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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-03-01 - 2021-02-28

In der Gemeinderatssitzung vom 24.06.2019 hat sich die Stadtgemeinde Traiskirchen das Ziel gesetzt, bis 2030 CO2-Neutralität zu erreichen. Es gibt jedoch noch kein offizielles Maßnahmenpapier oder einen Strategieplan zur Umsetzung dieses Ziels, der schriftlich festgehalten und beschlossen wurde. Hier setzt das gegenständliche Projekt an, indem es sich zum primären Ziel setzt, einen derartigen Maßnahmenplan zu entwickeln. Der Maßnahmenplan soll umfassend angelegt werden und daher grundsätzlich alle sechs Aktionsfelder der Smart City Initiative adressieren, wobei Schwerpunkte auf die Aktionsfelder Energieversorgung & -nutzung, Bestand & Neubau, Siedlungsstruktur & Mobilität sowie Kommunikation & Vernetzung gelegt werden. Relevante Akteursgruppen (wie Unternehmer/Industriebetriebe, zivilgesellschaftliche Initiativen, allgemeine Bevölkerung) sollen durch Angebote zur Partizipation einbezogen werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2020-03-01 - 2022-02-28

Das Projekt STRAKA.web zielt darauf ab, die Gestaltung energie- und klimarelevanter Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse sowie die Formulierung diesbezüglicher Strategien mithilfe strategischer Karten zu unterstützen. Zu diesem Zweck erfolgt eine flächendeckende Modellierung des Energieverbrauches und der damit verbundenen Treibhausgasemissionen für alle KEM-Regionen in Niederösterreich in einem 250m-Raster. In der Folge zielt das Projekt STRAKA.web auf eine Optimierung der Wärmeversorgungssysteme ab, indem flächendeckend Aussagen zur Eignung der Siedlungsgebiete für die leitungsgebundene Wärmeversorgung getroffen werden. Eine weitere Zielsetzung des Projektes STRAKA.web ist auf die flächendeckende Beurteilung der Siedlungsgebiete im Hinblick auf ihre Eignung für klimafreundliche Mobilität, d.h. für eine Mobilität der kurzen Wege mit einem hohen Anteil des nicht motorisierten und öffentlichen Verkehrs, gerichtet. Ein besonderes Anliegen des Projektes STRAKA.web ist die integrierte Betrachtung der beiden Handlungsfelder Wärmeversorgung und Mobilität sowie deren Verknüpfung mit Aspekten der Siedlungsentwicklung. Die flächendeckenden Aussagen zu energie- und klimarelevanten Standortqualitäten werden kartografisch aufbereitet und auf einer projektspezifischen Webseite öffentlich zugänglich gemacht. Auf Basis dieser strategischen Karten ist es ein besonderes Anliegen des Projektes STRAKA.web, im Zuge von Beteiligungsprozessen in drei ausgewählten Pilotregionen Bewusstsein für die Raumrelevanz von Energiewende und Klimaschutz zu schaffen und eine fachübergreifende Diskussion über adäquate energie- und klimarelevante Strategien zu führen. In diesem Zusammenhang wird insbesondere angestrebt, Synergien zwischen der (Weiter) Entwicklung energie- und klimaoptimierter Siedlungsstrukturen und der sparsamen Inanspruchnahme von Flächen für Siedlung und Infrastruktur in den Vordergrund der Betrachtungen zu rücken.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-10-01 - 2022-03-31

Nationale und internationale Klima- und Energieziele sind immer dringlicher zu erfüllen. Gemeinden, Regionen und ihre Planungs- und Managementeinrichtungen können, sollen und wollen durch die Energiewende auf regionaler Ebene beitragen. Sie benötigen dafür aber Energiekonzepte, die Strom, Wärme und Mobilität integrieren und jeweils die Bedarfs- und die Aufbringungsseite umfassen. Die Erstellung dieser komplexen Konzepte im kommunalen und regionalen Arbeits- und Kooperationsalltag ist mit vielen Hürden verbunden. Die Folge: Realisierungen bleiben bisher Leuchtturmprojekten mit Sonderrahmenbedingungen (gutes Budget, Förderprojekt, besonders engagierte Stakeholder vor Ort ...) vorbehalten. Mit diesem Projekt wollen wir die Skalierung in die Breite durch Digitalisierung unterstützen, das heißt wir wollen dafür arbeiten, dass die bisherigen Erfolge leichter, häufiger, schneller und wirtschaftlicher gelingen als bisher. Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Werkzeugkoffers, mit dem sich unter Einbezug aller nötigen Dimensionen die lokale Energiewende von Anfang bis Ende planen lässt: Von der Identifikation des optimalen Standorts von Energieaufbringungsanlagen, des Auslotens von energetischem Potential bis hin zur Analyse der erzielbaren Treibhausgasemissionsreduktionen und der Maximierung der Wertschöpfungspotenziale – technologisch, energetisch, ökologisch, klimatologisch, ökonomisch und organisatorisch (samt Einbindung relevanter StakeholderInnen). Dies wird mit eigenen und damit überschaubaren Ressourcen bewerkstelligt: Zwei bestehende Tools werden kombiniert, durch die stärkere Einbeziehung klimatischer Parameter verbessert, und für die integrierte Nutzung optimiert: Der Energiewende-Rechner RESYS zur detaillierten Planung von Energiebedarf und -aufbringung in Stundenauflösung und die Prozess Netzwerk Synthese-Software PNS zur ökonomischen Optimierung des Gesamtsystems und Integrationsplanung der Energietechnologien. Neu dazu kommen werden eine Energielandkarte u.a. zur konkreten Verortung und Berücksichtigung der Flächendimension, open source Daten (insbes. auch meteorologische), Algorithmen und Modelle, die die Arbeit mit den Werkzeugen beschleunigen und Berechnungen von Wertschöpfungspotenzialen, die Kosten und Nutzen der Energiewende-Maßnahmen ganz klar vor Augen führen. Die Innovation: Die Herausforderungen liegen im technologieübergreifenden, gesamthaften zeitlich und räumlich aufgelösten Ansatz, in der intelligenten Nutzung von verfügbaren Daten durch Entwicklung entsprechender Datenstrukturen, Berechnungsmodelle und Algorithmen, welche die transdisziplinären Inhalte quantifizieren, in der Schaffung von Schnittstellen und Workflows und im Setup eines Prozessdesigns, das die Umsetzung im lokalen Stakeholder-Kontext fördert – und zwar gleichermaßen auf verschiedenen regionalen Ebenen. Die Ergebnisse: Ein digitaler Werkzeugkoffer mit Beratungsangebot, das eine Marktlücke schließt, indem es eine ökologisch und ökonomisch fundierte Umsetzung von Energieraumplanungslösungen für Gemeinden, Städte und Regionen in adäquater Qualität und mit vertretbarem Aufwand möglich macht. Das Konsortium bündelt alle notwendigen Kompetenzen und arbeitet intensiv mit Testregionen zusammen. Damit sind auch für die zukünftige Anwendung und den Impact dieses Vorhabens optimale Voraussetzungen geschaffen.

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