelproduktion erfolgreich zu intensivieren und Ökosystemdienstleistungen auf nachhaltige und widerstandsfähige Weise zu erbringen. Dies soll erreicht werden durch: A) eine umfassende Analyse von: i) der lokalen/regionalen Zielökosysteme; ii) der gegenwärtig angewandten und potenziellen Strategien für das Landschafts-, Boden-, Wasser- und Pflanzengesundheitsmanagement sowie der agronomischen Systeme; iii) der relevanten Akteure in den Versorgungs-/Wertschöpfungsketten; iv) der Geschäftsmodelle und -politiken; v) der Herausforderungen und Bedrohungen für die Produktion; B) der Entwicklung von Technologien, einschließlich einer intelligenten Plattform zur Unterstützung der Landwirte bei der Entscheidungsfindung, in Bezug auf die in A) bewerteten Faktoren; C) Durchführung von Feldversuchen an den Zielstandorten, bei denen traditionelles Wissen, nachhaltige Strategien und Systeme (Agrarökologie, Agroforstwirtschaft, ökologische Landwirtschaft) und moderne Technologien (entwickelte Anwendungen/Plattform) kombiniert werden; D) Kommunikation/Verbreitung/Bildung/Schulung zur Information von Interessengruppen/Verbrauchern und zur Stärkung von Kleinbauern (insbesondere Frauen/Jugendliche); E) Ausnutzung/Weiterführung von Ansätzen/Technologien für verbesserte Produktivität/Ökosystemdienstleistungen, langfristige Selbstversorgung über das Projekt hinaus, Verringerung von Hunger/Armut und Geschlechter-/Reichtumsdisparität, verringerte Umweltbelastung, langfristiges Wachstum des lokalen Nahrungsmittelsektors/Erhöhung des wirtschaftlichen Nutzens.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-10-01 - 2024-09-30

Die Agrarsysteme in Europa stehen vor Herausforderungen in Bezug auf die wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Leistungsfähigkeit. Angesichts des Klimawandels ist es notwendig, die Widerstandsfähigkeit der europäischen landwirtschaftlichen Produktionssysteme zu stärken und gleichzeitig die Effizienz der Produktion im Hinblick auf die Nutzung von Ressourcen wie Wasser, Nährstoffen, Land und Ökosystemleistungen zu gewährleisten - und so ein Gleichgewicht und Synergien zwischen Effizienz und Widerstandsfähigkeit zu schaffen. Es wird erwartet, dass mehr gemischte Landwirtschafts- und Agroforstsysteme (MiFAS) Teil der Lösung sein könnten und erforscht werden sollten. Aus einer ganzheitlichen Perspektive definieren wir Effizienz als die Fähigkeit, gleichzeitig die Produktion zu steigern, den Einsatz von Betriebsmitteln zu verringern und die ökologischen und sozialen Auswirkungen zu reduzieren. Dabei berücksichtigen wir auch die Auswirkungen von Schocks und Belastungen, um die Robustheit von Systemen einschließlich der Anpassungs- und Transformationsfähigkeit zu beurteilen. Wir definieren die Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Systeme als ihre Fähigkeit, die Bereitstellung von Systemfunktionen angesichts zunehmend komplexer und sich akkumulierender wirtschaftlicher, sozialer, ökologischer und institutioneller Schocks und Belastungen durch Kapazitäten der Robustheit, Anpassungsfähigkeit und Transformationsfähigkeit zu gewährleisten. Effizienz und Widerstandsfähigkeit müssen mit den Bäuerinnen bzw. Bauern und in den Kontexten entwickelt werden, in denen landwirtschaftliche Betriebe, bäuerliche Organisationen, Dienstleistungsanbieter und Akteur*innen der Wertschöpfungskette tätig sind. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, die Entwicklung von europäischen gemischten Landwirtschafts- und Agroforstsystemen (MiFAS) voranzutreiben, die Effizienz und Ressourcennutzung zu optimieren, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel aufzuweisen. Dafür müssen agronomische, technische, ökologische, wirtschaftliche, institutionelle, infrastrukturelle und soziale Vorteile und Einschränkungen berücksichtigt werden. Durch einen Multi-Akteur*innen- und transdisziplinären Ansatz wird das Projekt die erwarteten Resultate erzielen, indem es die spezifischen Ziele erreicht, die unter vier Hauptthemen organisiert sind: 1) Gemeinsame Schaffung von Wissen und Innovationen für verbesserte gemischte Landwirtschafts- und Agroforstsysteme (MiFAS); 2) Entwicklung und Bewertung von MiFAS; 3) Entscheidungsunterstützung für MiFAS; 4) Verbreitung und Kommunikation.

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