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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2014-08-28 - 2015-06-30

Durch die Veränderung der Wettersituation im Einzugsgebiet der Donau in Folge der globalen Klima¬erwärmung treten in Österreich vermehrt extreme Starkniederschlagsereignisse gefolgt von außergewöhnlichen Hochwässern auf. Damit steigt das Risiko der Remobilisierung von abgelagerten, in der Folge der Tschernobykatastrophe radioaktiv stark kontaminierten Stauraumsedimenten. Im LLC-Labor Arsenal werden seit 1984 kontinuierlich die Radioaktivtätsdaten der Donaukompartimente Wasser (gelöste Radionuklide), Schwebstoff und Sediment anhand von Monatsmischproben und anlassbezogenen Proben während Hochwässern erhoben. Damit steht eine für Mitteleuropa einzigartige radioökologische Langzeitmessreihe eines großen europäischen Fließgewässers zur Verfügung. Die Fortsetzung dieser Proben- und Datensammlung ist von großer Bedeutung für die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen im Strahlenschutz im Hinblick auf potentielle großräumige Umweltkontaminationen. Anhand der radioökologischen Langzeitmessdaten der Donau seit 1984 lässt sich seit dem Jahr 2002 eine Trend-wende im Verlauf der Cs-137-Aktivitätskonzentration feststellen: Während bis zum Jahr 2001 eine Abnahme der Cs-137-Aktivitätskonzentration im Sediment des österreichischen Donauabschnitts mit einer ökologischen Halbwertszeit von rund 5 Jahren stattgefunden hat, stagniert seit 2002 der Abwärtstrend der Cs-137-Aktivitätskonzentration und es treten vereinzelt unerwartet hohe Cs-137-Konzentrationen im Donausediment auf. Dieses seit dem Jahr 2002 veränderte Verhalten könnte im Zusammenhang mit zunehmenden Cs-137-Freisetzungen aus Umweltkompartimenten aufgrund der globalen Klimaänderung und damit verbundener außergewöhnlicher Hochwässer stehen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-01-01 - 2022-12-31

Die seit Jahren anhaltende Schadenssituation in den Wäldern der Grenzregion stellt Waldbesitzer, Behörden und Interessengruppen vor große Probleme und Herausforderungen. Im Zuge des Krisenmanagements wurde deutlich, wie stark lokale Maßnahmen einerseits grenzüberschreitend mit der Katastrophe umgehen können und andererseits wie Probleme durch einen besseren Informationsaustausch gemildert werden können. In der Tschechischen Republik und in Österreich sind vielfältige Informationen verfügbar mit Schwerpunkt auf Anpassungsstrategien in der Forstwirtschaft. Die klimatischen Extreme, Risiken, möglichen Lösungen usw. könnten jedoch in beiden Ländern ähnlich sein. Primäres Projektziel ist daher die gemeinsame Entwicklung wichtiger Unterstützungsmechanismen für das effiziente Management von Großschadenereignissen (Krisenmanagement) und für die künftige Reduzierung von Produktions- und Einkommensrisiken (Risikomanagement) in der Waldbewirtschaftung. Zum ersten Mal wird durch die Zusammenarbeit einer Vielzahl von Forstinstitutionen in der Grenzregion eine gemeinsame Wissens- und Informationsplattform eingerichtet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-09-01 - 2024-11-30

Die österreichischen Wälder sind von den Auswirkungen des Klimawandels stark betroffen, sowohl direkt durch die Veränderung der abiotischen Bedingungen und der Lebensraumeignung als auch indirekt durch die erhöhte Häufigkeit und Intensität von Störungen wie Windwurf und Borkenkäferbefall. Die erfolgreiche Wiederherstellung der betroffenen Gebiete erfordert Aufforstung oder natürliche Verjüngung, die beide von der Qualität und Quantität der Samenproduktion klimaresistenter Baumarten abhängen. Da die Samenproduktion bei den meisten Waldbäumen der gemäßigten Zonen im Laufe der Zeit stark schwankt, ein Phänomen, das als Masting bezeichnet wird, schwanken die verfügbaren Samenmengen für die Wiederaufforstung und die natürliche Regeneration von Jahr zu Jahr erheblich. Eine zukunftsweisende Strategie für die Wiederherstellung der österreichischen Wälder erfordert daher ein umfassendes Verständnis der mechanistischen Triebkräfte für die Quantität und Qualität der Samenproduktion, um Strategien zur Optimierung der Samenernte sowohl in zertifizierten Samenbeständen als auch in Samenplantagen zu entwickeln. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, die Triebkräfte der Saatgutproduktion, der Saatgutqualität und der genetischen Vielfalt der österreichischen Waldbaumarten zu untersuchen, die Auswirkungen des Klimawandels darauf zu ermitteln und Strategien zu bewerten, die die Zuverlässigkeit und Qualität des für Aufforstungen verfügbaren Saatguts verbessern. Im Rahmen des Projekts werden innovative Verfahren zur Bewirtschaftung von Samenplantagen erprobt und angewendet, um die Saatgutproduktion für Eiche und Weißtanne zu verbessern. Darüber hinaus sollen die natürliche Rekrutierungsdynamik und ihre Grenzen während der Samen- und Sämlingsphase quantifiziert werden, um "handfreie" Managementkonzepte zu bewerten. Das Projekt zielt darauf ab, auch kleine Waldbesitzer einzubeziehen, die mit ihrer Saatguternte dazu beitragen könnten, den nationalen Mangel an Saatgut abzumildern, während ihre Beteiligung auch das Bewusstsein für Fragen der Waldbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels schärft. In enger Abstimmung mit Praktikern wollen wir Empfehlungen und Methoden zur Steigerung der Erträge und zur Erhaltung der genetischen Vielfalt von Saatgutkulturen ableiten.

Betreute Hochschulschriften