Fachgebiete

Schlüssel und Motivation unserer Arbeit ist die Stärkung der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder, die von der waldbaulichen Planung, dem Einfluss der Bewirtschaftung auf die Kohlenstoff-Dynamik in Waldökosystemen bis hin zu der Erforschung von Klimawandelfolgen reicht. Wir entwickeln wissenschaftliche Konzepte und Methoden, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gesellschaft in Bezug auf Produkte, Leistungen und Wirkungen von Wäldern zu sichern.

Forschung

Wir kombinieren wissenschaftliche Methoden mit Daten um unser Wissen und Verständnis zur Bewirtschaftung von Waldökosystem zu verbessern und um Antworten auf die drängenden Fragen der Gesellschaft, sowie die Bedürfnisse von unterschiedlichen Stakeholder zu aktuellen Themen anzubieten. Durch die konzeptuelle Verknüpfung von Themen, Methoden und Daten, können wir weltweit helfen waldbauliche Managementkonzepte für optimale Lösungen für die geforderten Ökosystemdienstleistungen zu entwickeln.

Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-09-15 - 2029-09-14

Die Wälder Mitteleuropas stehen durch Klimawandel, Trockenperioden und zunehmende Schädlingskalamitäten unter erheblichem Anpassungsdruck. Nadelbaumarten bleiben trotz des wachsenden Interesses an Laubholz aufgrund ihrer hohen ökonomischen Bedeutung unverzichtbar. Ziel des Projekts ist es daher, die adaptive Variation und Anpassungsfähigkeit zentraler Nadelholzarten – Fichte (Picea abies), Douglasie (Pseudotsuga menziesii), Schwarzkiefer (Pinus nigra) und Libanon-Zeder (Cedrus libani) – systematisch zu erfassen und für waldbauliche Entscheidungen nutzbar zu machen. Dazu werden klassische Herkunftsversuche mit modernen genomischen Ansätzen kombiniert, um genetische und phänotypische Variation umfassend zu charakterisieren. Klimakammertests unter simulierten Extrembedingungen ermöglichen die Identifikation herkunftsspezifischer Anpassungsmuster und ihrer genetischen Grundlagen. Das Projekt verfolgt einen integrativen Ansatz, der genetische Variation, Anpassungsfähigkeit und die praktische Verfügbarkeit von hochwertigem Pflanzgut gleichermaßen berücksichtigt. Die daraus abgeleiteten Herkunfts- und Sortenempfehlungen liefern unmittelbar anwendbares Wissen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und tragen wesentlich dazu bei, die Wälder Mitteleuropas resilient gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels zu gestalten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2026-07-01 - 2026-10-31

Waldverjüngung insbesondere nach Störungsereignissen ist Voraussetzung für die Wiederherstellung von Funktionsfähigkeit von Waldökosystemen. Im Raum Oberkärnten stehen nach großflächigen Störungen durch Sturm und Borkenkäfer zahlreiche geräumte Flächen nach Aufforstung in Verjüngung. Anhand von 90 Vergleichsflächenpaaren im Raum Oberkärnten wird eine Analyse des Wildeinflusses auf Wiederbewaldungsflächen nach Störungseinfluß durchgeführt. Dabei werden regionale und standörtliche Merkmale sowie unterschiedliche SOLL-Wert Ansätze vergleichend verwendet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2025-11-21 - 2028-11-20

Das Projekt zielt darauf ab, die Wald-Resilienz in den Gemeinden Bad Fischau-Brunn und Willendorf zu verbessern. Die Fischauer Vorberge liegen südlich von Wien und sind geprägt von Schwarzkiefernwäldern, die durch den Klimawandel und Schädlingsbefall immer mehr unter Druck geraten. Die Wälder grenzen an Siedlungsgebiete und unterliegen vielfältigen Besitzverhältnissen und Nutzungsformen. Im Rahmen des Projekts soll eine Strategie zur Verbesserung der Waldresilienz und zum Erhalt der Waldökosystemleistungen in den Gemeinden erarbeitet werden. Es umfasst die Erhebung des Ist-Zustands der Wälder, die Analyse der klimatischen und standörtlichen Bedingungen, die Bewertung der Waldökosystemleistungen sowie die Identifikation von Waldbrandrisiko-Hotspots. Ein zentraler Bestandteil ist die partizipative Einbindung der Stakeholder (Waldeigentümer, Jäger, Waldanrainer, öffentliche Institutionen) zur Erhebung ihrer Ziele und Erwartungen im Rahmen von Workshops. Basierend auf den Ergebnissen werden Managementpläne entwickelt, die nachhaltige Maßnahmen zur Verbesserung der Waldgesundheit und zur Reduzierung von Waldstörungen, insbesondere Waldbränden, enthalten. Ziel ist es, die biologische Vielfalt zu fördern und die Waldökosystemleistungen langfristig zu sichern. Die Ergebnisse werden unter Einbindung von studentischen Abschlussarbeiten in Form von Managementplänen und Handlungsempfehlungen aufbereitet werden.

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