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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2023-01-01 - 2025-06-30

Ziel von GREENplanout ist die Entwicklung eines methodischen Konzepts, sowie eines Proof of Concepts für ein web-basiertes Dashboard, das auf der Basis von dreidimensionalen Gebäudemodellen klimawirksame, makroökologische Daten für Objekte und Quartiere in einer frühen Planungsphase ermöglicht („Klimacheck“). Dadurch können Stakeholder klimaresiliente Planung umsetzen und so Vorgaben aus Klimawandelanpassungsstrategien, Green Deal, EU Taxonomie etc. erfüllen. Bisher gibt es – ob der hohen Komplexität - kein Instrument, mit dem es möglich ist grundlegende, hoch komplexe Entscheidungen in einer frühen Phase basierend auf Simulationen zu treffen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2022-11-07 - 2024-05-06

Die Demokratie steht weltweit unter Druck und das Vertrauen in bestehende demokratische Institutionen sinkt seit Jahren. Vertrauen ist sowohl eine Voraussetzung für eine effektive Politik, als auch deren Ergebnis. Vertrauen (wieder)aufzubauen ist ein langfristiger Prozess mit vertrauensbildenden Maßnahmen auf beiden Seiten - Politiker*innen und Bürger*innen. Die Fähigkeit und die Räume für kollektiven Dialog nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Aktives gegenseitiges Zuhören, das "Ansinnen" der jeweils anderen Position, ermöglicht das Verhandeln einer gemeinsamen Welt (Arendt 1969). In den politisch-öffentlichen Räume des "Handelns" kann die lokale Demokratie der Mehrheits- und Minderheitsentscheidungen in eine auf Zustimmung basierende Kultur der Zusammenarbeit transformiert werden. Eine aktuelle Fallstudie aus den Niederlanden zeigt, wie mit einer soziokratischen Variante des proto-partizipativen Partizipations-Tools der 'Konsultation' eine neue Kommunikationskultur sowohl im Gemeinderat und als auch zwischen Politiker*innen und Bürger*innen möglich ist. Im Rahmen dieses Projekt werden dieser und weiterte Ansätze der Konsultation an Hand von Fallbeispielen untersucht, ein Modell der soziokratischen Konsultation für Wien entwickelt, prototypisch erprobt, evaluiert und begleitend erforscht. Die Ergebnisse des Prototypen-Testlaufs werden mithilfe von Kurzvideos kommuniziert. Die Forschungsergebnisse werden in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht und einen sollen Beitrag zur aktuellen Demokratieforschung zu leisten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2023-01-01 - 2025-02-28

Die Gesellschaft befindet sich in der Krise. Auch in der Planung stoßen wir an deutliche Grenzen. Die verschiedenen Ansätze zur partizipativen Planung sind in vielen Fällen gescheitert. Ein möglicher Ausweg aus dieser Situation ist, die Handlungstheorie von Hannah Arendt ernst zu nehmen. Arendts Ideen sind in jüngster Zeit angesichts der Krise wieder diskutiert worden, und es wird ihr ein enormes transformatives Potenzial aus verschiedenen Blickwinkeln zugesprochen. Wir brauchen eine vollständige Umgestaltung unserer Gesellschaft, um die CO2-Emissionen innerhalb der nächsten acht Jahre drastisch zu reduzieren. In Zeiten der Krise plädiert Arendt dafür, den Raum für politisches Handeln offen zu halten und eine notwendige (Re-)Politisierung auf allen Ebenen zu fördern. Ihre tiefgreifenden Einsichten sind jedoch bisher in der Planung kaum aufgegriffen worden. Ziel dieses Projekts ist es, das radikale und damit transformative Grundkonzept von Arendts politischer Handlungstheorie für die Planung zu übersetzen, einen neuen handlungsorientierten Planungsansatz ko-kreativ zu entwickeln und in einem dramaturgisch an Arendts Konzept der assoziativ-kommunikativen Handlungsmacht angepassten Setting experimentell zu erproben. Planung ist politisch. Deshalb, so die These dieses Projekts, muss Bürgerbeteiligung als Bürgermacht verstanden, der Entscheidungsprozess transformiert und völlig neu konzeptualisiert werden. Arendts nicht-autoritärer Politikbegriff, ihre Konzeption von Bürgermacht als assoziativ-kommunikative politische Handlungsmacht und ihre Beschreibungen von subsidiären und agonalen Entscheidungsstrukturen können dabei als Orientierung dienen. Mit Arendt denkend, geht es darum, wie Planung die Momente politischen Handelns erkennen und durch adäquate Rahmenbedingungen als Alltagsraum offen halten kann. Ein pluralistisch konstituierter und egalitärer öffentlicher Raum ist dabei entscheidend, sowohl im Prozess als auch im Ergebnis der Planung. Ausgangspunkt für die Umsetzung des Projekts ist die Übersetzung der Arendtschen Handlungstheorie in die Sprache der Planung. Anschließend werden die zentralen Arendt'schen Unterscheidungen (Poiesis und Praxis, Arbeiten, Herstellen und Handeln, Privatheit und Öffentlichkeit) anhand von drei Fallstudien untersucht, in denen Versuche pluralistisch konstituierter Handlungsräume realisiert wurden (Baugruppen, Gemeinschaftsgärten). PlanerInnen, AkteurInnen und VerwaltungsmitarbeiterInnen aus den Fallstudien oder ähnlichen Projekten werden eingeladen, in einem co-kreativen Prozess einen neuen Planungsansatz zu entwickeln und in zwei Workshops performativ zu erproben. Das Ergebnis ist ein Konzept für Pilotprojekte mit einem radikal neuen Planungsansatz, der poiēsis und Praxis (Praxis als Tun und Selbstzweck und poiēsis als Herstellen und Produzieren für äußere Zwecke) so verbindet, dass im Prozess und als Ergebnis öffentlich-politische Alltagsräume entstehen können.

Betreute Hochschulschriften