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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-10-01 - 2022-03-31

Nationale und internationale Klima- und Energieziele sind immer dringlicher zu erfüllen. Gemeinden, Regionen und ihre Planungs- und Managementeinrichtungen können, sollen und wollen durch die Energiewende auf regionaler Ebene beitragen. Sie benötigen dafür aber Energiekonzepte, die Strom, Wärme und Mobilität integrieren und jeweils die Bedarfs- und die Aufbringungsseite umfassen. Die Erstellung dieser komplexen Konzepte im kommunalen und regionalen Arbeits- und Kooperationsalltag ist mit vielen Hürden verbunden. Die Folge: Realisierungen bleiben bisher Leuchtturmprojekten mit Sonderrahmenbedingungen (gutes Budget, Förderprojekt, besonders engagierte Stakeholder vor Ort ...) vorbehalten. Mit diesem Projekt wollen wir die Skalierung in die Breite durch Digitalisierung unterstützen, das heißt wir wollen dafür arbeiten, dass die bisherigen Erfolge leichter, häufiger, schneller und wirtschaftlicher gelingen als bisher. Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Werkzeugkoffers, mit dem sich unter Einbezug aller nötigen Dimensionen die lokale Energiewende von Anfang bis Ende planen lässt: Von der Identifikation des optimalen Standorts von Energieaufbringungsanlagen, des Auslotens von energetischem Potential bis hin zur Analyse der erzielbaren Treibhausgasemissionsreduktionen und der Maximierung der Wertschöpfungspotenziale – technologisch, energetisch, ökologisch, klimatologisch, ökonomisch und organisatorisch (samt Einbindung relevanter StakeholderInnen). Dies wird mit eigenen und damit überschaubaren Ressourcen bewerkstelligt: Zwei bestehende Tools werden kombiniert, durch die stärkere Einbeziehung klimatischer Parameter verbessert, und für die integrierte Nutzung optimiert: Der Energiewende-Rechner RESYS zur detaillierten Planung von Energiebedarf und -aufbringung in Stundenauflösung und die Prozess Netzwerk Synthese-Software PNS zur ökonomischen Optimierung des Gesamtsystems und Integrationsplanung der Energietechnologien. Neu dazu kommen werden eine Energielandkarte u.a. zur konkreten Verortung und Berücksichtigung der Flächendimension, open source Daten (insbes. auch meteorologische), Algorithmen und Modelle, die die Arbeit mit den Werkzeugen beschleunigen und Berechnungen von Wertschöpfungspotenzialen, die Kosten und Nutzen der Energiewende-Maßnahmen ganz klar vor Augen führen. Die Innovation: Die Herausforderungen liegen im technologieübergreifenden, gesamthaften zeitlich und räumlich aufgelösten Ansatz, in der intelligenten Nutzung von verfügbaren Daten durch Entwicklung entsprechender Datenstrukturen, Berechnungsmodelle und Algorithmen, welche die transdisziplinären Inhalte quantifizieren, in der Schaffung von Schnittstellen und Workflows und im Setup eines Prozessdesigns, das die Umsetzung im lokalen Stakeholder-Kontext fördert – und zwar gleichermaßen auf verschiedenen regionalen Ebenen. Die Ergebnisse: Ein digitaler Werkzeugkoffer mit Beratungsangebot, das eine Marktlücke schließt, indem es eine ökologisch und ökonomisch fundierte Umsetzung von Energieraumplanungslösungen für Gemeinden, Städte und Regionen in adäquater Qualität und mit vertretbarem Aufwand möglich macht. Das Konsortium bündelt alle notwendigen Kompetenzen und arbeitet intensiv mit Testregionen zusammen. Damit sind auch für die zukünftige Anwendung und den Impact dieses Vorhabens optimale Voraussetzungen geschaffen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-04-01 - 2022-03-31

Das Projekt POCO-FLOOD untersucht die Herausforderungen und Hemmnisse sektoraler Politikkoordination, die sich aus dem gegenwärtigen Wandel vom Hochwasserschutz zum integrierten Hochwasserrisikomanagement (IFRM) ergeben. Konkret untersucht das Projekt gegenseitige Abhängigkeiten, Konflikte und Optionen für die Politikkoordination zwischen den Sektoren Hochwasserschutz, Wasserkraft (Energie), Landwirtschaft und Raumplanung. Da diese Sektoren sowohl in der Hochwasserprävention als auch in der Hochwasserrisikominderung im alpinen Raum eine fundamentale Rolle spielen, untersucht POCO-FLOOD in drei vertiefenden Fallstudien die Möglichkeiten und Grenzen der sektoralen Koordination in diesen drei spezifischen Interaktionsfeldern. Der erste Fall ("Hochwasserretention in den Quellgebieten") konzentriert sich auf Speicherkraftwerke in alpinen Einzugsgebieten und die Möglichkeiten bzw. Grenzen koordinierter Maßnahmen zur Minderung von Hochwasserspitzen. Der zweite Fall ("Hochwasserrückhalt auf landwirtschaftlichen Flächen") untersucht die zunehmende Bedeutung der Landwirtschaft für den Hochwasserschutz und die Möglichkeiten und Grenzen koordinierter Maßnahmen, landwirtschaftliche Flächen als Retentionsräume für flussabwärts gelegene Begünstigte bereitzustellen. Der dritte Fall ("Hochwasserschutz und Siedlungsentwicklung") analysiert das wechselseitige Verhältnis zwischen Hochwasserschutzmaßnahmen und Raumordnungspolitiken sowie die Möglichkeiten und Grenzen, durch koordinierte Maßnahmen einen weiteren Anstieg des Schadenspotentials in hochwassergeschützten Gebieten zu verhindern. POCO-FLOOD zielt darauf ab (i) ein besseres Verständnis der sektoralen Zusammenhänge im Integrierten Hochwasserrisikomanagement zu schaffen; (ii) die Wissens- und Evidenzbasis über die Möglichkeiten und Grenzen von Politikkoordination zu erweitern, und (iii) gemeinsam mit Akteuren und Politikvertretern Optionen für eine sektoral koordinierte Hochwasserpolitik zu entwickeln.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-03-01 - 2020-02-29

Ziel des Projektes ist es, herauszufinden, wie groß das Nachfragepotenzial nach Fernwärme ist, unter Berücksichtigung von thermischer Sanierung, der Nutzung von Dachflächen für Solarthermie und Photovoltaik etc., in einer zeitlich hoch aufgelösten Betrachtung von Energienachfrage und –bereitstellung. Dafür wird das energieraumplanerische GIS-Tool Energiezonenplanung Plus (EZP+) für das gesamte Gemeindegebiet Bisamberg mit ca. 1.900 Objekten, die überwiegend für Wohnen, aber auch für öffentliche und betriebliche Zwecke genutzt werden, angewendet, um jene Gebiete mit mittleren und hohen Wärmebedarfsdichten zu identifizieren und dahingehend abzuschätzen, mit welchem Wärmenachfragepotenzial, mit welchen Energiebereitstellungspotenzialen (Solarthermie, PV), mit welcher Wärmebelegung sowie mit welchen Netzverlusten in potenziellen Nahwärmeversorgungsgebieten zu rechnen ist. Die Ergebnisse sind als Vorstudie zu verstehen, um darauf aufbauend eine Strategie für die Energieraumplanung der Gemeinde Bisamberg zu erstellen.

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