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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-09-01 - 2028-08-31

Der Klimawandel beeinflusst landwirtschaftliche Systeme in Europa zunehmend durch steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und eine höhere Häufigkeit extremer Wetterereignisse wie Dürren, Starkniederschläge oder Spätfröste. Diese Veränderungen wirken sich auf die Pflanzenentwicklung aus, erhöhen Produktionsrisiken und können die klimatische Eignung landwirtschaftlicher Regionen verändern. Gleichzeitig bleibt es eine Herausforderung, Klimainformationen in nutzbare Entscheidungsgrundlagen für die Landwirtschaft zu übersetzen. Die Initiative Destination Earth (DestinE) stellt hierfür hochauflösende Klimasimulationen bereit, die neue Möglichkeiten für fortgeschrittene Klimarisikoanalysen eröffnen. Ziele und Innovationsgehalt Das Projekt entwickelt ein Proof-of-Concept (TRL4) für das Agro-Climate Risk Intelligence (ACRI) Framework, das Klimasimulationen aus den DestinE Climate und Extremes Digital Twins mit Erdbeobachtungsdaten und Pflanzenwachstumsmodellen kombiniert. Mithilfe des ARIS-Modellierungsansatzes wird analysiert, wie sich klimatische Bedingungen auf Pflanzenentwicklung, Klima-Stressbelastung und potenzielle Ertragsauswirkungen in Europa auswirken. Erwartete Ergebnisse Das Projekt liefert einen methodischen Rahmen sowie analytische Workflows zur Bewertung klimabedingter Anbaurisiken, einschließlich Indikatoren für Hitzestress, Trockenstress, Staunässe und Frostrisiken. Demonstrationsvisualisierungen zeigen räumliche Muster klimabedingter Risiken und potenzieller Auswirkungen auf ausgewählte Kulturpflanzen. Die Ergebnisse belegen die Machbarkeit der Kombination von DestinE-Klimadaten, Erdbeobachtungsinformationen und Pflanzenmodellierung für die Analyse landwirtschaftlicher Klimarisiken und bilden die Grundlage für eine mögliche zukünftige Weiterentwicklung zu einem operationellen Service.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-10-01 - 2028-12-31

Das Forschungsprojekt CLIMATE-Arch untersucht die dynamischen Wechselwirkungen zwischen klimatischen Bedingungen, Klimawandel und vernakulärer Architektur in den Alpen und im Himalaya. Vernakuläre Architektur basiert auf lokalem Wissen, regionalen Bautraditionen und verfügbaren Materialien und steht in engem Zusammenhang mit den klimatischen Bedingungen ihrer jeweiligen Region. Der Klimawandel und die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen führen insbesondere in Gebirgsregionen zu neuen Anpassungen von Gestaltung, Konstruktion, Materialität, Nutzung und Schutz vernakulärer Gebäude. Das interdisziplinäre Projekt untersucht diese Transformationsprozesse an verschiedenen Standorten und Höhenlagen in den Alpen und im Himalaya. Dabei werden umweltbezogene, soziale, wirtschaftliche und technische Faktoren gemeinsam betrachtet. Ziel ist die Entwicklung einer vergleichenden Methodik, um die komplexen Transformationsprozesse vernakulärer Architektur im Zusammenhang mit Klima und Klimawandel in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verstehen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-05-01 - 2027-08-31

Ziel der Klimadatenanalyse ist es, klimatisch bedingte Veränderungen der letzten Jahrzehnte, in den österreichischen Nationalparks, zu erfassen und ihre möglichen Auswirkungen auf relevante Umweltparameter zu untersuchen. Gleichzeitig sollen bestehende Datenlücken identifiziert werden, die für die langfristige Beobachtung der Schutzgebiete von Bedeutung sind, um diese gezielt schließen zu können. Für die Analyse werden vorhandene Daten repräsentativer Wetterstationen aus allen sechs Nationalparks systematisch gesichtet, aufbereitet und ausgewertet. Zusätzlich sollen verschiedene abiotische Parameter berücksichtigt werden, darunter Lufttemperatur, Niederschlag, Schneebedeckung, Windverhältnisse und Gewässerabfluss. Beispielsweise können Schneebedeckungsentwicklungen mithilfe von Fernerkundungsdaten untersucht oder Aussagen zu möglichen Hochwasserhäufigkeiten getroffen werden. Die Auswahl der relevanten Parameter erfolgt in enger Abstimmung mit der Arbeitsgruppe Forschung, in der Kolleg:innen aus jedem Nationalpark vertreten sind. Diese Abstimmung, gemeinsam mit der Festlegung der zeitlichen Auflösung der Datensätze, bildet die Grundlage für die anschließende, fundierte Auswertung. Langfristig ist vorgesehen, zusätzliche Indikatoren wie Daten aus Pollenanalysen oder zur Avifauna einzubeziehen, um mögliche zusammenhänge zwischen Klimaveränderungen und ökologischen Entwicklungen zu analysieren.

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