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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2026-02-01 - 2029-01-31
Das Ziel von SteToDiv ist es, die Rolle von stehendem Totholz als Lebensraum für die Artenvielfalt von Pilzen, Insekten und Vögeln und dessen Verweildauer in österreichischen Wäldern zu untersuchen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf zeitliche Entwicklung und standörtliche Unterschiede der Verweildauer und der mit Totholz assoziierten Artenvielfalt gelegt, um Praktiker*innen zu ermöglichen, diese Ökosystemleistung mittels geeignetem, wissenschaftlich fundiertem, naturnahem Waldmanagement zu optimieren. Damit kann auch die ökologische Bedeutung von Habitatbäumen in Räumungsflächen als Trittsteinbiotop über das Ableben hinaus ermittelt werden, da die Mortalität von unvermittelt freigestellten Bäumen oft sehr hoch ist. SteToDiV wird für die Fichte und Rotbuche Chronosequenzen, welche den Zeitraum vom Tod bis zum Umfallen abdecken, sowie räumliche Vergleich über Standortgradienten in Österreich abdecken. Mittels dendroökologischer Methoden wird das Alter sowie der Todeszeitpunkt des stehenden Totholzes ermittelt. Anhand von Terrestrischen Laser Scanning (TLS) Daten wird das Volumen mit steigendem Zersetzungsgrad des Baumes erhoben, wie auch Baumhöhlen und andere Strukturen, welche die Biodiversität fördern, erfasst. Um den Verlauf der Artenvielfalt in und auf dem Totholz zu ermitteln, werden Eklektoren (Insekten), visuelle und genetische Kategorisierung von Flechten und Pilzfruchtkörpern, sowie passive akustische Methoden (Vögel, Fledermäuse) eingesetzt. Aus dem Projekt werden zwei wichtige Beziehungen quantitativ erhoben: a) die Verweildauer und das Volumen des stehenden Totholzes unter verschiedenen Standortbedingungen, was z.B. für die CO2 Speicherung eine wichtige Rolle spielt und b) den Verlauf der Artenvielfalt für die wichtigsten taxonomischen Gruppen, die von stehendem Totholz profitieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2025-06-16 - 2028-06-15
Das Projekt MykoResi untersucht die zentrale Bedeutung von Mykorrhizapilzen für die Klimafitness und Gesundheit der Wälder im Wienerwald. Mykorrhizapilze gehen symbiotische Beziehungen mit Bäumen ein und sind entscheidend für deren Wachstum, Gesundheit und Stresstoleranz. Obwohl bekannt ist, dass Mykorrhizapilze die Nährstoff- und Wasseraufnahme verbessern und die Resistenz gegen Trockenstress erhöhen, fehlen umfassende Studien über ihre Artenzusammensetzung und Funktion in Waldökosystemen. Das Projekt schließt diese Wissenslücke durch die DNA-basierte Erfassung von Mykorrhizapilzen und die Verknüpfung der Daten mit Boden- und Bestandesparametern. Die Forschungsfragen lauten: 1) Welche Mykorrhizapilze sind mit höherer Trockenheitstoleranz und besserer Nährstoffversorgung assoziiert? 2) Kann die Baumartenwahl die Zusammensetzung der Mykorrhizapilze beeinflussen? 3) Welche Managementmaßnahmen erhalten und fördern Mykorrhizapilzgesellschaften? Das Projekt wird in Kooperation zwischen dem Institut für Waldökologie der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), der Österreichischen Bundesforste AG (ÖBf AG) und dem Biosphärenpark Wienerwald durchgeführt. Die Ergebnisse umfassen auch Handlungsempfehlungen für die Waldbewirtschaftung und die Förderung klimafitter Wälder. Die enge Zusammenarbeit mit der Österreichischen Bundesforste AG und dem Biosphärenpark Wienerwald stellt den Wissenstransfer in die Praxis sicher.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit
: 2024-10-01 - 2025-12-31
Im Rahmen des Austrian Climate Research Programme Implementation (ACRPI) 2023 fokussiert dieses Projekt auf die praxisorientierte Umsetzung von Forschungsansätzen im Bereich Klimawandelanpassung und -schutz. Mit einem speziellen Fokus auf "Anpassung an Extremwetterereignisse mittels naturnaher Lösungen (Nature-based Solutions)" integriert das Vorhaben vorhandene Expertise, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu generieren.
Das Projekt konzentriert sich insbesondere auf die Entwicklung und Optimierung von Pflanzmethoden für die Aufforstung, unter Berücksichtigung unterschiedlicher forstlicher Wuchsgebiete und Baumarten um die Herausforderungen des Klimawandels in der österreichischen Waldwirtschaft zu bewältigen. Durch den Einsatz von Drohnenbasiertem Monitoring, Blattnährstoffanalyse und automatisierten Bildanalysen strebt das Vorhaben an, präzise Modelle zur Evaluierung der Vitalität von Baumsetzlingen zu entwickeln. Die entwickelten Überwachungs- und Managementstrategien sollen sicherstellen, dass diese Aufforstungsprojekte kontinuierlich den sich ändernden Bedingungen und Bedürfnissen angepasst werden können. Das Projekt zielt darauf ab, praxisnahe Werkzeuge für Waldbesitzer:innen zu schaffen, um die Waldgesundheit zu überwachen und effektive Maßnahmen zur Wiederbewaldung zu ergreifen. Somit trägt das Projekt nicht nur zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung im Bereich der Waldbewirtschaftung bei, sondern hat auch direkte Anwendungen in der nationalen Umsetzung der EU-Mission Climate und der EU-Waldstrategie 2030.