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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-05-01 - 2025-04-30

Phosphor (P) ist ein essentieller und begrenzter Pflanzennährstoff. Er muss möglichst effizient genutzt werden. Im biologischen Landbau ist die biologische Stickstoff (N)-Bindung durch Leguminosen die wichtigste Stickstoffquelle. P-Mangel reduziert die biologische N-Bindung, die N-Verfügbarkeit und das Ertragsniveau der Fruchtfolge und gefährdet die Nachhaltigkeit der Produktion auf biologisch wirtschaftenden Betrieben. P-Bilanzsalden sind auf biologisch wirtschaftenden Marktfruchtbetrieben meist negativ, und die Gehalte von pflanzenverfügbarem P (PCAL) sind auf länger biologisch wirtschaftenden Betrieben oft suboptimal. Bedeutet eine negative P-Schlagbilanz oder eine Versorgungsstufe A oder B, dass P im Mangel ist und die Pflanzenbestände unterversorgt sind? In der Praxis ist es für LandwirtInnen schwierig diese Informationen einzuschätzen und die richtigen Maßnahmen zu treffen. Am Beispiel des Nährstoffs Phosphor sollen innerbetriebliche und externe Möglichkeiten die Nährstoffverfügbarkeit zu erhöhen untersucht und entwickelt werden. Innerbetrieblich können Pflanzenarten mit hohem P-Mobilisierungsvermögen die P-Verfügbarkeit und die P-Effizienz erhöhen. P-Recyclingdünger stellen eine außerbetriebliche P-Quelle dar, Stoffkreisläufe regional zu schließen und Lagerstättenvorräte zu schonen. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit, P in der Landwirtschaft effizienter zu nutzen und P-Kreisläufe regional zu schließen, ist teilweise noch zu wenig entwickelt. Zielsetzungen und erwarteter Nutzen des Projekts: • Verbesserte Beurteilung der P-Versorgung von Ackerstandorten durch Praktiker unter Berücksichtigung des P-Mobilisierungspotentials aus stabilen P-Pools. • Entwicklung von Managementstrategien zur Verbesserung der innerbetrieblichen P-Verfügbarkeit: Mobilisierung von P aus stabilen Pools auf Standorten mit geringer P-Verfügbarkeit durch Zwischenfrüchte und Gemenge. • Verbesserte Abschätzung der P-Düngewirksamkeit verschiedener organischer Dünger und der P- und K-Mobilisierung aus stabilen Pools anhand eines Langzeitversuchs. • Informationen für LandwirtInnen zum Nährstoff Phosphor und seinem Management: bessere Beurteilung des aktuellen Phosphor-Versorgungsstatus der Schläge; Kenntnisse, welche Maßnahmen am Betrieb zur P-Mobilisierung beitragen; Entscheidungsbasis für Bewirtschaftungsmaßnahmen, um die eigene Phosphorversorgung schlagspezifisch zu verbessern. Die LandwirtInnen lernen, die eigenen im Boden vorhandenen P-Vorräte gezielt zu nutzen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-11-01 - 2022-06-30

Das Projekt "“Knowledge Centre for Organic Agriculture in Africa”" verfolgt das Ziel, Wissenszentren als innovative Strategie zur Förderung der ökologischen Landwirtschaft in West-, Ost-, Nord-, Süd- und Zentralafrika erfolgreich einzuführen. Das Projekt befasst sich mit Schlüsselthemen für die Förderung einer Umstellung auf den ökologischen Landbau und ein nachhaltiges Lebensmittelsystem. Durch die Validierung und Verbreitung von Wissen und die Stärkung der Netzwerke relevanter Akteure werden aktuelle Initiativen gestärkt, der Bekanntheitsgrad der Umstellung erhöht und die Akteure unter gemeinsamen Interessen zusammengeführt. Im Rahmen des KCOA-Projekts wird eine Machbarkeitsstudie für transdisziplinäre Trainings durchgeführt. Transdisziplinäre Trainings können wertvolle Verbindungen zwischen Akteuren auf verschiedenen Ebenen und Disziplinen schaffen und so zu einer langfristigen Investition in die Ausbildung von Multiplikatoren und in die Schaffung eines förderlichen Umfelds beitragen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-01-01 - 2023-12-31

In der Aufzucht und Mast von Schweinen kann es auch bei guter Gestaltung des Haltungssystems und des Managements zu klinischen Problemen, wie z.B. Durchfall bei oder Atemwegsproblemen, aber auch zu Verhaltensstörungen, wie Schwanz- oder Ohrbeißen kommen. Als eine vorbeugende Maßnahme zur Stabilisierung der Tiergesundheit wird die Zugabe von Mikroorganismen, sogenannter „Probiotika“ als “natürliche Alternative” zu antibiotischen Behandlungen diskutiert. Im Rahmen einer prospektiven „Multi-farm Studie“ auf drei Praxisbetrieben wird dazu untersucht (Absetzen bis Schlachtung), ob diese effektiv sind, um die folgenden Aspekte der Tiergesundheit (Atemwege, Durchfall, Microbiom), des Tierwohl (Verhalten, Schwanzverletzungen) und der Produktivität (Futterverwertung) zu verbessern. Gleichzeitig erfolgen eine qualitative Befragung sowie ein Erfahrungsaustausch der teilnehmenden LandwirtInnen, um die Übertragbarkeit der Erkenntnisse für die Praxis sicherzustellen.

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