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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-01-01 - 2027-06-30
Instrumentelle Wasserstands- und Abflussmessungen reichen in Niederösterreich für mittelgroße und kleinere Flüsse nur etwas mehr als 100 Jahre zurück. Historische Hochwasserstatistiken sind daher zeitlich beschränkt, was vor allem in Zeiten des Klimawandels mit prognostizierten häufigeren und größerem Extremhochwässern unzureichend erscheint.
Für einzelne Flüsse sind historische Hochwässer anhand von Ortschroniken und Hochwassermarken dokumentiert und aufgearbeitet (vgl. z.B. Arbeiten von Heinz Wiesbauer). Es ist aber davon auszugehen, dass viele Dokumente zu historischen Hochwässern vor den instrumentellen Messungen noch nicht gesammelt und konsistent beurteilt wurden.
Ziel des Projekts ist es, Informationen über historische Hochwässer in Niederösterreich vor dem Zeitpunkt von instrumentellen hydrologischen Aufzeichnungen zu sammeln und aufzubereiten. Die Erhebungen konzentrieren sich auf Hochwassermarken, ergänzend sollen aber auch schriftliche Quellen und historische Literatur gesammelt und ausgewertet werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2025-10-06 - 2026-04-05
Die fischereiwirtschaftlich zentralen Arten Äsche (Thymallus thymallus) und Regenbogenforelle (Onchorhynchus mykiss) weisen in weiten Teilen der Ybbs starke Populationsschwankungen und mitunter unzufriedenstellend niedrige Bestände auf. Insbesondere ein im Jahr 2024 dokumentierter Einbruch der Äschenpopulation im Mittellauf und der auffällige Rückgang der Regenbogenforelle werfen Fragen nach den dafür verantwortlichen Ursachen auf. Das beantragte Projekt zielt darauf ab, anhand abiotischer Deskriptoren – konkret Durchfluss und Wassertemperatur - populationsdemographische Entwicklungen zu erklären. Der Fokus liegt hier auf der kritischen Phase der Inkubation und Emergenz, einer Periode, die nachweislich von großer Relevanz für die weitere Populationsentwicklung von Salmoniden ist (Unfer et al., 2011a, Pinter et al., 2025). Ein zusätzlicher Fokus richtet sich auf die Entwicklung der Kohorten (Jahrgänge), also dem Überleben einzelner Altersstadien von Jahr zu Jahr. Die Datenlage der Ybbs bietet sich für diese Analysen an, da neben durchgängigen hydrologischen Daten eine lückenlose siebenjährige Datenreihe (2019 – 2025) von Fischbestandsdaten aus einem Revier flussauf von Amstetten vorliegt – eine in ihrer Form einzigartige Datengrundlage im Hyporhithral, die fundierte und detaillierte Analysen zu Reproduktionserfolg und Kohortenentwicklung ermöglicht. Im Rahmen der Interpretation sollen Einflussgrößen, wie die Gewässermorphologie und potenzielle Stressoren, wie Prädationsdruck und zwischenartliche Konkurrenz nicht unbeachtet bleiben.
Mit Betrachtung der nahtlosen Populationsentwicklung wird eine neuartige Grundlage für zukünftige fischereiwirtschaftliche Schritte und Überlegungen geschaffen. Damit werden die Voraussetzungen für ein nachhaltiges und vorausschauendes Management neu definiert und eine Basis für weiterführende Überlegungen zu aktuellen Problemen der Fischereiwirtschaft (Zustand des Huchenbestandes, Folgen des Klimawandels, etc.) gelegt. Insbesondere in Anbetracht der instabilen Bestände der als vulnerabel eingestuften Äsche (Wolfram & Mikschi, 2007) sind solche Forschungsergebnisse für diese zentrale Leitart der Äschenregion von großer Bedeutung.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-02-01 - 2029-01-31
Flüsse sind wichtige Quellen für die Gesundheit der Umwelt, den wirtschaftlichen Wohlstand und das menschliche Wohlergehen. Seit Jahrtausenden versorgen Flüsse die Menschen mit Nahrung, liefern Wasser für den Hausgebrauch und die Landwirtschaft, unterhalten Transportkorridore und ermöglichen in jüngerer Zeit die Stromerzeugung und industrielle Produktion. Das Project RiverSpaces untersucht, wie Flussräume aktuell genutzt werden, welche Nutzungen sie beherbergen und wie sie in Zukunft gestaltet werden können, damit Gesellschaft und Natur einen größtmöglichen Nutzen haben. In 5 Arbeitspaketen werden zunächst Flussräume abgegrenzt und ihre Eigenschaften hinsichtlich Naturraum und gesellschaftliche Nutzungen beschrieben. Diese Daten werden mit sozi-ökonomischen Rahmenbedingungen verbunden, um in einer Fallstudie mit Entscheidungsträger:innen in Austausch zu kommen, wie Flussräume in Zukunft gestaltet werden sollen. Die Erkenntnisse werden am Ende zusammengeführt, um win-win Lösungen zu erarbeiten.