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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2021-07-01 - 2024-06-30

Die aus Nordamerika stammende Eichennetzwanze Corythucha arcuata (Hemiptera: Tingidae) hat in den vergangenen Jahren bereits Millionen Hektar Wald in Europa, Asien und Russland besiedelt und expandiert weiter Richtung Mittel- und Westeuropa. Nymphen und erwachsene Tiere saugen an den Blättern und verursachen bei starkem Befall der Bäume Vergilbungen und vorzeitigen Blattfall. Ziel des Projekts ist es die Ausbreitung dieser invasiven Art zu dokumentieren und den aktuellen Befall von Eichenwäldern in Österreich und Bulgarien zu erheben. Die Daten werden durch Laborexperimente zur Biologie und Ökologie der Eichennetzwanze ergänzt, insbesondere werden die Generationsentwicklung bei unterschiedlichen Temperaturen sowie die Sterblichkeitsraten der überwinternden Imagines untersucht. Diese Informationen sind entscheidend für Prognosen künftiger Schadentwicklung. Zusätzlich werden Tiere aus dem Freiland auf das Vorkommen von Parasitoiden und Krankheitserregern untersucht, die wesentlich die Populationsentwicklung des Schädlings dämpfen können. Ein zentraler Aspekt des Projekts ist der gegenseitige Informations- und Erfahrungsaustausch der Forschergruppen beider Länder, der es ermöglicht, Wissenslücken über die Regulation der Populationsdynamik dieser invasiven Art durch abiotische (z.B. Temperatur) und biotische Faktoren (z.B. natürliche Gegenspieler) zu schließen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2000-07-01 - 2002-12-31

Ein schwer zu bearbeitendes Teilgebiet der Waldwachstumsprognose ist die Erfassung und Beschreibung von Waldverjüngungsprozessen. Mit dem Übergang vom Altersklassenwald hin zum ungleichaltrig-gemischten Wald ist eine realistische Abschätzung der Waldverjüngung im Sinne der Nachhaltigkeitssicherung wesentlich komplexer geworden. Üblicherweise werden Bäume unterhalb einer bestimmten Höhe bzw. eines bestimmten Brusthöhendurchmessers als Verjüngung bezeichnet, während alle anderen Individuen dem "Oberbestand bzw. Bestand" zugeordnet werden. Ziel dieses Vorschungsvorhabens ist die Erstellung eines Algorithmus zur Abschätzung der Verjüngungssituation am Beispiel des Lehrforstes der Universität f. Bodenkultur. Nach Auswahl der geeigneten statistischen Methode zur Abschätzung des Ankommens und der Entwicklung der Waldverjüngung soll dieses implementiert werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2014-08-28 - 2015-06-30

Durch die Veränderung der Wettersituation im Einzugsgebiet der Donau in Folge der globalen Klima¬erwärmung treten in Österreich vermehrt extreme Starkniederschlagsereignisse gefolgt von außergewöhnlichen Hochwässern auf. Damit steigt das Risiko der Remobilisierung von abgelagerten, in der Folge der Tschernobykatastrophe radioaktiv stark kontaminierten Stauraumsedimenten. Im LLC-Labor Arsenal werden seit 1984 kontinuierlich die Radioaktivtätsdaten der Donaukompartimente Wasser (gelöste Radionuklide), Schwebstoff und Sediment anhand von Monatsmischproben und anlassbezogenen Proben während Hochwässern erhoben. Damit steht eine für Mitteleuropa einzigartige radioökologische Langzeitmessreihe eines großen europäischen Fließgewässers zur Verfügung. Die Fortsetzung dieser Proben- und Datensammlung ist von großer Bedeutung für die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen im Strahlenschutz im Hinblick auf potentielle großräumige Umweltkontaminationen. Anhand der radioökologischen Langzeitmessdaten der Donau seit 1984 lässt sich seit dem Jahr 2002 eine Trend-wende im Verlauf der Cs-137-Aktivitätskonzentration feststellen: Während bis zum Jahr 2001 eine Abnahme der Cs-137-Aktivitätskonzentration im Sediment des österreichischen Donauabschnitts mit einer ökologischen Halbwertszeit von rund 5 Jahren stattgefunden hat, stagniert seit 2002 der Abwärtstrend der Cs-137-Aktivitätskonzentration und es treten vereinzelt unerwartet hohe Cs-137-Konzentrationen im Donausediment auf. Dieses seit dem Jahr 2002 veränderte Verhalten könnte im Zusammenhang mit zunehmenden Cs-137-Freisetzungen aus Umweltkompartimenten aufgrund der globalen Klimaänderung und damit verbundener außergewöhnlicher Hochwässer stehen.

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