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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-07-01 - 2023-06-30

Auf Grundlage des Wiener Naturschutzgesetzes wurde Ende der 1980er-Jahre im Auftrag der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 eine detaillierte Biotopkartierung durchgeführt. Dabei wurden etwa 40 % der Fläche Wiens erfasst, allerdings nur 2 % des dicht bebauten Stadtgebietes. Diese Kartierung bildet immer noch die Grundlage der derzeit „aktuellen“ Biotoptypenkartierung (2005-2011) und des flächendeckenden Grünraum-Monitorings (2005). Eine Aktualisierung dieser Erhebungen ist für die Erfüllung der wechselnden Anforderungen an den städtisch dominierten Naturschutz und der gesetzlichen nationalen und internationalen Monitoring- und Berichtspflichten nötig. Wien hat seit den 1970er-Jahren eine umfangreiche Datensammlung aufgebaut, und setzt aktuellste Verfahren zur Gewinnung von Geobasisdaten wie jährliche Bildflüge und regelmäßige Laserscanning-Befliegungen ein. Aktuell in Bearbeitung bzw. Vorbereitung sind Mobile Mapping Aufnahmen, Schrägluftbildbefliegungen und eine Befliegung mit einem Single-Photon-LiDAR-System. Durch die Vielfalt an vorhandenen räumlich hochauflösenden Daten sowie Limitierungen in der räumlichen und zeitlichen Auflösung von Satellitendaten war es für die Stadt Wien bisher nicht von Interesse, Satellitenbilder einzusetzen. Im Rahmen von Copernicus stehen jedoch erstmals Satellitendaten zur Verfügung, die auf Grund ihrer hohen zeitlichen Auflösung und der großen Anzahl an Spektralkanälen, ein beachtliches Potential für das Monitoring von Grünräumen und Biotoptypen aufweisen. Die Sentinel-1 Mission bietet erstmalig eine Kombination zwischen einer hohen räumlichen Auflösung im Interferometric Wide Swath Aufnahmemodus (IW) und einer hohen zeitlichen Abdeckung von bis zu vier Aufnahmen alle 12 Tage in Kreuz-Polarisation im C-Band. Die Sentinel-2 Satelliten liefern alle 5 Tage Multispektraldaten in 10 Kanälen mit räumlichen Auflösungen von 10 bzw. 20 m. Im Rahmen des Projektes SeMoNa22 werden für Testgebiete verteilt über das Wiener Stadtgebiet (2015-2020) mehrere Indikatoren abgeleitet und für eine objekt-orientierte Biotoptypenkartierung sowie Charakterisierung des Grünraums verwendet: • Sentinel-1-Daten (→ Zeitserien über die jährliche Veränderung der Rückstreueigenschaften der Vegetation, Phenologie), • Sentinel-2-Daten (→ multispektrale Zeitserien über Parameter zur Biotopklassifizierung / Vegetationsindizes), • hochaufgelöste Erdbeobachtungsdaten (Airborne Laser Scanning (ALS) , Image Matching, Orthophoto → Abgrenzung von Biotoptypen mittels 3D Segmentierung). Die übergeordnete Zielsetzung in diese Machbarkeitsstudie ist, effiziente und effektive Wege zu erforschen, ob, wie und inwieweit die erarbeiteten Daten Grundlage und integrativer Teil des städtischen Naturschutz-Monitorings sein können. Dafür werden Kombinationen von verschiedenen Erdbeobachtungsdaten (flugzeug- und satelliten-getragene bzw. terrestrische Sensoren) und vorhandenen Sachinformationen und Felderhebungsdaten (Artenkartierungen, Bodenparameter, Meteorologie), mittels pixel- und segmentorientierten Methoden der Fernerkundung bzw. Bildverarbeitung untersucht.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-06-16 - 2021-01-15

In den Jahren 2008-2017 wurden ca. 990.000 m³ Kies zur Schüttung von Kiesinseln verwendet. Diese Inseln stellen ein geeignetes Instrument zur ökologischen Verbesserung der Donau-Uferbereiche und Förderung der Natura 2000 Schutzgüter in der Wachau dar. Auftragsgegenstand ist eine Machbarkeitsstudie zum Monitoring der Schotterinseln über die Entwicklung der Natura 2000 Schutzgüter. In dieser Machbarkeitsstudie wird untersucht wie mittels UAV-Aufnahmen die Vegetation und die Beschaffenheit des abiotischen Oberflächensubstrats erfasst werden kann. Ziel ist die Erstellung eines Konzepts für das Monitoring deraritger Inseln (techn. Ausrüstung, Aufnahmeverfahren, Intervall, Auswerteverfahren etc.).
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-07-01 - 2021-03-31

Im gegenständlichen WEPS Projekt ist vorgesehen, zeitnahe Schätzungen der zuerwartenden Erntemengen aus Satellitendaten abzuleiten. Erstmals kommt einekombinierte Auswertung der zwei neuesten europäischen Copernicus Satelliten(Sentinel-2A und -2B) zum Einsatz. Die beiden Satelliten werden komplementär ergänztdurch die zwei etablierten MODIS Satelliten (Terra und Aqua). Die beiden Sentinel-2Satelliten erfassen die Erdoberfläche in sehr hoher räumlicher Auflösung wodurch sich dieRebflächen gut von nicht-bestockten Nachbarflächen abgrenzen lassen. Die beidenSatelliten MODIS Aqua und MODIS Terra erfassen dagegen die gesamte Erdoberfläche ingröberer Auflösung, allerdings seit ca. 20 Jahren im täglichen Rhythmus – und dies ininsgesamt 36 verschiedenen Spektralbändern (inkl. dem thermalen Bereich).

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